Wen der Winter langsam dem Frühling weicht, bietet sich eine Fülle an Möglichkeiten, um mit Kindern draussen aktiv zu sein – sei es im Garten, im Wald, im Park oder auf dem Spielplatz. Bewegung an der frischen Luft stärkt das Immunsystem, fördert die Motorik und sorgt für gute Laune nach den langen Wintermonaten. Tipps und Ideen für aktive Familien.
Ab in die Natur
1. Spielen im Schnee
Im Februar liegt in vielen Regionen noch Schnee – nutzen Sie dies für kreative Spiele.
- Schneeskulpturen bauen: Statt eines klassischen Schneemanns können Kinder fantasievolle Tiere, Burgen, Iglus oder sogar kleine Schneelabyrinthe gestalten.
- Winter-Olympiade veranstalten: Wie wärs mit Diszi-plinen wie Schneeballzielwerfen, Schlittenrennen, Hüfen im Schnee oder Rutschpartien auf Abfallsäcken?
- Tierspuren entdecken: Wer findet Spuren von Vögeln, Hasen oder Rehen im Schnee oder Matsch? Mit einer Spurenkarte wird daraus ein spannendes Detektivspiel.
Und falls draussen kein Schnee mehr liegen sollte, bieten sich Bewegungsrallyes an: ein Wald-Schatzsuche mit Hinweisen und kleinen Aufgaben (z. B. «Finde einen Ast in Form eines Y», «Springe über einen Baumstamm») – solche Spiele sorgen für Bewegung und Spannung zugleich.
2. Frühlingserwachen beobachten
Anfang März zeigen sich erste Krokusse, Schneeglöckchen und die Zugvögel kehren zurück. Naturbeobachtungen lassen sich hervorragend mit Bewegung kombinieren – machen Sie eine kleine Wanderung oder auch eine Velotour durch den Park oder am Waldrand.
- Frühlingsforscher Tour: Ausgerüstet mit einer Lupe und einem kleinen Notizheft können Kinder nach ersten Blüten, Knospen oder Insekten suchen.
- Baumtagebuch: Besuchen Sie mit den Kindern einen ganz bestimmten Baum regelmässig – lassen Sie diesen von ihnen fotografieren oder zeichnen. So lässt sich sein Erwachen vom kahlen Winterzustand bis zu den ersten Blättern dokumentieren
- Vogelbeobachtung: Mit einem Fernglas oder durch das Aufhängen eines Futterhäuschens können Kinder verschiedene Vogelarten beobachten und kennenlernen.
3. Draussen kreativ sein
- Naturkunstwerke legen: Kinder sammeln Zweige, Blätter, Steine und Moos und gestalten daraus Mandalas oder kleine Figuren.
- Natur-Bingo: Auf einer Karte stehen Dinge, die gefunden werden müssen – etwa ein Tannenzapfen, etwas Rundes, etwas Grünes, etwas Glänzendes. Wer zuerst alle Felder abhakt, gewinnt.
- Stockbrot und Feuerschale: Wenn die Temperaturen es erlauben und die Sicherheitsregeln beachtet werden, ist ein kleines Lagerfeuer im Garten oder auf einem Grillplatz ein echtes Highlight für die Kinder.
4. Sportlich unterwegs
- Wie wärs mit Schlitteln oder Eislaufen?
- Auch kleine Wanderungen mit Bewegungsaufgaben «Wer findet den höchsten Baum», «Wer schafft zehn Sprünge über Wurzeln» oder auch Bewegungsspiele wie «Fangen» funktionieren bestens im Freien – auch mit dicker Jacke.
- Roller oder Fahrrad fahren: Sobald die Wege trocken sind, dürfen Kinder wieder ihre Fahrkünste üben. Ein Parcours aus Kreidehindernissen, Seilen oder Hütchen sorgt für zusätzlichen Spass.
- Frühlingslauf: Eine kleine Laufrunde, bei der unterwegs Aufgaben warten (z. B. Balancieren über einen Stamm, ein Naturquiz), motiviert auch Laufmuffel.
5. Aktiv im Garten
Der Monat März ist ideal, um Kinder an Gartenarbeit heranzuführen. So erleben sie die Kreisläufe der Natur unmittelbar und können lernen, Verantwortung für die Umwelt zu übernehmen.
- Erste Saaten legen: Radieschen, Kresse oder Erbsen können bereits früh ausgesät werden – im Beet oder im Balkonkasten.
- Insektenhotel bauen: Aus Holz, Bambus, Zapfen und Lehm entsteht ein Unterschlupf für Bienen und Käfer.
- Beet vorbereiten und Kompost beobachten: Kinder lernen, wie aus Pflanzenresten neue Erde entsteht.
6. Wetterfest ausgerüstet
Mit passender Kleidung wird jedes Wetter zum Abenteuer – und auch wenn das Wetter jetzt noch wechselhaft ist, sollte das niemanden drinnen halten.
- Matschwanderung: Mit Gummistiefeln und Regenhosen ausgestattet, dürfen Kinder nach Herzenslust durch Pfützen springen.
- Regentage nutzen: Mit einem bunten Schirm spazieren gehen, Regenwürmer suchen oder kleine Boote in Bächen schwimmen lassen.
- Windtage sind lustig: Drachensteigen ist nicht nur im Herbst schön – auch im Winter und im Frühling kann kräftiger Wind für perfekte Flugbedingungen sorgen.
7. Kleine Abenteuer – grosse Wirkung
Schon kleine Erlebnisse machen den Alltag spannend – und nicht jede Aktivität muss lange geplant sein.
- Nachtwanderung mit Taschenlampe – der Wald wirkt abends völlig anders.
- Picknick im Februar – warm eingepackt, mit Tee in der Thermoskanne.
- Natur-Safari im Park – wer entdeckt die meisten Tierarten?
- Müllsammel-Aktion – ganz einfach Bewegung mit Umweltbewusstsein verknüpfen.
8. Warum ist gerade jetzt Bewegung draussen so wichtig?
Kinder brauchen Bewegung – und frische Luft ist der beste Ort dafür. Denn insbesondere nach der dunklen Jahreszeit hilft Bewegung draussen:
- die Abwehrkräfte zu stärken,
- die Konzentration zu fördern,
- soziale Kompetenzen zu trainieren (Teamspiele, Absprachen etc.),
- und ganz einfach für Freude und Ausgeglichenheit zu sorgen.