Bezahlter Mutterschaftsurlaub - Ihr gutes Recht!

Sobald werdende Eltern vom Paar zur Familie weden, ändert sich auch rechtlich eine ganze Menge. Informieren Sie sich als werdende Mutter frühzeitig über die Bestimmungen sowie Ihr Recht auf Mutterschaftsurlaub.

Nehmen Sie Ihr Recht auf Mutterschaftsurlaub in Anspruch - schliesslich ist Ihr werdendes Kind nicht nur eine Privatangelegenheit, sondern auch ein Beitrag an die Zukunft unserer Gesellschaft. Zeigen Sie sich deshalb stark, auch wenn vielleicht zunächst Ihr Arbeitgeber nicht so begeistert ist. Fordern Sie lieber Verständnis, informieren Sie transparent und nehmen Sie Ihre Rechte wahr.

Rund um die Geburt eines Babys hat der Gesetzgeber eine Vielzahl von Regelungen, Gesetzen und Vergünstigungen erlassen. Sie alle haben das Ziel, Mutter, Vater und Kind das Leben zu erleichtern. Nur wenn Sie darüber Bescheid wissen, kommt Ihnen diese Hilfe zugute. Seien Sie hartnäckig - und rechnen Sie mit Widerständen. Deshalb überlegen Sie sich, wie und wann Sie Ihren Arbeitgeber am besten informieren. Bereiten Sie Ihre Fragen vor und suchen rechtzeitig das Gespräch, so dass alles Wichtige rund um Ihre Mutterschaft und den Mutterschaftsurlaub in einem angenehmen Klima besprochen werden kann. Haben Sie gewusst, dass für eine erwerbstätige Frau, die Mutter wird, am Arbeitsplatz besondere Bestimmungen gelten? Diese treten sofort in Kraft, wenn der Arbeitgeber über die Schwangerschaft informiert ist. Zudem gelten sie über den Mutterschaftsurlaub bis in die Stillzeit nach der Rückkehr der Arbeitnehmerin an den Arbeitsplatz. Gut zu wissen: Zwar haben alle Frauen, die in der Schweiz erwerbstätig sind, Anspruch auf einen bezahlten Mutterschaftsurlaub von mindestens 14 Wochen (oder 98 Tagen), der durch die Erwerbsersatzordnung (EO) bezahlt wird. Und für die Mutterschaftsentschädigung in der Zeit nach der Geburt kommt die gesamtschweizerische obligatorische Versicherung auf, also nicht der Arbeitgeber. Anspruch auf einen bezahlten Mutterschaftsurlaub haben übrigens alle Frauen, die während der neun Monate direkt vor der Geburt bei der AHV versichert waren und die mindestens fünf der neun Monate vor der Geburt erwerbstätig waren. Die Leistungen werden in Form von Taggeldern ausbezahlt, das 80 Prozent des durchschnittlichen Erwerbseinkommens beträgt, welches vor Beginn des Entschädigungsanspruchs erzielt wurde. Allerdings kann die Dauer des Mutterschaftsurlaubs unterschiedlich sein. So möchten viele Mütter ihren Mutterschaftsurlaub verlängern, indem sie zum Beispiel ausstehende Ferien oder unbezahlten Urlaub beziehen. Das ist für die Arbeitgeber nicht immer einfach und muss entsprechend verhandelt werden. Zu prüfen gilt es dann auch, ob die Frauen während der Babypause genügend versichert sind. Das Staatssekretariat für Wirtschaft hat unter dem Titel "Mutterschaft - Schutz der Arbeitnehmerinnen" eine Broschüre veröffentlicht, die über www.bundespublikationen.admin.ch bestellt werden kann.

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