Hoch die Brust

Frauen, die durch Schwangerschaft und Stillzeit gegangen sind, haben oft Probleme mit ihren Brüsten: Mal sind sie gross und prall, mal wieder klein und weniger fest.

Wir zeigen, was Sie fürs Aussehen und die Straffheit Ihrer Brust tun können, von Gymnastik über Haltung bis Pflege.  
 
Die schlechte Nachricht zuerst: Die Brust hat keine Muskeln, kann also auch mit dem eifrigsten Bodybuilding nicht vergrössert oder stark angehoben werden! Das von einem dünnen Hautmantel umgebene Fett- und Drüsengewebe mit seinen Milchgängen, nur spärlich durchsetzt von fasrigem, stützend wirkendem Bindegewebe, liegt auf dem grossen Brustmuskel auf.

Nur seitlich «hält» die Brust am Muskel ist dieser gut trainiert und in Form, bleibt es auch die Brust länger. Deshalb helfen ihr alle Übungen zur Kräftigung der Brustmuskeln: Schwimmen (am besten Crawl und Rückschwimmen), gezieltes Oberkörper-Training, spezielle und vor allem regelmässige Gymnastik. Wichtig sind auch gut trainierte Rückenmuskeln und eine gerade, entspannte Haltung: Ein runder Rücken lässt auch die schönste Brust einfallen, hochgezogene Schultern und ein verkrampfter Hals lassen den Busen verkümmern. 
  
Der natürliche BH
Jetzt zur guten Nachricht: Je elastischer und straffer der die Brust umgebende Hautmantel ist er wird auch natürlicher Büstenhalter genannt , desto länger wirkt die Brust schön und gepflegt.

Schädlich für die Brusthaut sind vor allem:
Sonnenbäder, also UV-Strahlen, die zur vorzeitigen Erschlaffung der collagenen und elastischen Fasern und des Bindegewebes führen; grosse und schnelle Gewichtsschwankungen, die leider während der Schwangerschaft meistens kaum zu vermeiden sind: Sie führen oft zu irreparablen Dehnungsstreifen. Hüten Sie sich deshalb vor Crash-Diäten, bei denen man meistens zuerst im Gesicht, dann am Busen, und zuletzt an Bauch und Hüften abnimmt. Zu heisse und zu lange Bäder. Zu enge, schlecht sitzende BHs. Sport treiben wie Jogging, Aerobics, Tennis, Reiten ohne BH. Grosse und/oder bereits schlaffe Brüste sollten sich, der Schwerkraft wegen, ohnehin immer unterstützen lassen! 

Die Schönheitspflege für Ihre Brust
Es gibt viele Dinge, die Sie für die Schönheit Ihrer Brust tun können: Stimulierend für die Brusthaut wirken kalte Duschen. Idealerweise verbindet man sie mit einer Kneipp-Wechseldusche, die immer kühl beendet wird: Zuerst Beine, dann Arme, dann Unterleib, dann Brust kreisförmig abduschen, immer rechts beginnen. Wer davor zurückscheut, dem leistet eine spezielle Brustdusche gute Dienste. Regelmässige sanfte Körperpeelings alle ein bis zwei Wochen unterstützen die Zellerneuerung, und die ebenfalls regelmässige Pflege mit speziellen Produkten hält den Hautmantel elastisch und in Form. Besonders wichtig wird die Brustpflege während Perioden der Gewichtszu- und -abnahme, während Schwangerschaft und Stillzeit. Aber aufgepasst: Viele Produkte dürfen während der Stillzeit nicht angewendet werden, erkundigen Sie sich deshalb in der Parfümerie und/oder beim Arzt.

So massieren Sie die Brustpflege-Produkte richtig ein:
sanft, kreisförmig und schräg von unten nach oben (die Brustwarze aussparen), beginnend an der rechten Brustunterseite, endend an der linken Halsunterseite. Gegengleich für die linke Brust. Dann zuerst von der Brustwarze schräg übers Decolleté massieren und zum Schluss die Aussenseite der Brüste (unter der Achselhöhle) mit zwei feinen Streichbewegungen behandeln. 
 
Training für den «natürlichen Büstenhalter»
Den Mund so weit zu einem breiten Lächeln auseinander ziehen, bis Ihre Halsmuskeln kräftig angespannt sind. Dabei heben sich Ihre Brust und Ihre Brustwarzen leicht an voilà Ihr natürlicher Büstenhalter!


5 einfache, schnelle Übungen für eine schönere Brust (ohne BH ausführen):

  1. Gleich vorgehen wie zum Erkennen Ihres «natürlichen Büstenhalters», die Übung aber 15 Mal wiederholen, dabei die Anspannung jedes Mal einige Sekunden länger halten. Diese Übung kräftigt die Hals- und die «Aufhängemuskeln» der Brust.

     

     

  2. Beide Handflächen in Nasenhöhe gegeneinander pressen, die Spannung einige Sekunden halten. Spannung lösen (die Handflächen bleiben immer zusammen), zehn Mal wiederholen. (Atmen nicht vergessen!) Spüren Sie, wie Ihre Brüste sich bewegen? Diese Übung kann auch mit der ersten kombiniert werden.

     

     

  3. Arme auf Brusthöhe verkreuzen: Die rechte Hand umfasst den linken Unterarm, die linke den rechten. Nun mit beiden Händen die Haut so fest wie möglich Richtung Ellbogen schieben, Spannung einige Sekunden halten. Zehn Mal wiederholen, dabei normal atmen.

     

     

  4. Flach auf dem Rücken liegen, die Arme waagrecht ausstrecken, dann in schneller Folge je etwa 20 Zentimer über den Boden heben, kurz ausharren und wieder senken. 20 mal wiederholen.

     

     

  5. Zum Kräftigen der Rückenmuskulatur damit Ihre Brust sich von ihrer besten Seite präsentiert! Aufrecht stehen, unter jeden Oberarm ein Buch klemmen (möglichst gleich dick!), die Ellbogen gegen den Körper pressen, die Unterarme mit den Handflächen nach oben horizontal nach vorne richten. Jetzt die Unterarme nach aussen zur Seite bewegen, ohne die Bücher fallen zu lassen. Wieder zurück, zehn Mal. Jede Position etwa 10 Sekunden halten. Spüren Sie, wie Ihre Rückenmuskeln arbeiten? 


Ein gut sitzender BH

Schlecht für den «natürlichen» BH, den Hautmantel, ist das Eingezwängtsein in enge, schlecht sitzende, verformende BHs, möglichst noch aus luftundurchlässigen Kunststoffen. Doch Frauen tun sich mit ihren BHs schwer: Fast die Hälfte trägt schlecht sitzende, meist zu kleine Modelle! Zu diesem aufsehenerregenden Ergebnis kam kürzlich das renommierte deutsche Textilforschungsinstitut Hohenstein anhand einer grossangelegten Studie an 1500 Frauen zwischen 14 und 70 Jahren. Für Ida Krebs, Chefeinkäuferin von Perosa, dem Schweizer Dessous-Spezialisten, sind diese Resultate ohne Abstriche auf die Schweiz übertragbar. Sie meint dazu: «Viele Frauen kaufen BHs 'von der Stange', in einer Grösse, die vielleicht früher einmal passte, die aber von der Realität überholt wurde Zudem achten sie oft nur auf die Körbchengrösse (Cup A, B oder C), nicht aber auf den ebenso wichtigen Unterbrustumfang. Nur wenn beide Masse stimmen, sitzt ein BH perfekt.» 

Wichtig ist die Passform. Die Körbchen dürfen die Brust nicht zusammendrücken, sollten keine Falten schlagen und die Haut ohne Druckspuren satt umfangen. Beim Anprobieren den BH mit den äussersten Ösen schliessen (so kann man ihn später enger tragen) und die Träger individuell einstellen. Breite Träger schneiden weniger ein als schmale. Und: Den BH nicht zu lange tragen, denn das elastische Material verliert durch Körperwärme und Waschen an Festigkeit und Halt.

Allgemein, so Ida Krebs, sei eine Entwicklung hin zu grösseren Busen feststellbar. «War anfangs der 80er Jahre noch die Körbchengrösse Cup A (die kleinste) am meisten verbreitet, so ist es heute Cup C: Fast ein Viertel aller Frauen benötigen diese Grösse. Infolge mangelnder Beratung und wohl auch aus falscher Scham kaufen sie aber ihren BH zu klein - Frauen sind sehr leidensfähig... 

erstellt von Eliane Meyer

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