Fit, glücklich und zufrieden

Die Schwangerschaft ist eine Zeit der grossen körperlichen, aber auch seelischen Umwälzungen. Gerade jetzt ist es besonders wichtig, dass Sie sich in Ihrer Haut wohlfühlen, denn Ihre Zufriedenheit überträgt sich, genauso wie Kummer und Stress, auf das Ungeborene.

Die Glücksendorphine, die Ihr Körper dann ausschüttet, wenn Sie sich besonders wohl fühlen, gelangen über die Plazenta auch zu Ihrem ungeborenen Kind. Aus diesem Grund sollten Sie während der Schwangerschaft dafür sorgen, dass es Ihnen gut geht. Ihre Stimmung wird natürlich auch von Umständen abhängig sein, die Sie nicht immer selbst bestimmen können, wie zum Beispiel die Bedingungen an Ihrem Arbeitsplatz oder gesundheitliche Probleme während der Schwangerschaft.

Aber es gibt Einiges, was Sie selber beitragen können, damit diese neun Monate besonders schön werden.
 
Genug Ruhe
Es gibt Frauen, die während der ganzen Schwangerschaft besonders energiegeladen und aktiv sind. Das soll vorkommen, ist aber eher die Ausnahme als die Regel, vor allem zu Beginn der Schwangerschaft. Für alle Anderen gilt: Gönnen Sie sich soviel Ruhe wie nötig. Vor allem in den ersten Wochen der Schwangerschaft kann der Drang zum Schlafen fast übermächtig gross sein. Morgens möchten Sie gerne noch etwas länger liegen bleiben, mittags wäre eine Siesta schön und wenn Sie nach der Arbeit nach Hause kommen, würden Sie sich am liebsten gleich etwas hinlegen.

Leider wird es nicht immer möglich sein, Ihrem gesteigerten Bedürfnis nach Ruhe und Schlaf nachzukommen, aber wann immer möglich, sollten Sie eine Ruhepause einlegen, wenn Ihr Körper danach verlangt. Sie brauchen niemandem etwas zu beweisen. Ihr Körper vollbringt eine grosse Leistung und gibt klare Signale, hören Sie auf ihn und quälen Sie sich nicht unnötig. Und schliesslich hält die Müdigkeit höchstens ein paar Monate an und weicht später nicht selten einer besonders aktiven Phase. Gegen Ende der Schwangerschaft schliesslich bekunden viele Frauen Mühe damit, einzuschlafen. Ein Glas warme mit Milch mit einem Löffel Honig vor dem Zubettgehen kann hier Wunder wirken. Etwas unkonventioneller aber ebenso wirkungsvoll ist die folgende Entspannungsmethode: Ihr Partner hält mit jeder Hand einen Ihrer grossen Zehen samt Gelenk fest und das während fünf Minuten.
 
Gewicht
Bis zum Ende der Schwangerschaft werden Sie wahrscheinlich 10 bis 15 Kilo zugenommen haben. Vergessen Sie aber nicht, dass das Mittelwerte sind. Wenn Sie «leere» Kalorien vermeiden (also Nahrungsmittel, die ausser Kalorien nicht viel bieten) und Ihren Appetit mit gesunden Sachen stillen, müssen Sie sich keine Sorgen machen. Und immer daran denken: Jede Art von Diät ist in der Schwangerschaft gefährlich.

Partnerschaft & Sexualität
Die letzten Ferien zu zweit bieten eine gute Gelegenheit, sich als Paar nochmals näher zu kommen, bevor sich in den ersten Monaten nach der Geburt alles um das neue Baby dreht. Nutzen Sie die Gelegenheit und buchen Sie Ferien, die mit einem kleinen Kind nicht so leicht machbar wären, zum Beispiel einen Städtetrip oder eine kulinarische Gourmetreise.

Ihr Unterleib ist während der Schwangerschaft besonders gut durchblutet und reagiert schneller und stärker auf Berührungen - das wirkt sich auch auf die Sexualität aus. Geschlechtsverkehr schadet dem ungeborenen Kind nicht. Wenn Sie sich danach fühlen - und manche Schwangere fühlen sich sehr danach - tun Sie es. Wenn nicht, sprechen Sie offen und ehrlich mit Ihrem Partner darüber und lassen Sie es sein. Manchmal ver-schwindet die Lust auf die Liebe in den ersten Monaten der Schwangerschaft (zum Beispiel wegen Unwohlsein), um in der zweiten Hälfte wiederzukehren, manchmal ist es umgekehrt. Manche Paare, denen während der Schwangerschaft beim Geschlechtsverkehr nicht wohl ist, experimentieren in dieser Zeit mit anderen Formen der Sexualität. Massagen sind ebenfalls eine schöne Art, liebevoll auf den Körper der Partnerin, des Partners einzugehen.
 
Sport tut gut
Gemäss amerikanischen Studien treiben 40 Prozent der Frauen der westlichen Länder während der Schwangerschaft Sport. Wurden Schwangere in früheren Zeiten dazu angehalten, ihre körperliche Aktivität auf ein Minimum zu reduzieren, werden sie heute ermutigt, sich weiterhin sportlich zu betätigen. Wichtig ist jedoch, dass die körperliche Aktivität nicht zu anstrendend oder gar gefährlich ist. Und wer noch nie Ausdauersport getrieben hat, sollte damit nicht während der Schwangerschaft beginnen. Auch darf die Flüssigkeitszufuhr nicht unterschätzt werden: Vor allem vor dem Sport, aber auch da-nach sollte man reichlich trinken. Für Schwangere besonders geeignete Sportarten sind Walking, Schwimmen, Yoga, Gymnastik (ohne Springen), Velofahren und natürlich Schwangerschaftsgymnastik, die speziell auf die Bedürfnisse der werdenden Mutter eingeht.
 
Rundum schön
Viele Frauen fühlen sich während der Schwangerschaft besonders schön - weil sie glücklich sind. Umgekehrt kann auch etwas Pflege helfen, sich schöner und somit auch glücklicher zu fühlen. Bei der Pflege geht es in erster Linie nicht darum, Produkte auf Gesicht, Haar und Körper zu verteilen, sondern diesen Körper, der so viel leistet (nämlich ein Kind hervorzubringen), ganz gezielt zu verwöhnen. So gesehen, pflegen Sie nicht nur Ihre äussere Hülle, sondern geben auch Ihrer Seele ein paar wohlverdiente Streicheleinheiten.
Die Durchblutung läuft während der Schwangerschaft auf Hochtouren, Ihre Haut wird deshalb besonders rosig sein. Im Verlauf der Schwangerschaft stellt sich aber irgendwann mal auch juckende Haut ein. Vor allem an Bauch, Busen, Po und Oberschenkeln sammelt das Bindegewebe Fett und Wasser an. Hier entstehen oft sogenannte Dehn-streifen. Wenn die Risse in der Haut erst mal da sind, verschwinden sie nie wieder, deshalb ist hier Vorbeugen angesagt. Mit täglichen sanften Massagen mit dem Luffa-Handschuh und anschliessender Pflege mit Körperöl erzielen Sie die besten Ergebnisse. Zu Ihrem Weizenkeim- oder Mandelöl können Sie ein paar Tropfen Lavendel- oder Neroli-Aromatherapieöl beigeben - damit schmeicheln Sie auch Ihrer Nase.

Viele Schwangere klagen, vor allem gegen Ende der Schwangerschaft, über müde Beine. Wechselduschen regen die Blutzirkulation wieder an und bringen Schwellungen zum Abklingen. Daneben sollten die Beine zwischendurch immer wieder hochgelagert werden. Lassen Sie die Füsse dabei kreisen und bewegen Sie die Zehen hin nach vorne und hinten.  Die Schwangerschaft ist auch ein guter Zeitpunkt, um einen neuen Haarschnitt auszuprobieren. Das Haar glänzt und fällt jetzt besser als zuvor. Und nicht wenige Frauen verspüren Lust auf einen neuen «Look», der ihrem veränderten Lebensgefühl Rechnung trägt.
 
Hören Sie auf Ihr Baby
Um die 20. Woche, beim ersten Kind oft etwas später, werden Sie die Bewegungen Ihres Kindes zum ersten Mal deutlich spüren. Von nun an werden Sie die Reaktionen Ihres Kindes, zum Beispiel auf laute Musik, auf ein allzu üppiges Mahl, aber auch auf Streicheleinheiten direkt fühlen können. Spätestens jetzt werden Sie anfangen, Gespräche mit Ihrem Kind zu führen. Das ist normal und sinnvoll, denn Ihr Baby hört Sie im Mutterbauch und fühlt sich durch Ihre Stimme beruhigt. Und auch nach der Geburt hört das Baby am liebsten die vertraute Stimme seiner Mutter.

Auch Nahrungsmittel bergen Gefahren
Früher wurden Schwangere fast genötigt, wegen erhöhtem Eisenbedarf Kalbsleber zu essen. Heute werden jedoch die meisten Nutztiere mit Industriefutter gemästet, das 10 bis 20mal mehr Vitamin A enthält als eigentlich notwendig. Deshalb: Während der Schwangerschaft nicht öfter als ein bis zweimal im Monat Leber und andere Innereien essen. Wer die Infektionskrankheit Toxoplasmose noch nicht durchgemacht hat, sollte auf rohes Fleisch und rohe Eier verzichten, um nicht jetzt infiziert zu werden. Toxoplasmose ist nur für das ungeborene Kind gefährlich und kann auch durch Haustiere übertragen werden.

erstellt von Nadia Fernandez

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