Nervöse Blase nach der Geburt: was nun?

Jeder Körper verhält sich nach der Schwangerschaft anders. Bei einigen Frauen bildet sich der Bauch durch Bewegung im Alltag schnell zurück, andere müssen dafür regelmässig gymnastische Übungen betreiben. Schwangerschaft und Geburt wirken sich jedoch auch auf andere Art und Weise auf den Körper aus. Zum Beispiel verlieren viele Frauen nach einer Geburt ab und zu Urin beim Niesen und Husten, aber auch beim Lachen oder Hüpfen. Wir erklären, warum das passiert und was Betroffene tun können.

Der Grund für eine sensible Blase nach der Schwangerschaft ist die Belastung, die der Körper und besonders der Beckenboden während Schwangerschaft und Geburt erlebt haben: Der Verschlussmechanismus am Blasenauslass ist geschwächt. Besonders während des letzten Drittels der Schwangerschaft drückt das Gewicht des Babys nach unten, und bei der Geburt wird das Gewebe überdehnt und belastet. Ein weiterer Grund ist die Hormonumstellung während der Schwangerschaft.

Übungen gegen eine schwache Blase

Der Klassiker zur Stärkung der Blase ist das Beckenbodentraining. Bis der Beckenboden trainiert ist und versehentliches Wasserlassen selber verhindern kann, helfen spezielle Slipeinlagen wie z. B. lights by TENA, die den Urin schnell aufsaugen. Auf der Website kann man kostenlos eine Probebestellen. Neben Rückbildungskursen können die Übungen für den Beckenboden auch im Alltag ausgeführt werden. Welche einfachen Übungen man probieren kann, haben wir hier beschrieben. Für die meisten Übungen benötigen Sie keine Hilfsmittel ausser einer Matte, einem Stuhl und einem Handtuch. Wer möchte, kann auch mit sogenannten Konen trainieren. Die Trägerin führt sich diese ein und spannt dann die Beckenmuskulatur an, um die Kugeln im Becken zu behalten. Ziel ist es, sie täglich bis zu 15 Minuten zu tragen.

Pilates kräftigt Beckenboden

Eine andere Trainingsmethode ist Pilates. Es wurde speziell entwickelt, um die Muskulatur des ganzen Körpers zu kräftigen – insbesondere die Rücken-, Bauch- und Beckenbodenmuskeln. Ursprünglich wurden für Pilates spezielle Maschinen entwickelt, die beim korrekten Training helfen. Meist wird es heutzutage jedoch ohne Geräte auf einer Matte ausgeführt. Die Übungen für den Beckenboden können in einem Kurs oder zu Hause mit Hilfe von Trainingsvideos durchgeführt werden. Einen wichtigen Schwerpunkt in der Arbeit mit Pilates bildet das "Powerhouse". Die Muskeln des Powerhouse, auch als Korsettmuskulatur bezeichnet, werden während aller Pilates-Bewegungen angespannt. Die Atmung bleibt dabei fliessend und kontrolliert. Da der Beckenboden ein Teil vom Powerhouse ist, wird er bei allen Übungen mittrainiert. Einige Übungen finden Sie in dem nachfolgenden Video.

Die Übungen sollten regelmässig durchgeführt werden, damit sie langfristig Wirkung zeigen. Hat sich nach einem halben Jahr keine Besserung eingestellt, sollte ein Arzt konsultiert werden. 

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