Helfen Sie mit, die Entstehungsmechanismen einer postpartalen Depression zu entschlüsseln!

Eine postpartale Depression tritt bei etwa 15% aller Frauen im Rahmen der Geburt eines Kindes auf und ist damit eine sehr häufige Erkrankung bei Müttern.

Häufig wird auch von postnataler Depression, Wochenbettdepression oder Schwangerschaftsdepression gesprochen. Die Symptome einer postpartalen Depression gleichen denen einer Depression ausserhalb einer Schwangerschaft. Sie beinhalten z.B. Erschöpfung, Antriebslosigkeit, Leere, Stimmungsschwankungen, Traurigkeit, Schuldgefühle, Schlaf- und Appetitstörungen, Ängste, sozialer Rückzug und Selbstmordgedanken. Auch ablehnende Gefühle dem Kind gegenüber sind häufig. Leider sind postpartale Depressionen bislang noch ein Thema, über das aus Scham oder Angst oft geschwiegen wird.

Was weiss man bislang über die Ursachen von postpartalen Depressionen?

Es wurden bereits einige Studien dazu durchgeführt, welche persönlichen Erfahrungen und Eigenschaften das Entstehen einer postpartalen Depression begünstigen. Beispielsweise erhöhen Stress, einschneidende Lebenserfahrungen wie der Tod eines nahen Angehörigen oder finanzielle Sorgen das Risiko, an einer postpartalen Depression zu erkranken. Es ist davon auszugehen, dass die typischen Symptome einer postpartalen Depression mit bestimmten Hirnveränderungen in Zusammenhang stehen. Möglicherweise steht die postpartale Depression auch mit bestimmten anderen biologischen Prozessen in Zusammenhang, wie beispielsweise sogenannten epigenetischen Markern. Bislang wurden aber nur sehr wenige Studien hierzu durchgeführt. Wir möchten dies gerne ändern und untersuchen, welche Faktoren mit der Entstehung einer postpartalen Depression in Zusammenhang stehen.

Forschungsprojekt zu postpartalen Depressionen

Um zu untersuchen, welche Faktoren mit einer postpartalen Depression in Zusammenhang stehen, führen wir an der Universität Bern ein Forschungsprojekt zu diesem Thema durch. Wir hoffen so, neue Erkenntnisse zu den Ursachen von postpartalen Depressionen zu gewinnen, die in Zukunft möglicherweise neue Behandlungsmöglichkeiten aufzeigen können. Unser Forschungsprojekt besteht aus 2 Teilen: Einer Online-Studie und einer persönlichen Studie.

Online-Studie

Für unsere Online-Studie suchen wir Frauen, die momentan gerade schwanger sind oder aber aktuell gerne schwanger werden möchten. Wir erheben für diese Online-Studie verschiedene persönliche Daten und Informationen zu Eigenschaften, Einstellungen und dem Wohlbefinden der Teilnehmerinnen. Falls Sie gerade schwanger sind oder aber momentan schwanger werden möchten, finden Sie weitere Informationen zur Studienteilnahme unter: https://ilias.unibe.ch/goto_ilias3_unibe_svy_1012134.html

Persönliche Studie

Für unsere Studie an der Universität Bern möchten wir untersuchen, ob bestimmte Hirnveränderungen und biologische Marker mit einer postpartalen Depression und bei einem hohen familiären Risiko für diese Erkrankung auftreten. Deshalb suchen wir verschiedene Teilnehmer: Zum einen suchen wir gesunde Frauen im Alter zwischen 18-45 Jahren, die noch nie ein Kind geboren haben. Diese sollten entweder einen nahe Verwandte (Mutter, Schwester, Tochter) haben, die schon einmal unter einer postpartalen Depression gelitten hat, oder aber keine solche Verwandte haben. Zudem suchen wir Frauen im Alter von 18-45 Jahren, die momentan unter einer postpartalen Depression oder aber unter einer Depression ausserhalb einer Schwangerschaft leiden. Schliesslich suchen wir gesunde Frauen und Männer, die in den letzten 6 Monaten Mutter bzw. Vater eines Kindes geworden sind.

Bei dieser Studie erfassen wir mit Fragebögen und Gesprächen persönliche Eigenschaften und das Wohlbefinden. Mit Computer-Aufgaben und Papier-Bleistift-Tests messen wir geistige Fähigkeiten, wie z.B. das Gedächtnis und die Aufmerksamkeit. Um die Funktionsweise des Gehirns zu untersuchen, findet eine funktionelle Magnetresonanztomographie statt. Hierbei wird die Durchblutung des Gehirns erfasst, während Personen verschiedene Aufgaben lösen. Schliesslich erheben wir durch Blut- und Speichelproben biologische Faktoren, wie Hormone und bestimmte genetische Marker. An der Studie kann auch teilgenommen werden, wenn man keine Blutprobe abgeben möchte!

Detaillierte Informationen zur Studienteilnahme finden sich je nach Teilnehmergruppe:

Frauen, die einen Verwandten mit einer postpartalen Depression haben: https://www.puk.unibe.ch/PostpartaleDepression/Studieninfo_HRPPD.pdf

Frauen, die keinen Verwandten mit einer postpartalen Depression haben: https://www.puk.unibe.ch/PostpartaleDepression/Studieninfo_LRPPD.pdf

Frauen, die momentan an einer postpartalen Depression leiden: https://www.puk.unibe.ch/PostpartaleDepression/Studieninfo_PPD.pdf

Frauen, die momentan an einer Depression leiden: https://www.puk.unibe.ch/PostpartaleDepression/Studieninfo_MDD.pdf

Gesunde Väter: https://www.puk.unibe.ch/PostpartaleDepression/Studieninfo_Vaeter.pdf

Gesunde Mütter: https://www.puk.unibe.ch/PostpartaleDepression/Studieninfo_Muetter.pdf 

Kontakt und Studienort

Haben Sie Interesse an der Studie oder Fragen dazu? Nehmen Sie unverbindlich mit uns Kontakt auf, um sich persönlich weiter zu informieren. Alle Angaben werden vertraulich behandelt.

Leiter der Studie: Prof. Dr. med. Thomas Müller

Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Bolligenstrasse 111, 3000 Bern 60

Telefonnummer: +41 31 932 8510

Email: muellerpuk.unibe.REMOVE-THIS.ch

Studienkoordinatorin: Dr. phil. Martina Papmeyer 

Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Bolligenstrasse 111, 3000 Bern 60 

Telefonnummer: +41 31 930 9599 

Email: martina.papmeyerpuk.unibe.REMOVE-THIS.ch

erstellt von Prof. Dr. med. Thomas Müller

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