Was macht einen guten Thek aus?

Beim Thek-Kauf sollte Ihr Kind auf jeden Fall mitentscheiden dürfen. Nur so stellen Sie sicher, dass dieser passt und gefällt. Voll stylisch oder echt uncool – für Kinder gibt es nur zwei Urteile über Schultheks. Doch diese sollten mehr bieten als einen coolen Look.

Experten raten beim Kauf aus orthopädischen und Sicherheitsgründen, folgende Punkte zu beachten:

  • Gesamtgewicht: Als Faustregel gilt, dass der bepackte Thek nicht mehr als 10 Prozent des eigenen Körpergewichts wiegen sollte. Das Gewicht zu schätzen, reicht nicht, stellen Sie den gepackten Thek lieber auf die Waage.
  • Idealmass: Der Thek sollte hochformatig, nicht wesentlich breiter als die Schulterpartie des Kindes sein und die Oberkante mit den Schultern abschliessen. Das Rückenteil sollte ergonomisch geformt sein. Eine Reliefpolsterung verbessert die Druckbelastung und die Trageeigenschaften. In Verbindung mit einem aufgerauten Stoffbezug wird beim Schwitzen das Festkleben am Rücken verhindert. Ausserdem verrutscht der Thek nicht so leicht.
  • Trageriemen: Die Gurte müssen gut gepolstert, leicht verstell- und schliessbar sowie ergonomisch geformt sein. Sie sollten mindestens 4 cm breit und nicht zu kurz oder zu lang sein. Bringen Sie Ihrem Kind bei, den Schulthek immer mit beiden Gurten zu tragen und ihn keineswegs wie eine Umhängetasche zu gebrauchen. Falls der Thek einschnürt, scheuert oder drückt: richtig einstellen! Zu lange Tragegurte verlagern den Schwerpunkt nach hinten. Die untere Taschenkante verursacht dabei Druckstellen im Bereich der Lendenwirbelsäule und begünstigt einen Hohlrücken. Der Gurtabstand darf an der Schulter nicht mehr als 13 cm betragen, damit der Thek dicht am Körper getragen werden kann.
  • Sicherheit: Für die Verkehrssicherheit ist es erforderlich, an den Vorder- und Seitenteilen mindestens 10 Prozent reflektierende und 20 Prozent orangerote, fluoreszierende Flächen anzubringen. Hier kann durch Klebefolien noch nachgerüstet werden.
  • Eigengewicht: Eine Schultasche sollte ohne Inhalt in den ersten beiden Schuljahren nicht mehr als 1,2 Kilogramm wiegen. Später nicht mehr als 1,5 Kilogramm. Ledertheks sind für die Unterstufe meist zu schwer. Eine gute Alternative, nicht nur als Schulthekersatz, sondern auch als Hilfsmittel im Alltag, bieten Rucksäcke. Werden sie richtig getragen und eingestellt, erreicht man damit ebenfalls eine optimale Lastenverteilung auf dem Rücken.

Wichtig: Machen Sie ab und zu einen Schulthek-Check, sodass ihr Kind unbeschwert die Schule geniessen kann.

erstellt von Redaktion: Christina Bösiger