Bewegung ist wichtig - für Kinder ganz besonders!

Kinder brauchen Bewegung - um sich wohlzufühlen, um sich selbst und die Dinge ihrer Umwelt kennen zu lernen, um mit anderen Menschen Kontakt aufzunehmen und sich ihnen mitzuteilen.

Bewegung ist zudem die Grundlage ihrer geistigen Entwicklung: Bevor sie sich einen "Begriff" von Gegenständen machen können, müssen sie mit all ihren Sinnen erfassen und begreifen können. Lernen im frühen Kindesalter ist in erster Linie Lernen über Wahrnehmung und Bewegung. Das Kind lernt also die Welt nicht durch die Vorstellung und auch nicht durch Belehrung kennen, sondern nur durch das eigene Tun. Was zum Beispiel Gleichgewicht bedeutet, kann es nur verstehen, wenn es in verschiedenen Situationen mit dem Gleichgewicht experimentiert: Kinder brauchen Bewegung – um sich wohlzufühlen, um sich selbst und die Dinge ihrer Umwelt kennen zu lernen, um mit anderen Menschen Kontakt aufzunehmen und sich ihnen mitzuteilen. Bewegung ist zudem die Grundlage ihrer geistigen Entwicklung: Bevor sie sich einen "Begriff" von Gegenständen machen können, müssen sie mit all ihren Sinnen erfassen und begreifen können. Lernen im frühen Kindesalter ist in erster Linie Lernen über Wahrnehmung und Bewegung. Das Kind lernt also die Welt nicht durch die Vorstellung und auch nicht durch Belehrung kennen, sondern nur durch das eigene Tun. Was zum Beispiel Gleichgewicht bedeutet, kann es nur verstehen, wenn es in verschiedenen Situationen mit dem Gleichgewicht experimentiert: über schmale Mauern balanciert, auf einem wackeligen Brett zu stehen versucht, Bälle einfängt - all das gibt einem Kind Gelegenheit, selber Erfahrungen zu machen und gleichzeitig die Gesetzmässigkeiten der Dinge kennen zu lernen. Erwachsene, die das Kind bei dieser Erfahrungssuche behindern, zum Beispiel indem sie vorschnell ein-greifen, ständig belehren oder sogar Tätigkeiten verbieten, auch wenn es nicht wirklich gefährlich ist, verhindern nicht nur wichtige Bewegungserfahrungen, sondern schränken das Kind auch im Aufbau seiner Begriffswelt und in seiner Denkentwicklung ein. Das Kind reagiert verunsichert.

Erfahrungswelt ist eingeengt
Um Kindern möglichst früh vielfältige Erfahrungen zu ermöglichen, brauchen sie eine Umwelt, die ihrem Bedürfnis nach Aktivität und selbständigem Handeln entgegenkommt. Allerdings wird heute ihre Lebens- und Erfahrungswelt immer mehr eingeengt: Moderne Wohn- und Verkehrssituationen führen zu einer Begrenzung, Technik und Motorisierung verdrängen die Kreativität, schränken die Spiel- und Bewegungsmöglichkeiten ein und hindern Kinder an der unmittelbaren Erschliessung ihrer Lebens- und Erfahrungsräume. Auf der anderen Seite sind Kinder einer unüberschaubaren Vielzahl von elektronischen Medien ausgesetzt, deren Einfluss sie sich kaum entziehen können. In einer Welt des Tastenbedienens und Knöpfedrückens wird der Körper wenig gebraucht und so besteht schon bei kleinen Kindern die Gefahr, dass sich ihre sinnliche Wahrnehmung vorwiegend auf das Sehen und Hören reduziert. Alle Sinnesorgane brauchen jedoch Anregungen, um zu funktionieren und zu wachsen. Sie brauchen Training, um sich weiterzuentwickeln. Sie müssen benutzt werden, um nicht zu verkümmern. Kinder, deren Spiel- und Bewegungsbedürfnisse nicht erfüllt werden, weisen häufig nicht nur in ihrer körperlichen Entwicklung und ihrem Bewegungsverhalten Defizite auf, sondern auch in ihrer Sprachentwicklung, Konzentrationsfähigkeit oder Intelligenzentwicklung.

«Eltern, die einen kleinen Bewegungsmuffel zu Hause haben, können ihm erklären: Ein Körper ist wie eine Maschine, die regelmässig bewegt werden muss, damit sie nicht rostet», empfiehlt Andreas Krebs, Sportlehrer und Projektleiter SMBA, Institut für Bewegungswissenschaften und Sport an der ETH Zürich. «Viel besser noch: Machen Sie Ihrem Kind Lust auf Bewegung. Seien Sie auch in dieser Beziehung ein Vorbild! Unternehmen Sie gemeinsame Aktivitäten wie Veloausflüge, Wanderungen, Bergtouren. Gestalten Sie Garten, Spielplätze und Kinderzimmer so, dass sie zum Bewegen einladen – mit Schaukeln, Trampolin, Turnstangen, Springseilen, Jonglierbällen oder Frisbees. Und das Wichtigste: Bewegen Sie sich mit - lassen Sie das Auto so viel wie möglich stehen! Sorgen Sie dafür, dass Ihr Kind den Schulweg selber unter die Füsse nimmt. Lassen Sie es seine Erfahrungen mit anderen Kindern dort selber machen. Auch wenn es regnen sollte, nehmen Sie ihm den Weg nicht ab, denn es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleider. Im Sommer können Fahrräder, Scooter, Inliners und Einräder eingesetzt werden, damit das Kind seinen Bewegungsdrang ausleben kann. Achten Sie auch darauf, dass im Unterricht nicht nur im Stillsitzen gelernt wird.