Milch für schlaue Köpfe

Schule heisst rechnen, schreiben und lesen lernen. Das stellt hohe Anforderungen an Gedächtnis, Wahrnehmung, Aufmerksamkeit und Informationsverarbeitung von Schulkindern. Eine ideale Nährstoffversorgung kann die kognitiven Leistungsfähigkeiten bei Kindern fördern.

Milch: Brainfood für Schulkinder.

Aminosäuren – die kleinsten Bausteine der Eiweisse – und Fettsäuren bilden die Grundsubstanz des Gehirns und sorgen dafür, dass es gut funktioniert. Aminosäuren wirken positiv auf die Stim-mung und mildern Stress. Kohlenhydrate liefern Energie für das Gehirn, besonders langsam verfügbare Kohlenhydrate sind günstig für die Gedächtnisleistung und die Aufmerksamkeit. Kalzium hilft bei der Datenvermittlung im Gehirn und sorgt für starke Nerven. Vitamin B2 ist für die Energieproduktion in den Zellen verantwortlich und stellt die Gehirnleistung sicher. Die Vitamine B6 und B12 dienen dem Gehirn als Botschaftenübermittler. Jod ist für die Produktion der Schilddrüsenhormone essenziell und diese wiederum für das Wachstum und die Entwicklung des Gehirns. Milch liefert all diese Nährstoffe in relevanten Mengen.

Deshalb lohnt es sich in jedem Fall, vor Schulbeginn ein Frühstück anzubieten, um Geist und Körper leistungsfähig zu machen. Idealerweise besteht das Frühstück aus einem Milchprodukt, frischen Früchten, Nüssen oder Samen und ein wenig Vollkorn. Wahlweise kann es auch Butter, Konfitüre oder Honig enthalten. Ein Birchermüesli oder ein Brot mit Käse und dazu Obst sind ideale Beispiele. Für Kinder, die am Morgen noch nichts essen mögen, sollte es zumindest ein nahrhaftes Milchgetränk sein. Dies liefert die erste Menge an Flüssigkeit, wertvollen Nährstoffen und füllt die leeren Energiespeicher auf. Mit dem Znüni können die fehlenden Lebensmittelgruppen ergänzt werden.

Milch als Brainfood
Schwer verdauliches Essen belastet die Verdauung. Dies wiederum beeinflusst die Konzentration und Leistungsfähigkeit. Ist eine Mahlzeit zu fettig, so ist der Körper mit der aufwendigen Verdauungsarbeit beschäftigt und die Konzentration lässt nach. Milchfett ist leicht verdaulich. Der Grund dafür: Milchfett ist als Milchfettkügelchen angeordnet. Die Membranen der Fettkügelchen enthalten natürliche Emulgatoren, die die Fettverdauung vereinfachen. Ausserdem sind die Fettsäuren der Milch kurz- und mittelkettig. Dieses Fett geht einen einfacheren Weg bei der Verdauung. Und Milchfett schmilzt schon unterhalb der menschlichen Körpertemperatur, auch das macht es leicht verdaulich.

Milch statt Saft
Zum Zmorge ist ein Glas Milch besser geeignet als Fruchtsaft. Denn Milch macht wegen ihres Eiweissgehaltes – speziell dem Molkenprotein – viel länger satt und liefert zudem noch reichlich Nährstoffe, vor allem Kalzium. Milch lässt im Vergleich zu Fruchtsaft den Blutzucker langsam ansteigen. Dadurch muss nur wenig Insulin ausgeschüttet werden und der Blutzuckerspiegel bleibt stabil, was vor Heisshunger schützt. Für Schulkinder werden drei Milchportionen am Tag empfohlen. Eine Portion entspricht 2 dl Milch oder 150–200 g Jogurt, Quark oder Hüttenkäse oder 30–60 g Käse.

Kein Übergewicht durch Milch
Die Zusammensetzung der Milch reguliert die Nahrungsaufnahme und den Appetit. Milch sorgt für die Ausschüttung bestimmter Hormone, die Hunger und Sättigung regulieren. Milchproteine machen schnell satt und verzögern den Hunger. Auch Kalzium scheint den Appetit zu beeinflussen. Milch hat zudem eine positive Wirkung auf die Körperzusammensetzung, denn ihre Inhaltsstoffe können den Abbau von Körperfett stimulieren bei gleichzeitigem Erhalt der Muskeln. Und vergleichsweise liefert Milch nur wenig Energie, Milch fördert Übergewicht also nicht. Stark verarbeitete Produkte mit hoher Energiedichte wie Chips, Pommes frites oder Süssgetränke sind hingegen problematisch in Bezug auf das Gewicht.

Tipps und Anregungen, wie das Frühstück optimiert werden kann und welches Znüni zum Zmorge passt, gibt es unter www.swissmilk.ch/family.

erstellt von pd