Fotos fürs Familienalbum selbst drucken

Runde Geburtstage, an denen alle Familienmitglieder zusammen kommen, Weihnachten, der erste Schultag eines Kindes – es gibt unzählige Gelegenheiten, die es sich mit der Kamera festzuhalten lohnt. Dank digitaler Fotographie lassen sich die Ergebnisse problemlos mit allen Anwesenden teilen, schöner ist es jedoch, sie in Papierform in ein Album kleben zu können.

Anstatt sie wie früher beim Spezialisten entwickeln zu lassen, kann man Fotos heutzutage auch problemlos ausdrucken. Das geht entweder bei Drogerien, bei Online-Anbietern, bei denen man die Bilder hochladen kann, oder auch ganz bequem zu Hause. Für qualitativ hochwertige Druckergebnisse sollte man sich allerdings einen speziellen Fotodrucker zulegen.

Verschiedene Technologien für den Fotodruck

Die gängigsten Varianten von Fotodruckern sind die folgenden beiden:

1. Tintenstrahl-Fotodrucker

Der größte Vorteil dieser Technologie ist die Vielseitigkeit der Geräte. Sie sind meist auf die Größe A4 ausgelegt, so dass man neben Fotos auch andere Dokumente ausdrucken kann. Wer sich einen Tintenstrahl-Fotodrucker zulegt, braucht also keinen weiteren Drucker, sondern bekommt eine Rundumversorgung, die für den normalen Heimgebrauch völlig ausreicht.

Da solche Geräte nicht auf einen bestimmten Papiertyp festgelegt sind, kann man an dieser Stelle mit kostengünstigen Produkten auch ordentlich Geld sparen. Bei der Tinte sollte man das allerdings nicht tun, da die Qualität der Ausdrucke erheblich darunter leidet.

Apropos Qualität der Ausdrucke: Ein Tintenstrahldrucker ist zwar sowohl in der Anschaffung als auch in Sachen Kosten pro Bild die günstigere Alternative, die Fotos sind allerdings nicht lichtresistent, so dass sie mit der Zeit ausbleichen.

2. Thermosublimations-Fotodrucker

Dieses Problem hat man beim Thermosublimationsdruck nicht. Hier wird die Farbe nicht aus Düsen auf das Papier aufgespritzt; stattdessen werden Farbfolien verwendet, die an den entsprechenden Stellen erhitzt werden. So diffundiert die Farbe auf den zu bedruckenden Untergrund. Die Tatsache, dass die Farbpartikel dabei den Aggregatszustand wechseln, gibt der Technologie ihren Namen.

Zusätzlich zur Farbe wird eine Schutzschicht aufgetragen, die dafür sorgt, dass das Ergebnis langlebig wird. Hersteller versprechen teilweise eine Farbtreue von bis zu 100 Jahren. Auch die Farbqualität an sich ist deutlich höher als bei Tintenstrahldruckern. Durch exakte Dosierung der Hitze sind pro Farbton bis zu 60 Abstufungen möglich.

Diese Qualität, die sehr nahe an die eines Fotolabors herankommt, hat natürlich ihren Preis. Sowohl die Geräte selbst als auch jeder einzelne Ausdruck sind teurer als bei der Tintenstrahl-Variante. Außerdem benötigen sie ein spezielles Papier, das ebenfalls relativ teuer ist.

Thermo-Fotodrucker sind außerdem ausschließlich auf das Ausdrucken von Bildern ausgelegt. In den meisten Fällen sind sie auf das Format 10x15 genormt. Briefe lassen sich damit also nicht zu Papier bringen – wegen der geringen Größe sind sie allerdings leicht überall mit hinzunehmen. So kann man die gemachten Fotos direkt auf der Familienfeier ausdrucken und verteilen.

Vor- und Nachteile der Verfahren auf einen Blick

Verfahren

Vorteile

Nachteile

Anschaffungskosten

Tintenstrahldruck

- Universell einsetzbar

- Nicht auf bestimmtes Papier festgelegt

- Kosten pro Bild deutlich geringer

- Fotos sind nicht lichtbeständig

- Ergebnisse sind qualitativ nicht sehr hochwertig

- Ab ca. 60 €

Sublimationsdruck

- Hochwertige Ergebnisse

- Hervorragende Farbabstufung

- Lichtbeständige Bilder

- Auf Bilder beschränkt

- Kosten pro Bild höher

- Ab ca. 120 €

Fazit

Es kann sich durchaus lohnen, sich einen speziellen Fotodrucker zuzulegen. Je nach den individuellen Anforderungen können auch beide Varianten sinnvoll sein. Der größte Vorteil davon, Bilder selbst auszudrucken, ist die Möglichkeit, sie selbst zu bearbeiten und den zu druckenden Ausschnitt zu bestimmen. Auch die sofortige Verfügbarkeit kann überzeugen. Kosten spart man im Vergleich zum professionellen allerdings Drucken kaum.

Mehr über die Funktionsweise von Fotodruckern kann man auf dieser Website erfahren. Dort gibt es auch Infos zu den Technologien, die hier nicht vorgestellt wurden.

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