Teure Babysitter in der Schweiz

Eine aktuelle Studie der Homecare-Plattform Yoopies zeigt erstmals, was Babysitter in der Schweiz verdienen. Mit einem Netto-Durchschnittslohn von rund 16 Franken, gehören Schweizer Babysitter zu den teuersten in ganz Europa.

In St. Gallen verdienen Babysitter schweizweit am meisten. Günstiger sind sie in Uri und im Jura.

Die Stundenlöhne der Babysitter variieren sehr stark zwischen den einzelnen Kantonen. Am teuersten ist es für Familien in der Stadt St. Gallen und in Zug, wo der Netto-Durchschnitslohn eines Babysitters bei 23.64 Franken bzw. 22.89 Franken liegt. Am günstigsten ist es im Kanton Uri (11.87 Franken) und im Jura (11.31 Franken). „Auf nationaler Ebene bewegen sich die Stundenlöhne auf dem gleichen Niveau wie im Vorjahr. Wir konnten jedoch bei den preisgünstigen Kantonen einen starken Nachholbedarf beobachten“, erklärt Mounir Laggoune, Leiter von Yoopies Schweiz. Das heisst, dass sich die Preise in den günstigeren Kantonen in den kommenden Jahren vermutlich noch weiter gegen oben anpassen werden. Als weiteren preistreibenden Faktor sieht Yoopies den hohen Mangel an Krippenplätzen.

Aber auch wenn das nicht passiert, sind die Babysitter in der Schweiz mit einem Netto-Durchschnittslohn von 16.02 Franken die teuersten in ganz Europa. Danach folgen Grossbritannien (14.50 Fr.) und Frankreich mit 9.28 Franken. Wesentlich günstiger kann man Babysitter in Spanien (8.21 Fr.), den Niederlanden (8.00 Fr.) und Portugal (7.16 Fr.) engagieren.

Der markante Preisunterschied zwischen der Schweiz und Europa ist unter anderem mit dem Wechselverhältnis zwischen berufstätigen Frauen und der damit verbundenen hohen Nachfrage an Babysittern zu erklären. In Kantonen, in denen viele erwerbstätige Frauen leben, ist gleichzeitig auch eine grosse Nachfrage nach Kinderbetreuern festzustellen, schreibt Yoopies.

erstellt von red

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