Kunstwerke im Schnee

Alles, was man für sogenannte «Land Art» braucht, liegt uns buchstäblich zu Füssen. Die Natur liefert uns das Material, wir brauchen nur noch das Auge für diese Schätze und die Ideen. Letztere entstehen meist direkt vor Ort.

Land Art, auf gut Deutsch «Land-Kunst» bedeutet nichts anderes als künstlerische Landschaftsgestaltung. Diese Kunstrichtung entstand in den 60er-Jahren des letzten Jahrhunderts. Dabei wurden grosse Landschaften wie Wüsten, Felder oder Wasserf lächen genutzt, um Kunstobjekte zu errichten.

Dieses Konzept lässt sich natürlich auch im kleineren Massstab umsetzen, wie unsere Fotostory zeigt. Verwendet werden darf buchstäblich alles, mit Ausnahme natürlich der Blumen in Nachbars Garten oder geschützter Pflanzen in den Alpen ... Aus der ersten Idee entsteht oft schon die nächste. Aus morschen Ästen wird Baumaterial für einen Kreis im Schnee, und plötzlich entstehen Schneeglaces, wie im grossen Bild vorne zu sehen. Gerade im Schnee wirken Kontrastfarben und klare Formen besonders stark. Deshalb wird beispielsweise aus «Dreck» ein wunderbarer Dekorationsstoff in der weissen Pracht.

Wer im Winter «Land Art» gestaltet, braucht warme Kleidung, gute Handschuhe, einen warmen Tee als Proviant und viel Zeit. Als Hilfmittel eignen sich eine Baumschere, ein Taschenmesser oder – wie hier zu sehen – Rechaudkerzen. Man kann aber auch ohne Material losziehen und sich ganz und gar auf das beschränken, was die freie Natur hergibt.

Der Sozial- und erlebnispädagoge Patrick Horber, der diese Fotostory für den FamilienSPICK umgesetzt hat, hat sich der «Land Art» verschrieben und erteilt auch Kurse. Auf seiner Webseite sind viele Beispiele für künstlerische Gestaltung in Landschaften in allen Jahreszeiten und weitere Informationen zu finden. Mehr unter www.streuwerk.ch