Fruchtbarkeitsuntersuchung – Ja oder Nein?

Nach einem Jahr sollten Frauen, die erfolglos versucht haben, schwanger zu werden, und ihre Partner eine Fruchtbarkeitsuntersuchung machen lassen. Die Kosten für diese Untersuchung werden von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen.

Das Paar kann zeitgleich untersucht werden, so braucht es nicht allzu lange zu warten, bis erste Ergebnisse vorliegen. Die Untersuchungen von Frau und Mann unterscheiden sich deutlich. Bei der Frau gibt es folgende Möglichkeiten:

1.  Körperliche Untersuchung

Bei der körperlichen Untersuchung werden die Genitalorgane abgetastet und mit Ultraschall nach möglichen Entzündungen abgesucht. Hierbei wird auch ein Abstrich vorgenommen.

2.    Basaltemperaturkurve

Bei der Basaltemperaturkurve werden alle wichtigen Daten über einen bestimmten Zeitraum notiert, um zu sehen, ob die Frau überhaupt einen Eisprung bekommt.

3.    Postkoitaltest

Mit dem Postkoitaltest wird eine mögliche Unverträglichkeit zwischen Spermien und Zervixschleim nachgewiesen, indem der Gebärmutterhalsschleim untersucht wird.

4. Urinuntersuchung

Mit der Urinuntersuchung kann eine bakterielle Ursache nachgewiesen werden.

5. Bildgebende Verfahren zur Untersuchung der Eileiter
Bildgebende Verfahren sind Röntgenaufnahmen, die mit Zugabe von Kontrastmitteln gemacht werden.

6. Gebärmutterspiegelung

Bei der Gebärmutterspiegelung werden mögliche Fehlbildungen, Verwachsungen, Myome und Schleimhautveränderungen in der Gebärmutter erkannt.

7.    Hormonuntersuchung

Die Hormonuntersuchung wird erst dann gemacht, wenn durch die anderen Untersuchungen genügend Ergebnisse vorliegen. Hier werden die verschiedenen Hormone an unterschiedlichen Tagen gemessen.

Beim Mann kann die Fruchtbarkeit auch über eine Hormonuntersuchung oder eine Blutprobe getestet werden. In den meisten Fällen wird aber das Ejakulat untersucht. Im Normalfall sollte eine Spermienanzahl von mindestens 20 Mio./mml beweglichen Spermien vorhanden sein.

Nach den Tests wird der Arzt die Ergebnisse mit dem Paar besprechen. Anschliessend wird entschieden, ob und mit welcher Behandlung begonnen werden soll.

erstellt von Martina Kaiser