Viel Platz und Extras für die Familie

Der Autohersteller Skoda nennt sein Modell Kodiaq in der Werbung kurz und bündig «Familienfreund». Grund genug für unser Testteam, das Fahrzeug genauer unter die Lupe zu nehmen. Unser Fazit: Der Kodiaq eignet sich in der Tat auch für grössere Familien – und enthält jede Menge Details, die das Reisen mit Kindern erleichtern.

FamilienSPICK

Es war eine Art Heimspiel für das Testteam mit mir am Steuer und Nina (8) und Lynn (6) als Expertinnen aus Kindersicht. Denn wir sind auch privat seit einigen Jahren mit einem Skoda unterwegs. Allerdings mit einem anderen Modell, und es war nicht ganz einfach, den Mädchen zu erklären, warum dieser Skoda ganz anders aussieht als «Lea» – so haben sie unser Auto getauft. Vor allem ist der Kodiaq um einiges grösser und wuchtiger. Mal im Wageninnern angelangt, fielen ihnen dann einige Parallelen auf. Allerdings auch zahlreiche Unterschiede, von denen viele erkennbar die Familien als Zielgruppe haben.

Kindersicherung auf Knopfdruck

Zum Beispiel die «Jumbo-Box», ein sehr grosses Ablagefach in der Mittelarmlehne. Wer oft mit Kindern unterwegs ist, weiss, wie viele Dinge sich ansammeln, die man gerne schnell griffbereit haben würde. Oder die elektronische Kindersicherung, die im Alltag sehr praktisch ist. Die sonst übliche mechanische Kindersicherung direkt in den hinteren Türen hat ihre Tücken. Mal aktiviert man sie, weil Kinder an Bord sind, dann fahren Erwachsene hinten mit, die sich wundern, wenn sie nicht mehr aus dem Wagen kommen. Beim Kodiaq wird das Problem mit einer elektronisch bedienbaren Kindersicherung gelöst, die man vom Fahrersitz aus auf Knopfdruck an- und abstellt. «Schlafpaket» nennt sich eine Vorrichtung bei den hinteren Sitzen, die es ermöglicht, bei den Kopfstützen verstellbare Seitenteile auszuklappen – so kann man auf langen Fahrten einschlafen, ohne seitlich «wegzuklappen», eine kuschelweiche Decke inbegriffen. Ebenfalls gedacht hat man an einfach anzubringende Tablet-Halter. Das alles haben wir nicht im Detail ausgetestet – geschlafen hat auf der Testfahrt niemand –, aber es klingt gerade für Familien vielversprechend. Unter den optional erhältlichen Extras gibt es auch einiges, das Familien mit Kindern das Leben erleichtert. Zum Beispiel das «Virtual Pedal», das es ermöglicht, mit einer Fussbewegung den Kofferraum zu öffnen. Wer in einer Hand den Koffer und an der anderen ein Kind hat, weiss das zu schätzen. In der Grundausführung lässt sich das Heck auch mit Fernbedienung öffnen. Allenfalls kostensparend ist der Türschutz, der dafür sorgt, das beim Öffnen der Tür wie von Zauberhand eine Schutzleiste ausfährt und so verhindert, dass beim Touchieren eines Hindernisses oder eines benachbarten Autos Schäden entstehen. Gerade Kinder achten beim Aussteigen ja selten auf solche Gefahren. Besonders beeindruckt hat uns ein weiteres Detail: In beiden Vordertüren ist ein kleines Fach integriert, in die ein Regenschirm passt. Denn man weiss ja bekanntlich nie wohin mit den Dingern. Da das Wasser in diesem Fach innen abläuft, lässt sich dort sogar der pudelnasse Regenschirm verstauen.

Sicherheits-Extras

Auch sonst bot unser Testmodell in seiner Ausführung alles, was das Herz begehrt. Das Navigieren in der engen Parkgarage war dank der Rundumsicht auf dem Display problemlos, das Umfeld des Fahrzeugs wird aus verschiedenen Perspektiven angezeigt. Sollte man dennoch beim Rückwärtsmanövrieren mal unachtsam sein, sorgt ein Rangierassistent dafür, dass das Auto automatisch abgebremst wird. Keine Frage, in früheren Zeiten kurvten wir alle ohne diese Hilfsmittel durch die Gegend, aber alles, was das Leben leichter und sicherer macht, ist begrüssenswert – vor allem mit Kindern im Gepäck. Apropos Kinder: Der Skoda Kodiaq bietet Platz für sieben Personen und ist damit auch für grössere Familien geeignet. Und die Fahrt an sich? Die war angenehm. Wie es sich für ein Familienfahrzeug der neuen Generation gehört, spürt man nicht viel von den doch beachtlichen Dimensionen des Wagens und gleitet sportlich-dynamisch durch den Verkehr. Unser Fazit: Der Kodiaq reiht sich in die Liste der Autos, die für Familien in die engere Wahl gehören, da hier an sehr vieles gedacht wurde, das mit Kindern in Betracht gezogen werden muss.

erstellt von Stefan Millius