Alptraum Wohnungseinbruch: Warum auch Ihr Haushalt betroffen sein könnte

Kochen gerade Emotionen in Ihnen hoch? Uralte Bereiche in unserem Gehirn können uns speditiv durch Aussendung von Botenstoffen in die verschiedensten Gefühlszustände versetzen. So können beispielsweise von aussen erzeugte Angstgefühle unterbewusst das eigene Denken stark beeinflussen. Sowohl in den Medien, in der Politik als auch in der Werbung wird dieses Wissen über unser limbisches System genutzt, um partikulare Interessen durchzusetzen

1: Ungesicherte Türen sind eine regelrechte „Einladung zum Einbruch“ – auch für Gelegenheitsverbrecher.

In der Wirtschaft hat sich ein ganzer Fachbereich namens Neuromarketing darauf spezialisiert. Doch nicht immer muss eine derartige „Aktivierung“ von Mitmenschen problematisch sein. Auch dieser Artikel versucht, bei Ihnen das Bedürfnis nach Bewahrung von Sicherheit zu aktivieren. Dadurch muss er jedoch nicht zwangsläufig perhorreszieren; es geht hierbei lediglich um eine Warnung und dafür ist das Aktivieren von Stimmungen auf Ihrer Seite mehr als dienlich. Sie haben liebe Mitmenschen sowie Hab und Gut, das Sie um jeden Preis schützen wollen? Dann sollten Sie sich mit dem Gedanken vertraut machen, dass auch Ihre Familie von Einbrechern potenziell gefährdet sein kann. Auch wenn die Polizei in gefährdeten Vierteln vermehrt Streife fährt, werden dadurch die Einbruchszahlen nicht geringer. Effektiv ist nur, was Sie dagegen tun. Und Sie können viel zur Einbruchsprävention beitragen. Worauf es ankommt, erfahren Sie hier.

Die Nutzung des limbischen Systems: Entwicklungsgeschichtlich betrachtet, ist das limbische System ( Säugetiergehirn) eine Gehirnregion, die auch in ähnlichen Zügen bei Reptilien und besonders bei Säugetieren zu finden ist. Das limbische System lenkt Sie und mich unbewusst mithilfe von drei Imperativen:

  • Balance: Suche nach Nähe zur Gemeinschaft
  • Dominanz: Stärke erleben wollen
  • Stimulanz: Forschungsdrang und Sicherung der Fortpflanzung

Wir sind uns der Einflüsse dieses Urgehirns kaum bewusst und nehmen diese lediglich über Gefühle wahr. Das heisst, dass sämtliche Ihrer Denk- und Handlungsweisen vom limbischen System durchdringt werden. Erst im Nachhinein ist Ihr Grosshirn dann in der Lage auf Basis der dort gespeicherten Informationsbestände die jeweilige Situation zu interpretieren. Auf diese Weise müssen wir tagtäglich mit den emotionalen Reaktionen unseres Urgehirns, angeregt durch äussere Umweltreize, klarkommen. Doch dies ist eine unabwendbare Tatsache, denn schliesslich gilt: Man kann nicht nicht kommunizieren! Aus diesem Grund sprechen ich nun bewusst alle drei Imperative Ihres limbischen Systems an, indem ich Ihnen sage: Prüfen Sie, wie einbruchssicher der Rückzugsort Ihrer Familie ist! Achten Sie auch darauf, ob Ihr Haus mit einem geheimen Symbol gekennzeichnet ist. Dieses gibt Einbrecherbanden wertvolle Tipps über die Wohnsituation Ihres Haushalts.

Die Perspektive des Einbrechers: Wenngleich die Entscheidung eines Menschen, einen Einbruch zu begehen, aus den verschiedensten individuellen Motiven erfolgen kann, so stehen bei fast allen Einbrechern finanzielle Erwägungen an oberster Stelle – dicht gefolgt von einer wie auch immer gearteten Angriffigkeit. Die erwartete Rentabilität eines Einbruchs ist für diese ein massgebliches Kriterium. Ausserdem geben vernommene Einbrecher zu, dass Fenster und Türen ihr Hauptangriffsziel seien. Besonders attraktiv sind diese dabei, wenn sie blickgeschützt bzw. zugebaut oder zugewachsen sind. Eine Wohnung ist grundsätzlich gefährdet, wenn sie sich ausserdem in der Nähe von Bahnstationen, Drogenumschlagplätzen und Einkaufszentren befindet. Eine hohe Frequenz von Passanten, wie beispielsweise in der Nähe von öffentlichen Einrichtungen, wirkt jedoch auf Einbrecher weitestgehend abschreckend. Überdies darf die Abwesenheit der Wohnungsbesitzer nie zu deutlich in Erscheinung treten. Ebenso abschreckend wirken auf Einbrecher:

  • Unbestimmbare Geräusche
  • Einzelne Lichtquellen
  • Adäquate Sicherheitstechnik

Adäquate Sicherheitstechnik: In der Einbruchsprävention werden „weiche“ und „harteFaktoren differenziert. Fakt ist: Während mechanische Sicherungen ihren Fokus eher auf Gelegenheitstäter richten, wenden elektronische Sicherungsmassnahmen sich an professionell agierende Täter. Die Polizei geht davon aus, dass eine Kombination dieser beiden Techniken die optimalste Form von Schutz biete. Und tatsächlich: Durch die richtige Technik bleiben immer häufiger Wohnungseinbrüche im Ansatz stecken. Nicht nur befestigte Fenster sondern auch zertifizierte gesicherte Garagen- und Haustüren sollten Sie in Erwägung ziehen. Sichtbare Sicherungstechnik bedeutet für den Täter eine längere „Arbeitszeit“ und ein entsprechend höheres Entdeckungsrisiko. Üblicherweise gibt er nach etwa 3 Minuten vergeblichen Tuns auf, sofern er nicht ein anderes „Schlupfloch“ findet. Über folgende Sicherheitsmythen sollen Sie ausserdem Bescheid wissen:

  • Alarmanlagen: Diese können zwar keinen Einbruch verhindern, jedoch diesen in Bruchteilen einer Sekunde per Alarm indizieren, wodurch es dem Einbrecher erschwert wird, zu fliehen.
  • Estrich: Bei vorhandenen Aufstiegshilfen sollten Sie auch Dachluken sichern.
  • Kamera-Attrappen: Diese werden für gewöhnlich von geschulten Einbrechern als solche entlarvt – sofern sie als solche überhaupt bemerkt werden.
  • Rollläden: Sie bieten für gewöhnlich keinen ausreichenden Schutz.

Einzelne Lichtquellen: Die richtige Aussenbeleuchtung eines Hauses bzw. Wohnung überzeugt nicht nur durch eine einladende Atmosphäre, sondern schützt auch nebenbei vor Einbrechern. In Deutschland findet etwa alle drei Minuten ein Einbruch statt – auch tagsüber. Sie sollten daher auf vereinzelte Lichtquellen und die richtige Beleuchtungsstrategie setzen. Dabei behilflich sind:

  • Bewegungsmelder
  • Tageslichtsensoren
  • Zeitschaltuhren

Das Präventionsportal „Polizei – Dein Partner“ empfiehlt eine sanfte Dauerbeleuchtung, da bei Bewegungsmeldern, die jede Katze erfassen, speditiv eine Gewöhnungsgefahr – auch für den potenziellen Einbrecher – bestehe. Lichtgeräte mit selektiver Alarmunterdrückung können jedoch zwischen Kleintieren und Menschen differenzieren.

Grundlegend können Sie sich merken: Je professioneller ein Einbrecher vorgeht, desto mehr treten objektbezogene Aspekte, die Höhe seiner Beute, in den Vordergrund. Besonders gefährdet sind Erdgeschosswohnungen, da hier über Fenster und Terrassentüren oft kinderleicht eingebrochen werden kann. Sie sollten daher immer alles abschliessen sowie bei längerer Abwesenheit den Nachbarn oder Verwandte die Wohnung versorgen lassen. Ebenso sollten Sie sehr genau prüfen, welcher Fremde an der Tür aus welchen Gründen in Ihr Haus möchte. Zwar können Sie auch auf dem einen oder anderen Strässchen kleiner Dörfer als Nichtortansässiger durch ungewöhnliches Verhalten zur späten Stunde speditiv ins Visier vorsichtiger Nachbarn und schliesslich auch der Polizei geraten. Dieser Umstand wirkt sich im Nachhinein jedoch positiv auf eine Sache aus: Ihre Sicherheit! Für gewöhnlich deckt die Hausratversicherung die anfallenden Kosten jedes Einbruchs. Sie sollten aber von sämtlichen kostspieligen Wertgegenständen ein Foto anfertigen. Doch Vorsicht: Stand Ihr Fenster beispielsweise in Kippstellung, so wird Ihre Versicherung vermutlich nichts zahlen. Seien Sie daher wachsam! Keine Versicherung der Welt kann lieb gewonnene Erinnerungsstücke wiederherstellen und ebenso wenig das verloren gegangene Sicherheitsgefühl. Nun wurde Ihr Sicherheitsbedürfnis lange genug beansprucht und die Botschaft haben Sie nun optimal verstanden.