Mehr Bildung für weniger Armut

Bildungsarmut ist ein wesentlicher Risikofaktor für Armut. An einer Tagung Anfang November werden die zentralen Ursachen und Auswirkungen von Armut sowie die Bedeutung von Bildungsmassnahmen thematisiert.

Kinder und Jugendliche, die in von Armut geprägten Familien aufwachsen, sind von Einschränkungen bezüglich ihrer Bildungs- und Sozialisationsprozesse besonders betroffen. Gleichzeitig ist Bildungsarmut ein wesentlicher Risikofaktor für Armut. Für die Reduzierung von Armutsbelastungen wird es daher als wichtige Massnahme erachtet, diesen Kindern und Jugendlichen den Zugang zu Bildung gezielt zu ermöglichen. Neben ihrer Entfaltung, Inklusion und Partizipation soll damit auch der gesellschaftliche Zusammenhalt gefördert werden.

Bildung wird dabei als aktiver Prozess der Kinder und Jugendlichen aufgefasst, die dafür auf ein anregungsreiches verlässliches Umfeld angewiesen sind. Und Bildungserfolg wird in Anlehnung an den Capability-Ansatz von Martha Nussbaum und Amartya Sen als Fähigkeit verstanden, persönliche Lebensziele eigenständig zu verwirklichen.

An der Fachtagung "Mehr Bildung für weniger Armut" am 6. November 2015 im Alten Spital Solothurn werden im Rahmen von Vorträgen die zentralen Ursachen und Auswirkungen von Armut sowie die Bedeutung von Bildungsmassnahmen thematisiert. In Workshops werden ergänzend innovative Bildungsprojekte präsentiert und diskutiert, die zur Armutsprävention und -bekämpfung beitragen können. Sie fokussieren die Bildungsbedeutsamkeit von Familien ebenso wie die für den Bildungserfolg relevanten Übergänge von der Vorschule bis zur beruflichen Einmündung.

Die Tagung richtet sich an:

  • Lehrpersonen aller Stufen
  • Schulleiterinnen und Schulleiter
  • Eltern, Elterndelegierte und Elterverbände
  • Schulsozialarbeiterinnen und Schulsozialarbeiter
  • Fachpersonen aus den Bereichen Elternbildung, Berufsberatung, Prävention, Schulentwicklung, Sozialpädagogik und ausserschulischer Kinder- und Jugendarbeit
  • Fachpersonen Betreuung
  • Bildungspolitische Verantwortliche
  • Ausbildungsverantwortliche im tertiären Bereich
  • Studierende an Pädagogischen Hochschulen und Fachhochschulen
  • Weitere Interessierte

 Weitere Infos und Anmeldung

erstellt von pd/red