Unfallrisiko Freizeitfussball

2014 ereigneten sich in der Schweiz 261'000 Freizeitunfälle. Das sind zwar etwas weniger als im Vorjahr, dennoch ereigneten sich im letzten Jahr immer noch fast ein Drittel aller Unfälle bei Sport und Spiel. Gemäss einer aktuellen Auswertung der Schweizerischen Unfallversicherung Suva verursachen Unfälle der Freizeitsportlerinnen und -sportler jährlich Kosten von 525 Millionen Franken.

Der Fussball belegt unter den Sportarten mit hohem Verletzungspotential und hohen Unfallkosten den Spitzenplatz. Rund 400‘000 Hobbykickerinnen und -kicker kämpfen in der Schweiz regelmässig um das runde Leder – teils so erbittert, dass jeweils nicht alle Teammitglieder das Spiel unverletzt überstehen. Jedes Jahr kommt es bei Grümpelturnieren und anderen privat organisierten Fussballveranstaltungen zu rund 45‘000 Unfällen mit Kosten in der Höhe von 160 Mio. Franken. Gemäss der Beratungsstelle für Unfallverhütung bfu ist das Unfallrisiko bei solchen Anlässen 2- bis 3-mal grösser als beim organisierten Spielbetrieb in Fussballclubs.

Um Verletzungen und die daraus resultierenden Kosten zu reduzieren, empfehlen Versicherer und Unfallexperten folgende Verhaltensregeln für Freizeitfussballer:

  • Wärmen Sie sich vor dem Training oder Spiel mit Laufen, Gymnastik, Kräftigen und Dehnen auf.
  • Eignen Sie sich spezifische Grundtechniken an: Ballkontrolle, Ballführen, Passen, Schiessen.
  • Spielen sie fair.
  • Tragen Sie Nockenschuhe und Schienbeinschoner; als Torwart zudem lange Hosen und Handschuhe.
  • Verzichten Sie auf Alkohol vor und während den Spielen oder Turnieren.

Eine im vergangenen Jahr lancierte Kampagne der Suva soll helfen, die Zahl der Freizeitunfälle zu reduzieren und somit Kosten zu sparen. Im Zentrum steht dabei ein von Experten entwickelter Online-Fussballtest mit persönlichem Risikoprofil und Tipps, wie das Verletzungsrisiko gesenkt werden kann. Bislang haben sich über 11‘000 Kickerinnen und Kicker daran beteiligt. 

erstellt von Patrick Stämpfli