Cybergefahren: Politik muss Jugendliche besser schützen

„Wie können wir die Kinder und Jugendlichen auf ihrer digitalen Entdeckungsreise begleiten und sie gleichzeitig möglichst gut vor den Gefahren schützen?“, fragte Bundesrat Alain Berset zu Beginn seiner Rede, mit der er am Montag in Bern das 3. Nationale Fachforum Jugendmedienschutz eröffnete.

Am 3. Fachforum Jugendmedienschutz wurde über Chancen und Risiken im Netz diskutiert.

Gemäss der Schweizer James-Studie und der Kim-Studie aus Deutschland surfen 40 Prozent der 6- bis 13-Jährigen jeden oder fast jeden Tag. 97 Prozent der 12- bis 19-jährigen haben ein Smartphone. Vor diesem Hintergrund diskutierte die Berner Tagung, wie die Medienkompetenz gefördert werden kann und wo es allenfalls klare Regulierungen braucht.

„Alles in allem“ seien die Erfahrungen, die die Kinder und Jugendlichen mit den Medien machen, „eher positiv als negativ“, sagte Berset. Aber es lauerten auch „beträchtliche Risiken“ wie Cybermobbing, Pornografie, rassistische Äusserungen oder Falschinformationen über Drogen oder Magersucht. Berset rief Politik und Zivilgesellschaft dazu auf, die Gefahren ernst zu nehmen und ihren Teil der Verantwortung wahrzunehmen.

Die Tagung im Zentrum Paul Klee war der Abschluss des fünfjährigen Impulsprogramms Jugend und Medien. Das bedeute jedoch nicht, dass die Arbeiten abgeschlossen seien, mahnte Berset. Das Programm sei die erste Etappe der nationalen Zusammenarbeit.

erstellt von kleinreport / red