Grillieren: Mit Holz, Gas oder einem "Exoten"?

Unter passionierten Grill-Freunden herrscht nicht selten ein Glaubenskrieg: Muss es ein Holzgrill sein oder bringt ein Gasgrill dieselben Resultate? Was führt zum perfekten Fleischgenuss? Inzwischen ist diese Debatte noch komplizierter geworden, denn es gibt längst nicht nur die Wahl zwischen Holz und Gas. Eine kleine Übersicht mit einigen «exotischen» Grills.

1 Smoker Grill

Eine ganz neue Geschichte ist dieser Grill, der aus den USA stammt, auch hierzulande nicht mehr, der amerikanische Trend ist schon vor einiger Zeit zu uns herübergeschwappt. Das liegt wohl zum einen am starken Design, an dem vor allem Männer Freude haben, zum anderen an der Vielseitigkeit des Grill: Man kann mit ihm Fleisch oder anderes auch garen, räuchern oder gar backen. Augenfällig ist die seitlich angebrachte Feuerbox, in der das Holz entzündet wird. Die Warmluft des Feuers gelangt durch eine Öffnung zum Grillgut, das sich in der geschlossenen Garkammer befindet. Das Ergebnis ist ein besonders rauchiges Aroma. Richtig bezahlt macht sich ein Smoker Grill aber erst, wenn man sich richtig damit befasst, denn es gibt verschiedene Räucherarten, vom Kalt- übers Warm- bis zum Heissräuchern. Und was man vor dem Kaufentscheid auch bedenken sollte: So ein Grill macht Spass, wenn er mal betriebsbereit dasteht – aber dafür braucht man auch ein bisschen Platz, denn die Dinger sind gross. Verwandt mit dem Smoker Grill ist übrigens der Barbecue Grill, der von der Funktionsweise her ähnlich aufgebaut ist, allerdings mit weniger Hitze arbeitet.

2 Pellet-Grill

Dieser Spezialgrill beruht auf einem ähnlichen Prinzip wie der Smoker Grill. Der erste Unterschied: Hier wird nicht mit «normaler» Holzkohle eingefeuert, sondern mit sogenannten Holzpellets, wie man sie von Heizungen her kennt. Und zum anderen grilliert man beim Smoker Grill passiv, weil die Feuerkammer vom Grillgut abgetrennt ist, während beim Pelletgrill die Flammen direkt unter dem Grillrost zündeln. Das wiederum ist ein einfacher Vorgang, denn die Pellets werden auf einem Förderband genau an die Position transportiert, wo sie mit einem Zündstab entf lammt werden können. Gut daran: Ein Pellet-Grill liefert lange Hitze, und das bei einer konstanten Temperatur. Das ist natürlich vor allem dann praktisch, wenn man den Grill bei einer ausgedehnten Party lange im Einsatz haben will. Das Aroma ist vergleichbar mit dem eines Holzkohlegrills – allerdings ist ein Pellet-Grill auch eine teurere Anschaffung.

3 Lavastein-Grill

Auch dieser Grill unterscheidet sich in erster Linie punkto Befeuerungstechnik. An die Stelle der Holzkohle treten hier Lavasteine. Die werden mit Propangas heiss gemacht. Lavasteine leiten die Wärme gut, daher wird die Hitze schön gleichmässig über die ganze Fläche verteilt. Das Ergebnis ist eine besonders schonende Zubereitung des Grillguts. Vor allem für Familien dürfte auch der Sicherheitsaspekt eine Rolle spielen: Offene Feuer oder Stichf lammen sind hier ausgeschlossen, die Lavasteine liefern eine passive Wärme. Und weil bei fachgerechter Benützung auch kein Rauch entsteht, kann man einen Lavastein-Grill selbst in einer Waldhütte in Betrieb setzen. Viele der Modelle sind aber nicht ganz preisgünstig, was wohl dazu führt, dass diese Grillmethode immer noch von einer Minderheit eingesetzt wird.

Redaktion: Stafn Millius