Männer-Depression

«Zuerst die Ärger-Attacken und später Verstimmung! Das ist der typische Verlauf einer Depression bei Männern», erklärt Professor Siegfried Kaspar, Leiter der Abteilung für Allgemeine Psychatrie der Universitätsklinik Wien.

Am 1. Weltkongress «Men’s Health» in Wien machte er darauf aufmerksam, dass bei innerer Unruhe, Unzufriedenheit und Agressivität immer auch eine Depression ursächlich sein könnte.

Männer, die an einer Männerdepression leiden, fühlen sich nicht krank. Das gehört zum Krankheitsbild. Nur hie und da nehmen bei den betroffenen Männer ein Gefühl von Erschöpfung oder Traurigkeit wahr. Eine Männerdepression ist nichts zum Wegstecken. Männerdepression muss behandelt werden. Sie gefährdet Ihre Gesundheit und Ihre sozialen Beziehungen.

Gut zu wissen: Die Erscheinungsform ist anderes als bei Frauen, weil Männer lernen, keine Schwäche zu zeigen. Zur Männerdepression gehört oft auch, dass der Betroffene das Gefühl hat, er sei in Ordnung, vielmehr seien es die anderen, die mühsam seien. Es kann also schwierig sein, zu einem betroffenen Mann Zugang zu finden, um das Problem anzusprechen und etwas zu verändern.

Wenn sie denken, bei Ihnen könnte das ein Thema sein, sollten Sie Ihren Arzt bei der nächsten Konsultation ansprechen.

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erstellt von Lola Ortega