Hausmittel gegen allergisches Asthma

Allergisches Asthma kann durch Umweltallergene bei allergisch reagierenden Menschen ausgelöst werden. Die Folgen sind anfallsartige Phasen der Atemnot. Häufig geht allergischem Asthma ein quälender Dauerhusten oder allergischer Dauerschnupfen voraus.

Auslöser für allergische Asthmaanfälle sind körperfremde Stoffe aus der Umwelt, wie Schimmelpilzsporen, Hausstaub, Tierhautschuppen, Tierhaare, Blütenpollen oder Mehlstaub. Eingeatmet reagiert das Immunsystem an den Bronchien auf die Allergene. Bei den allergischen Asthmapatienten finden sich häufig die vererbten Anlagen für überschießende Antikörperproduktionen. Durch vermehrte Ausschüttung von Histamin schwellen die Schleimhäute an und sondern zähen Schleim ab. Anfallsauslösend können beim allergischen Asthma aber auch körperliche und geistige Belastungen sowie Viren sein.

Unterstützung der medikamentösen Behandlung

Bei den geringsten Anzeichen beginnender Atmungsbeschwerden legen Sie einen Quarkwickel an und führen Fußbäder mit Zusatz von Senfmehl durch. Manche Kinder mögen den Quarkwickel nicht, dann kommt der entkrampfende Zitronenwickel zum Einsatz.

Quarkwickel

Dieser Wickel ist sehr wohltuend, schleim- und krampflösend, vor allem bei Bronchitis nach Erkältungskrankheiten und der spastischen asthmatischen Bronchitis.

  • Auf ein in Längsrichtung zusammengefaltetes Frottiertuch, das danach breiter sein muss als der Brustumfang des Kindes, legen Sie eine Stoffwindel, die größer sein muss, sodass sie nach unten über das Frottiertuch hinausragt.
  • Auf die Windel streichen Sie zimmerwarmen, fettlosen, frischen Quark – 1 cm dick, etwa 10 cm hoch und so breit wie der Brustumfang, damit ein Quarkgürtel die Brust ihres Kindes umschließt. Danach schlagen Sie den Windelteil nach oben, so dass er den Quarkgürtel abdeckt.
  • Ihr Kind legen Sie auf den so vorbereiteten Wickel, die Windel und das Handtuch wickeln Sie um den Oberkörper und heften es zusammen.
  • Diesen Wickel können Sie mindestens 1 Stunde dem Kind anbehalten, sogar über Nacht.

Kinder schlafen damit oft viel besser, schon deshalb, weil sie durch die rasch einsetzende Entkrampfung und Linderung des Hustens ihr oft bestehendes Schlafdefizit aufholen können.

Zitronenwickel

Der Zitronenwickel ist beinahe so wirkungsvoll wie ein Quarkwickel. Er wirkt entkrampfend bei spastischer Bronchitis und bei Asthma.

  • Legen Sie auf ein Frottiertuch ein etwa 10 cm hohes, zuvor in puren Zitronensaft getauchtes, feines Baumwolltuch. Es muss so lang sein, dass es den Oberkörper umschließt.
  • Legen Sie Ihr Kind in das Baumwolltuch und binden Sie den Wickel über der Brust zusammen. Den Wickel können Sie stundenlang belassen.

Fussbäder

Das Fußbad wird von Kindern als sehr angenehm empfunden, der Kopf hellt sich auf, außerdem wird die Atmung entkrampft und der Schleim löst sich.

  • Füllen Sie ein großes, hohes Gefäß – die Füße müssen gut darin Platz haben – bis über die Knöchel mit angenehm warmem Wasser, dessen Temperatur durch (vorsichtiges!) Zugießen von heißem Wasser langsam gesteigert wird.
  • Ihr Kind muss die Temperatur für die Badedauer von 10 Minuten als angenehm empfinden.
  • Anschließend trocknen sie die Beine und Füße ab und ziehen Ihrem Patienten Wollsocken an.

Zur Wirkungssteigerung setzen Sie dem Fußbad 2 gehäufte Esslöffel Senfmehl (aus der Apotheke) zu. Gleichzeitig zu dem Wickel und dem Fußbad bieten Sie Ihrem Kind einen der folgenden Tees an.

Teemischung

  • Als krampflösende Mischung hat sich bewährt: Holunderblüten, Huflattichblätter und Fenchelfrüchte.
  • Haben Sie den Eindruck, die Beschwerden werden nicht so sehr durch Verkrampfung, sondern durch sich schlecht lösenden Schleim verursacht, so ist folgende Mischung vorzuziehen: Huflattichblätter und Spitzwegerich.

Zubereitung und Anwendung beider Teemischungen:

Überbrühen Sie 1 Teelöffel mit ½ Liter kochendem Wasser. Lassen Sie den Tee 10 Minuten ziehen, seihen Sie ihn ab und süßen ihn mit Honig. Über den Tag verteilt, trinkt Ihr Kind viertelstündlich einen Schluck warmen Tee.

Bei Neigung zu häufigen asthmatischen Anfällen ist es vorteilhaft, im krankheitsfreien Intervall zweimal täglich 1 Tasse der Teemischung (je nach Beschwerde schleim- oder krampflösend) zu trinken, dann bereiten Sie den Tee aber dünner zu: Brühen Sie ½ Teelöffel der Mischung mit ½ Liter kochendem Wasser auf.

Das Ausamten üben

Lassen Sie sich von einem Atemtherapeuten Übungen zeigen, die die Ausatmung fördern und üben Sie mit Ihrem Kind. Bei Asthma ergibt sich durch die Verkrampfung der kleinsten Atemgefäße ein Ausatmungsproblem: Die Atemluft kann nicht vollständig ausgeatmet werden, für die einzuatmende Luft ist kein Platz vorhanden. Beruhigende Ausatmungsübungen können also außerordentlich wohltuend wirken. Lässt die Angst nach, löst sich auch die Verkrampfung.

FAM TIPP: FEUCHTE AUFLAGEN OFT ERNEUERN

Achten Sie bei feuchten Auflagen darauf, dass durch die Feuchtigkeit keine zu starke Kältewirkung entsteht – die Kompressen müssen daher häufiger warm erneuert werden.

FAM TIPP:

Erwärmen Sie ein Kirschkern- oder Hirsekissen im Backofen oder in der Mikrowelle und legen Sie das Wärmekissen auf.

Quelle: www.famhotels.ch