Hausmittel - natürlich gesund!

Hausmittel sind in der Regel überlieferte Rezepturen und Anwendungen aus einer Zeit, da es kaum fertige Arznei - und Heilmittel gab. Bewährtes wurde von Generation zu Generation weitergegeben - und hat bis heute seine Gültigkeit nicht verloren.

Zwar wurde im Laufe der Zeit die medizinische Versorgung zunehmend besser. Heute sind moderne Arzneimittel meist bequem anzuwenden und wirken schnell. Doch es gibt auch viele negative Auswirkungen dieser Entwicklung: Der Griff zur Tablettenpackung folgt oft schon automatisch, allfällige Nebenwirkungen inbegriffen. Deshalb entstand auch eine Gegenbewegung: Zunehmend interessieren sich mehr und mehr Menschen wieder für natürliche Hausmittel und versuchen, sich bei kleineren Beschwerden selber zu helfen. Allerdings gilt auch hier: Eine kritische Auseinandersetzung mit den Hausmitteln aus "Grossmutters Apotheke" ist notwendig, denn nicht alle alten Rezepturen taugen, was sie versprechen. Wichtig zu wissen: Ein Zuviel ist meist eher schädlich als nützlich. Auch Hausmittel sind Arzneimittel, die überdosiert Nebenwirkungen haben können.

Es gibt innerliche und äusserliche Anwendungen von Hausmitteln. Bei den innerlichen Anwendungen ist der Heiltee die am meisten genutzte Arzneiform. Diesen trinkt man schluckweise, möglichst warm - bei chronischen Erkrankungen kurmässig über einen Zeitraum von 3 bis sechs Wochen 2 bis 3 Tassen pro Tag. Gegen das Süssen mit Honig ist nichts einzuwenden, bei Erkältungskrankheiten ist dies sogar zu empfehlen. Bei Magen- und Darmbeschwerden ist ungesüsster Tee besser. Auch Diabetiker sollten Tee ungesüsst trinken. Säfte aus Heilpflanzen nimmt man entweder dreimal täglich esslöffelweise ein oder trinkt ein kleines Glas voll davon schluckweise über den Tag verteilt. Tropfen hingegen dosiert man sparsamer: 15 bis 30 Tropfen bei Bedarf oder 15 bis 30 Tropfen 3mal täglich. wobei es nicht darauf ankommt, ob man sie in einem Esslöffel voll Wasser einnimmt oder auf Zucker tropft. Von ätherischen Ölen, zum Beispiel Eukalyptus- oder Pfeffermin-Öl, nimmt man höchstens zwei Tropfen auf einmal und zwar auf Zucker oder mit Honig. Geiste - wie Melissen- oder Karmelitergeist werden wie Tropfen eingenommen. Da es sich um Auflösungen ätherischer Öle in Weingeist handelt, reichen zehn bis 15 Tropfen aus.

Bei äusserlichen Anwendungen von Hausmitteln stehen Salben und Einreibungen zur Wundbehandlung und Schmerzlinderung an erster Stelle. Zur Wundbehandlung streicht man die Salbe etwa messerrückendick auf Mulläppchen, mit fettem Öl, zum Beispiel Johanniskraut-Öl getränkt, dnach über die Wunde gelegt. Wunde und Läppchen werden mit einer Mullbinde umwickelt. Einreibungen, die der Schmerzlinderung dienen, können aus Salben, Emulsionen, Fetten oder ätherischen Ölen, aber auch aus alkoholischen Lösungen verschiedenartiger Wirkstoffe bestehen. Man reibt die betroffenen Stellen mit dem Mittel so lange ein, bis es in die Haut eingedrungen ist. Verwendet man ein ätherisches Öl, beispielsweise Eukalyptus-Öl, unverdünnt zum Einreiben, so reichen wenige Tropfen aus.

Bei vielen Beschwerden werden in der Hausmittelmedizin auch Umschläge oder Wickel empfohlen. Hierzu verwendet man meist Auszüge aus Heilpflanzen oder bestimmte Nahrungsmittel wie Kartoffeln oder Zwiebeln. Auch Inhalationen und Dampfbäder können selbst hergestellt werden und haben schon vielen kleinen und grossen Patienten geholfen.

Natürlich und sanft behandeln

Wickel und Kompressen zählen zu den klassischen Naturheilverfahren und sind seit jeher Bestandteil der Kranken- und Gesundheitspflege. Probieren geht über Studieren – die Anwendungen sind ganz einfach und machen nicht nur Kindern richtig Spass!

Hausmittel gegen Zahschmerzen

Die Backe schwillt, die Träne quillt, ein Tuch umrahmt das Jammerbild. Schon Wilhelm Busch hat sich mit dem Thema Zahnschmerzen beschäftigt. Diese entstehen, wenn die Nerven in den Zähnen durch Druck, Verletzungen oder Chemikalien gereizt werden.

Hausmittel gegen Verbrennungen

Verbrennungen und besonders Verbrühungen gehören zu den häufigsten Unfällen im Kindesalter. Ähnlich wie bei Vergiftungen sind Kinder im ersten Entdeckungsalter zwischen 2 und 4 Jahren vorrangig gefährdet.

Hausmittel gegen Verletzungen

Jede, auch die kleinste Verletzung kann eine Tetanus-Infektion bewirken. Diese Erkrankung kommt zwar selten vor, da sie jedoch in der Mehrzahl tödlich verläuft, gibt es keine Alternative zur Tetanus- Impfung. Das Erste bei jeder Verletzung ist eine Reinigung mit Calendula- Essenz, im Verhältnis 1:5...

Hausmittel gegen allergisches Asthma

Allergisches Asthma kann durch Umweltallergene bei allergisch reagierenden Menschen ausgelöst werden. Die Folgen sind anfallsartige Phasen der Atemnot. Häufig geht allergischem Asthma ein quälender Dauerhusten oder allergischer Dauerschnupfen voraus.

Hausmittel gegen Verstopfung

Bei gestillten Säuglingen kann Verstopfung durch zu wenig Muttermilch ausgelöst werden. Bestätigt sich dies, muss zugefüttert werden.

Hausmittel gegen Blähungen

Wenn Ihr Säugling unter Blähungen leidet, dann versuchen Sie zunächst, die Nahrungsaufnahme in den richtigen Rhythmus zu bringen, d. h. regelmäßig alle 4 Stunden bieten Sie Brust oder Flasche an.

Hausmittel gegen Erbrechen

Erbrechen kann viele verschiedene Ursachen haben. Ist es mit Fieber verbunden, dann muss immer der Arzt konsultiert werden.

Hausmittel gegen Mundfäule

Mundfäule ist eine Entzündung von Zahnfleisch, Zunge und Mundschleimhaut und befällt kleine und große Kinder. Diese hoch fieberhafte, extrem ansteckende Erkrankung, äußert sich vor allem durch starken Mundgeruch.

Hausmittel gegen SOOR

Diese bei Säuglingen viel häufiger als früher auftretende Hefepilzinfektion zeigt sich durch weiße Punkte und Flächen auf der Zunge, den Mund-Seiten, im Gaumen, unter der Unterlippe und manchmal auf der Wangenschleimhaut.