Holunder

Lateinische Bezeichnung: Sambucus nigra (aus der Familie der Caprifoliaceae) Volkstümliche Bezeichnung: Holder, Holler, Hollerbusch, Flieder, Alhorn

Blütezeit: Mai bis Mitte Juni

Erntezeit: Blüten von Mai bis Juni, Beeren im August und September

Heilwirkung: Anregend, blutreinigend, blutstillend, entzündungshemmend, krampflösend. Hilft bei Erkältungen und Grippe, Müdigkeit, Nervosität, Schlafstörungen und stärkt das Immunsystem.

Vorkommen: In allen Talschaften des „Ländle“, auf frischen bis feuchten, nährstoffreichen Böden in Laub-, Auwäldern und Hecken. Er fühlt sich in stickstoffreichen Böden in der Nähe menschlicher Siedlungen sehr wohl.

Verwendete Pflanzenteile: Blüten und Früchte

Inhaltsstoffe: Sambunigrin (Gift in den Beeren, wird durch Erhitzen abgetötet), Vitamine C und B, Fruchtsäure, ätherische Öle.

Gebrauch / Verwendung: Als Tee wirkt Holunder beruhigend, schweiß- und harntreibend. Man trinkt ihn seit Jahrhunderten zur Vorbeugung von Husten und allen Erkältungskrankheiten, aber auch zur Ausheilung von Bronchialkatarrh, Grippe etc.

Aus Holunderblüten und –beeren können leckere Getränke und Speisen zubereitet werden. Achtung: Die Beeren sollten Sie nicht roh essen!

Holunderblüten-Sirup

Zutaten:

20 Holunderblüten
3 Liter Wasser
2 Kilogramm Kristallzucker
1/2 unbehandelte Zitrone in Scheiben
50 Gramm Zitronensäure 

Zubereitung:
Kochen Sie Wasser und Zucker in einem großen Topf bis ein Sirup entsteht. Nehmen Sie den Sirup vom Herd und lassen ihn auskühlen. Befreien Sie anschließend die Holunderblüten von groben Stielen und reinigen Sie sie gründlich. Rühren Sie die Blüten, Zitronensäure und Zitrone in das Zuckerwasser ein. Nun können Sie den Topf schließen und fünf Tage an einen kühlen Ort stellen. Zum Schluss filtern Sie den Sirup und füllen ihn in Flaschen um.

Holdar-Küachlä

Zutaten:

12 Holunder-Blütenstände
2 Eier
0,3 Liter Milch
200 Gramm Mehl
1 Päckchen Vanillezucker
1 Schuss Rum
Sonnenblumenöl zum Backen

Zubereitung:
Waschen Sie die Blütenstände unter fließendem Wasser schonend ab. Trocknen Sie die Blüten mit einem Küchenkrepp. Trennen Sie das Eigelb vom Eiklar und verquirlen Sie Eigelb, Milch, Mehl, Vanillezucker und Rum. Schlagen Sie als Nächstes das Eiklar zu Schnee und heben diesen unter den Teig. Erhitzen Sie mindestens 2 Zentimeter hoch Öl in einer Pfanne. Ziehen Sie die Blüten durch den Teig, in dem Sie die Blüten am Stiel halten und geben Sie sie in die heiße Pfanne. Zum Schluss können Sie das Küchlein mit Staubzucker oder Zimt bestreuen und servieren.

FAM TIPP:

Dieser Sirup eignet sich nicht nur als Verdünnungssaft, sondern auch zum Einrühren in Naturjoghurt, zu Vanilleeis, Fruchtsalat. Oder servieren Sie Ihren Freunden als Aperitif 1 Glas Prosecco mit selbstgemachtem Holunderblütensirup.

Quelle: www.famhotels.ch

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