Küchenkräuter für Geschmack und Gesundheit

Küchenkräuter machen nicht nur Gerichte schmackhaft, sondern sind auch gut für die Gesundheit. So macht zum Beispiel Bohnenkraut Bohnengereichte verträglicher und fördert die Verdauung.

Unser Vorschlag: Legen Sie sich auf den Balkon einen kleinen Kräutergarten an, damit Sie immer frische Kräuter zur Hand haben.

Basilikum
Basilikum gibt es in den verschiedensten Sorten. Das Kraut, das Feuchtigkeit an den Füssen und Sonne auf dem Haupt liebt, gedeiht im Garten und auf der Fensterbank. Es wirkt wassertreibend, nervenberuhigend und im Magen-Darmbereich entkrampfend. Der Press-Saft aus den Blättern soll Insektenstiche lindern. Aus der italienischen und südfranzösischen Küche ist es nicht wegzudenken, allein schon wegen der berühmten Pesto-Sauce zu Spaghetti und anderen Teigwaren. Basilikum gehört in die Mittelmeerküche, denn es passt zu allem, dem die südliche Sonne gut ansteht, sogar zu Melonen und Zitrusfrüchten.

Borretsch
Borretsch hat ein frisch-säuerliches Gurkenaroma und trägt daher vielerorts den Namen Gurkenkraut oder könig. Er schmeckt in pikanten Sauermilch- oder Molke-Drinks, verfeinert Salat, Joghurt, Hüttenkäse und Raviolifüllungen. Wegen seines hohen Gehalts an Kalium, Kalzium und anderen Mineralsalzen wird das Kraut gern zum Würzen bei salzfreier Diät verwendet. Im Garten ist das Gurkenkraut anspruchslos, kleine Pflanzen lassen sich auch auf dem Balkon ziehen.

Dill
Die gefiederten Dillblättchen schmecken erfrischend aromatisch zu Fisch, Gurken, zarten Gemüsen und Salat. Dill verträgt keine Hitze, soll also den fertigen Gerichten zugefügt werden. Das Kapernkraut bzw. seine Samen sind auch eine beleibte Zutat zu Essigkonserven. Zusammen mit Anis, Fenchel und Kümmel bildet Dill in der Heilkunde ein Quartett, das für seine beruhigende, erwärmende und krampfstillende Wirkung bekannt ist.

Estragon
Estragon hat ein kräftiges Aroma mit versteckter Schärfe. Am bekanntesten ist es von der Sauce Béarnaise und vom Senf her. Auch dieses Kraut schmeckt nur frisch (am besten während der Blüte geerntet(, getrocknet wird es leicht muffig und bitter. Estragon verwendet man sparsam in weissen Saucen, Gemüsen, Salaten und Eierspeisen. In der Heilkunde dient Estragon der Anregung des Appetits und zur Entlastung von Magen und Darm.

Kerbel
Der früher kaum beachtete Kerbel wird immer beliebter. Sein zartes Aroma, das an Petersilie mit einer intensiven Anisnote erinnert, kommt ebenfallss frisch am besten zur Geltung. Die Blättchen und die zarten Stängel gibt man gehackt zu Salat, Avocados, Spargeln, Karotten, Gemüsen, Eierspeisen, Geflügel, Pilzen, Saucen und Suppen. Das Kraut enthält Fitamin C, Karotin und Magnesium und wird in manchen Gegenden traditionell nach dem Ende der Fastenzeit gegessen. Kerbel regt die Verdauung an und ist günstig bei Leberleiden.

Majoran
Der Wärme und Sonne liebende Majoran hat ein schwer zu beschreibendes Aroma. Besonders gut passt er zu Kartoffeln, Tomaten, Pilzen, Kürbis, Peperoni, Salat und Rührei. In der Hausapotheke hilft das nervenberuhigende krampflösende, magenwärmende Kraut bei Blähungen, Appetitlosigkeit und leichten Magen-/Darmbeschwerden. Als wilder Majoran wird der robustere Oregano bezeichnet, der umso schärfer schmeckt, je weiter südlich er wächst.

Petersilie
Petersilie schmeckt nur frisch. Getrocknet ist sie fad, hingegen lässt sie sich gut einfrieren. Weil sich bei Hitze die Vitamine verflüchtigen, sollte man das feingehackte Kraut immer erst über die fertigen Gerichte streuen. Die Petersilie enthält viel Vitamin A. Experimentieren Sie nicht mit dem Kraut bei Infektionskrankheiten oder Rheuma, geniessen Sie es einfach als gesundes Universalgewürz, das zu allem passt.

Rosmarien
Die schmalen ledrigen Blätter, die wie Nadeln aussehen, enthalten Gerb- und Bitterstoffe sowie ätherische Oele, die anregend auf den Kreislauf wirken und bei Erschöpfung kräftigen. Ausserdem hilft Rosmarin bei Völlegefühl und Blähungen. Triebspitzen und Blätter können laufend geerntet werden, die Haupternte findet vor der Blüte statt. In der Küche sollte Rosmarin nicht allzu verschwenderisch benutzt werden. Der starke würzig-herbe Geschmack verträgt sich gut mit Thymian, Knoblauch, scharfem Paprika und Cayennepfeffer. Kleine Zweige können in Saucen und Fonds mitgekocht werden, kleingeschnittene Blätter würzen Bratkartoffeln, Ratatouille, Tomatensuppe und italienische Gerichte.

Salbei
Am Aromatischsten ist der knapp vor der Blüte geernteter Salbei, man kann ihn aber die ganze Saison über pflücken und auch sehr gut trocknen. Das kräftige Küchenkraut wird am besten allein oder mit anderen starken Gewürzen wie Rosmarien oder Knoblauch gebraucht. Die grünlich-grauen Blätter tun der Verdauung gut, Salbeitee hilft gegen Entzündungen mit Mund- und Rachenraum, gegen übermässiges Schwitzen und ist ein Tonikum für Nerven und Blut. Salbei schmeckt köstlich in Kartoffel- und Eierspeisen, Gemüse-Bratlingen, Rosenkohl, Spinat, Tomaten- und Zwiebelberichten.

Schnittlauch
Von den Zwiebeln, mit denen er botanisch verwandt ist, hat er die leichte Schärfe. Je jünger die hohlen Blattröhrchen, desto milder der Geschmack. Die würzigfrische Komponente des Schnittlauchs verstärkt das Aroma anderer Kräuter und lässt sich daher gut kombinieren. Das magenstärkende und verdauungsfördernde Kraut soll ganz frisch mit einem scharfen Messer oder einer Schere in kleine Röllchen geschnitten und nicht mitgekocht werden.

Thymian
Bekannt ist das beliebte Heilkraut wegen seiner verdauungsfördernden, beruhigenden, keimtötenden und hustenstillenden Wirkung. Thymian verträgt sich gut mit Zwiebeln, Knoblauch, Petersilie und Lorbeerblättern. Er passt besonders gut zu Brat- und Ofenkartoffeln, Auberginen, Tomaten, Zucchini, Hülsenfrüchten, Pilzen und Geflügel. Thymianöl ist eine Delikatesse zum Schmoren von Tomaten, Auberginen, Peperoni, Kartoffeln oder Frühlingszwiebelchen. 

erstellt von A. Vogels Gesundheitsnachrichten