Unglaublich, aber wahr!

In der Schweiz werden jährlich rund zwei Millionen Tonnen Lebensmittel weggeschmissen, obwohl sie noch geniessbar wären. Das entspricht der Ladung von etwa 140'000 Lastwagen, die aneinandergereiht eine Kolonne von Zürich bis Madrid ergeben würden! Ändern wir das. Sofort!

Weltweit landen 1,3 Milliarden Tonnen Lebensmittel jährlich im Abfall.

Wussten Sie, dass....

28 %
aller Umweltbelastungen in der Schweiz durch die Ernährung verursacht werden? Schockierend, nicht war? Doch eigentlich ist klar: Was wir essen, hat nicht nur Auswirkungen auf uns und unsere Gesundheit, sondern auch auf die Umwelt, auf Mensch und Tier. Wem nicht egal ist, welche Auswirkungen sein Konsum hat, für den bieten die Foodprints der Schweizerischen Gesellschaft für Ernährung konkrete Tipps zum nachhaltigen Essen und Trinken im Alltag.  

1,3 Milliarden Tonnen
Nahrung jährlich weltweit vergammelt und damit täglich Nahrung für 3,5 Milliarden Menschen vernichtet wird? Dies ist eine Energieverschwendung mit enormer Umweltbelastung. Nur schon in der Schweiz allein kauft jeder Bürger täglich durchschnittlich 1,5 Kilogramm Nahrungsmittel und wirft davon einen Fünftel ungegessen wieder weg. Das entspricht einer ganzen Mahlzeit! Rund 2 Mio. Tonnen jährlich gehen so auf dem Weg zum Teller verloren oder landen im Abfall. In den Köpfen der Konsumenten werden oft die Produzenten und Grossisten als Hauptverursacher der Lebensmittelverschwendung eruiert. Doch in der Schweiz wird rund die Hälfte der Verluste von den Privathaushalten verursacht.

50 %
mehr Nahrung weltweit produziert wird, als von den Menschen benötigt wird? Der Unterschied zwischen der verfügbaren Menge und dem, was effektiv gegessen wird, ist erschreckend hoch. Die Differenz sind Lebensmittelverluste (englisch: Food Losses) und Lebensmittelverschwendung (Food Waste).

1913
ein Schweizer Haushalt fast 50 Prozent des Gesamteinkommens für Lebensmittel ausgeben musste? Jede Hausfrau wusste damals genau, welche Speisen zum Beispiel mit altem Brot gezaubert werden konnten. "Hartes Brot ist nicht hart, kein Brot ist hart", das wusste jedes Kind. Heute werden gerade noch 8 Prozent des Einkommens für Lebensmittel ausgegeben.

300'000 Tonnen
Speisereste jährlich im Schweizer Gastgewerbe anfallen? Das wäre bildlich gesehen eine Wurst von einem Meter Durchmesser von Genf bis St. Gallen. Diese Speisereste wurden bis zum Sommer 2011 grösstenteils zu "Schweinesuppe" verarbeitet. So konnten ca. 70'800 Tonnen CO2 eingespart werden, indem das Anpflanzen und Importieren von Futtermitteln reduziert wurde. Doch seit dem 1. Juli 2011 ist es in der Schweiz verboten, Nahrungsreste an Tiere zu verfüttern. Damit passt sich die Schweiz an eine entsprechende Tierseuchenverordnung der EU an. Heute werden diese Reste in Vergärungsanlagen abtransportiert oder direkt der Verbrennung zugeführt.     

Werden Sie ein Food Lover!
Stöbern Sie auf der Seite von www.foodwaste.ch herum und lernen Sie, was das bedeutet! Was machen Sie, um möglichst wenig Lebensmittel zu verschwenden? Schicken Sie uns Ihren Tipp - auf redaktion@swissfamily.ch oder diskutieren Sie mit auf unserer Facebook-Seite.  

Quellen: SGE, Verein Foodwaste

Das können Sie tun

  • Kaufen Sie nur so viel ein, wie Sie essen mögen.
  • Testen Sie zuerst, ob abgelaufene Produkte wirklich nicht mehr essbar sind, bevor Sie sie wegwerfen.
  • Werfen Sie Essensreste nicht weg, sondern werden Sie kreativ.
  • Unterschreiben Sie die WWF-Petition gegen sinnlose Verschwendung von Lebensmitteln. wwf.ch/foodwaste

 

Quelle Tipps: WWF, Pandaction

erstellt von Christina Bösiger