Zu wenig Milch

Viele Mütter haben Angst vor zu wenig Milch, doch in den meisten Fällen ist diese Angst unbegründet. Falls Sie fürchten, dass Ihre Milchmenge nicht ausreicht, schauen Sie sich Ihr Baby zunächst einmal in Hinblick auf die Anzeichen für ein gut gedeihendes Baby an.

Sollte Ihre Milchmenge tatsächlich nicht ausreichen, wenden Sie sich an Ihre Stillberaterin, die Ihnen hilft, die Milchmenge zu steigern und halten Kontakt mit Ihrer Kinderärztin/Ihrem Kinderarzt.

Die folgenden Tipps haben sich zur Steigerung der Milchmenge bewährt:

  • Die Milchbildung folgt dem Prinzip von Angebot und Nachfrage. Das bedeutet, je mehr Milch aus der Brust entleert wird, umso mehr Milch wird gebildet. Deshalb sollten Sie die Zahl der Stillmahlzeiten erhöhen. Versuchen Sie tagsüber alle zwei Stunden und nachts alle drei Stunden anzulegen.
  • Nur wenn das Baby gut angelegt ist und es die Brust korrekt fasst, kann es die Brust angemessen stimulieren. Kontrollieren Sie deshalb Ihre Stillposition und das Ansaugen Ihres Babys oder lassen Sie dies durch Ihre Stillberaterin überprüfen. 
  • Stillen Sie mindestens 15 Minuten je Brust und bieten Sie bei jedem Stillen beide Brüste an.
  • Versuchen Sie es mit Wechselstillen. Sobald Sie feststellen, dass Ihr Baby langsamer saugt und schluckt, nehmen Sie es vorsichtig von der Brust und wechseln an die andere Seite.
  • Gönnen Sie sich genügend Erholung. Ein paar Tage Bettruhe mit dem Baby, während der sie nichts anderes tun als sich zu erholen und zu stillen, können sehr wirkungsvoll sein.
  • Vermeiden Sie jegliche künstlichen Sauger (Flaschen und Beruhigungssauger). Alles Saugen des Kindes sollte an der Brust stattfinden.
  • Verwenden Sie einen Becher, einen SoftCup Spezial-Trinkbecher, einen Löffel oder eine Spritze statt einer Flasche, falls zugefüttert werden muss. 
  • Es kann sinnvoll sein zusätzlich zu pumpen. Lassen Sie sich von Ihrer Stillberaterin über das Abpumpen und das Handausstreichen informieren.
    Zu viel Milch


Zu viel Milch kann ebenfalls ein Problem darstellen. Mütter, die zu viel Milch haben, können unter vollen, gestauten Brüsten, Milchstau und Brustentzündung leiden. Ihre Stillberaterin kann Sie bei Bedarf dabei unterstützen Ihre Milchmenge zu verringern.

Die folgenden Tipps haben sich bei der Verringerung der Milchmenge als hilfreich erwiesen:

  • Bieten Sie immer nur eine Brust pro Stillmahlzeit an. Lassen Sie Ihr Baby an dieser einen Seite so lange trinken, wie es will und bleiben Sie für die nächsten zwei Stunden bei dieser Brust, falls Ihr Baby nochmals trinken mag. Um zu verhindern, dass sich die Milch in der anderen Brust staut, streichen Sie dort gerade so viel Milch aus, dass Sie sich wohl fühlen. Entleeren Sie die Brust aber nur, wenn es unbedingt notwendig ist und nur so weit, dass es Ihnen Erleichterung verschafft. Leeren Sie die Brust nicht vollständig.
  • Kühlen Sie die Brust nach dem Stillen des Babys.
  • Trinken Sie eine Tasse Salbeitee. Salbei enthält natürliche Östrogene und kann die Milchmenge reduzieren. Pfefferminztee wirkt ähnlich, aber weniger stark als Salbeitee.

erstellt von medela.ch