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Kinderzimmer-Planung: Praktische Tipps zu Licht, Farben, Böden und Möbel

Ein Kinderzimmer sollte bestmöglich an die Bedürfnisse des Nachwuchses angepasst werden und Geborgenheit vermitteln. Zudem sind potenzielle Wohngifte zu meiden, um die Gesundheit der Kleinsten zu schützen. Dieser Ratgeber fasst wesentliche Faktoren zusammen, die bei der Einrichtung eine zentrale Rolle spielen und liefert Inspiration für eine durchdachte Planung.

Das Lichtkonzept – Tageslicht und künstliche Ergänzungen

Licht übernimmt im Kinderzimmer mehrere zentrale Aufgaben: Zum einen soll es eine gemütliche Stimmung erzeugen, zum anderen beim Spielen, Lernen und Entspannen die passende Beleuchtung liefern. Zunächst sollte das Tageslicht in den Fokus rücken. Geht es um die Raumplanung in Verbindung eines Neubaus, ist das Lichtkonzept sorgfältig zu prüfen. Für Tageslicht gibt es generell keinen Ersatz. Keine künstliche Lampe, und sei sie noch so innovativ, kann das Licht der Sonne ersetzen. Zum Vergleich: An einem Tag mit reichlich Sonne herrschen im Freien bis zu 100.000 Lux, die lateinische Bezeichnung für Licht und die Beleuchtungsstärke-Einheit. Eine gewöhnliche Lampe in Innenräumen schafft ca. 20 bis 110 Lux.

Tageslicht ist wichtig für die Psyche und das allgemeine Wohlbefinden. Es sollte deshalb, wann immer es geht, effektiv genutzt werden. Grosse Fenster und eine entsprechende Ausrichtung von Gebäuden sind entscheidend. In sehr hellen Räumen kann die Sonne aber gleichzeitig störend sein. Blendet sie beim Lernen und Spielen, leiden die Augen unnötig.  Um bei Tag keine Rollläden herunterlassen zu müssen und wertvolle Helligkeit regelrecht auszusperren, sind Storen eine empfehlenswerte Anschaffung. Mit diesen praktischen Accessoires lässt sich die Belichtung individuell steuern, ohne Tageslicht gänzlich abzuschirmen. Die beweglichen Lamellen sind beliebig anzuordnen, um den Lichteinfall zu regulieren. Egal ob beim Mittagsschlaf, Lernen am Schreibtisch oder beim Spielen auf dem Fussboden. Erhältlich sind Storen im regionalen Fachhandel und Internetshops. Unter storenonline.ch können ergänzend Plissees bestellt werden, die sich ebenfalls hervorragend für die Kinderzimmerausstattung eignen. Derartige Onlinehändler, die Gratis Muster bereitstellen, erleichtern die Farb- und Materialauswahl.

Da es ohne künstliche Beleuchtung nicht geht, stellt sich die Frage, wie sich eine behagliche Stimmung schaffen lässt. Dies gelingt besonders gut, in dem ein angemessenes Verhältnis zwischen Licht und Schatten erzielt wird. Eine Kombination von mehreren Leuchten erlaubt es, die passende Beleuchtung für nahezu jede Gelegenheit verfügbar zu machen. Ein Überblick:

  • Grundbeleuchtung: Sie wird über eine zuverlässige Deckenleuchte bereitgestellt, mittig an der Raumdecke montiert und muss ausreichend hell sein.
  • Zonen-Beleuchtung: Je nach Alter des Nachwuchses gibt es verschiedene Zonen zum Ausleuchten. Darunter beispielsweise der Wickeltisch, Nachttisch, Schreibtisch oder der Spielteppich. Je nach Bedarf kommen Steh-, Wand- und Tischlampen in Frage.
  • Indirekte Beleuchtung: Sie zeichnet sich dadurch aus, dass ihre Lichtquelle verdeckt wird. Indirektes Licht erzeugt Ambiente und verwandelt Kinderzimmer in gemütliche Räume zum Wohlfühlen.
  • Nachtlicht: Spätestens, wenn Kinder allein auf die Toilette gehen können, wären Leuchten mit Bewegungsmelder nützlich. Sie gewährleisten Sicherheit, weil sie Stürzen vorbeugen. Moderne Produkte lassen sich flexibel überall dort anbringen, wo es angesichts des Laufweges Sinn macht. 

Grundsätzlich sollten im Kinderzimmer Leuchtmittel mit warmweisser Lichtfarbe zum Einsatz kommen. LEDs sparen Geld und schonen die Umwelt. Sie sind langlebig, effizient und robust.

Tipps zu Wandfarben

Zur Basis jeder Einrichtung gehört ausserdem die Wandgestaltung. Mit sorgfältig ausgewählten Farben erhalten Räume eine individuelle Atmosphäre. Die obligatorischen Nuancen Blau und Rosa sind inzwischen längst kein Muss mehr. Stattdessen greifen viele Eltern vermehrt zu zeitlosem Weiss, Creme, Grau oder Erdtönen. Unter anderem deshalb, weil sich diese Farben später auch für Kinderzimmer eignen, wenn der Nachwuchs etwas älter ist. Grundsätzlich ist es, egal ob Baby, Klein- oder Schulkind, ratsam zu hellen Tönen zu greifen. Sie bringen Freundlichkeit in Zimmer und kleinere Räume erscheinen grösser. Ergänzend zu den genannten Farben eignen sich Gelb und Grün optimal. Während Gelb eine heitere Stimmung fördert, ist Grün die Farbe der Harmonie, des Ausgleichs und der Ruhe. Die Verbindung zur Natur wirkt wohltuend.

Oft bietet es sich an, nicht alle Wände mit Farben zu gestalten, sondern lediglich einen Teil der Fläche. Zum Beispiel könnten Eltern zwei nebeneinanderliegende Wände in einem Sonnengelb und den Rest der Wandfläche weiss streichen. Oder aber die Wände heben sich rundherum nur bis Hüfthöhe farblich ab und werden oberhalb mit Schablonen und kunstvollen Zeichnungen abgerundet. Es gibt unendlich viele Varianten, um ein Baby- beziehungsweise Kinderzimmer kreativ zu inszenieren. Im Blog style-pray-love.com werden fünf inspirierende Do-it-yourself Anregungen präsentiert.

Gesundheits- und Umwelttipp

Elementar beim Streichen von Wänden im Kinderzimmer: Die Verwendung unbedenklicher Farben! Denn leider verkauft der Handel Produkte, die Wohngifte enthalten und der Gesundheit nachweislich schaden. Lösemittel sollten unbedingt vermieden werden. Dabei handelt es sich um flüchtige organische Verbindungen, kurz VOC. Diese Bestandteile gelangen über die Raumluft direkt in die Lunge und somit in den Organismus. Auch Weichmacher, Formaldehyd und Konservierungsstoffe sind Bestandteil vieler Wandfarben. Um ausschliesslich Produkte mit möglichst geringem Anteil derartiger Substanzen zu ergattern, dient die Umwelt-Etikette für Lacke, Farben und Putze der unabhängigen Schweizer Stiftung Farbe als Orientierung für Verbraucher.  Mehr dazu unter stiftungfarbe.org.

 Bodenbelag für Kinderzimmer

Auch bei der Entscheidung für einen Bodenbelag sollte die Gesundheit im Vordergrund stehen. Viele günstig produzierten Fussböden dünsten noch lange nach dem Kauf chemische Substanzen aus, die dem Körper langfristig schaden können. Deshalb sollten statt billigen PVC- oder Vinylböden besser nachhaltige Alternativen wie Kork oder Linoleum verlegt werden. Beide Materialien begeistern mit natürlichem Material, einer ausgezeichneten Ökobilanz und einem warmen Laufgefühl. Korkboden wird aus der Rinde der Korkeiche gefertigt, bei Linoleum sind Leinöl, Holzmehl und Naturharz die Hauptbestandteile.  

Möbel: Vom Baby bis zum Schulkind

Abhängig vom Alter des Nachwuchses ergeben sich spezielle Anforderungen an das Kinderzimmer. Ein Baby hat völlig andere Bedürfnisse als ein Schulkind. Während bei Babys beispielsweise die Gestaltung der Wiege beziehungsweise des Babybettchens ausschlaggebend ist, weil es zu Beginn dort am meisten Zeit verbringt, benötigen Schulkinder Schreibtisch, Stauraum und Platz zum Spielen. Der erste Schritt bei der Kinderzimmerplanung sollte deshalb darin bestehen, die Ansprüche an den Raum detailliert zu prüfen.

Mitwachsende Möbel sind eine Überlegung wert, da sie auf Dauer günstiger sein können und Zeit sparen. Denn mit ihnen müssen Eltern nicht ständig eine neue Einrichtung anschaffen, sobald das Kind den nächsten Wachstumsschub gemacht hat. Insbesondere bei Schreibtischen und Betten wären Mitwachsmöbel eine echte Alternative.

Beim Möbelkauf sind Schadstoffe ebenfalls ein grosses Thema. Wohngifte kommen bis heute in zahlreichen Kindermöbeln vor. Zwar sind vorwiegend Billigmöbel betroffen, doch ein hoher Preis ist keine Garantie für gesundheitlich unbedenkliche Substanzen. Ein wachsamer Blick auf die verarbeiteten Materialien ist unverzichtbar.

Bilder 1+2: ErikaWittlieb / pixabay.com, freie kommerzielle Nutzung