Promotion

Babyzeichensprache - Mit Babys auf dem Weg zur Sprache

Eines der wichtigsten Anliegen der Eltern ist, ihr Baby zu verstehen. Schenkt ihnen das Baby ein Lächeln oder ein Nicken, ist dies als Zustimmung, Freude oder eindeutiges "Ja" zu deuten. Wie verhält es sich aber in jenen Momenten, in denen das Baby aus nicht eindeutigen Gründen weint? Oder wenn es begeistert aus dem Fenster zeigt, und die Eltern nicht klar erkennen, was genau das Baby sieht? In allen drei Situationen ist eines klar: Babys drücken ihre Gefühle, Entdeckungen, Erlebnisse und Bedürfnisse aus. Wie können die Eltern sie dabei besser verstehen?

Babyzeichen "Hase"

Es gibt unzählige Momente, in denen Kommunikation mit einem Baby oder Kleinkind stattfindet. Jede Person, die sich dem Baby zuwendet, es ansieht und ihm Raum und Zeit last  sich auszudrücken, wird viel entdecken: An der Körpersprache und Mimik des Babys liest man schon sehr viel ab. Warum Babyzeichensprache eine sehr praktische Ergänzung auf dem Weg des Sprachlernprozesses ist, zeigen verschiedene Beispiele:

Das Baby hat bei der Nachbarin sein Schmusetier liegen lassen. Die Mutter möchte nun nach Hause und wundert sich, warum das kleine Kind sich beim Weggehen in ihren Armen windet und weint. Das Zeichen für "Teddybär", "Affe" oder "Hund" - je nachdem was für ein Kuscheltier es ist - wäre nun ganz praktisch, um Mami zu erklären, warum man unbedingt noch einmal zurück muss.

Hat ein Kind Angst, weint es heftig. Wenn die Eltern aber gerade verpasst haben was die Ursache für die Angst ist, weil beispielsweise der riesige Hund schon um die Ecke ist, werden sie das Verhalten des Babys kaum als Angst deuten. Tut etwas weh? Zahnt es wieder? Sind die Windeln voll?
Die verschiedenen Möglichkeiten durchzugehen dauert ein kleines Weilchen. Doch das Baby will in dieser Zeit vor allem eines: Gehalten werden und sich in Sicherheit fühlen. Wie schön wäre es, wenn das Baby das Babyzeichen für "Angst" kennen würde und es seinen Eltern zeigen könnte: Seine kleine Hand zur Faust schliessen und an seine Brust drücken. Dann wüssten die Eltern sofort, dass es Angst hat.

Babyzeichensprache ist etwas Bewährtes
Haben Sie Ihrem Kind schon gezeigt wie man winkt und  in die Hände geklatscht für "bravo"? Wir zeigen unseren Babys ganz selbstverständlich einfache Gesten vor, die sie nachahmen und so ihre ersten Erfahrungen im Bereich Kommunikation machen dürfen. Wenn ein Baby winkt, winkt jeder erfreut zurück, und da setzt der erste Erfolg für das Baby ein: Ich teile mich mit und bekomme dafür eine Antwort.

Die Idee der Babyzeichensprache baut auf dieser Grundlage auf: Anhand weiterer konkreter Handzeichen erhalten Babys die Möglichkeit, sich auszudrücken. Sie teilen mit, was sie sehen und erleben, und was sie sonst noch beschäftigt: "Meine Tochter interessierte sich mit acht Monaten vor allem für "Lampen". Man glaubt gar nicht, wo es überall Lampen gibt! Jede Laterne, jedes Auto, jede Esstischlampe und jedes noch so kleine Lämpchen hat sie gesehen und jedes Mal erfreut "Lampe" gezeigt. Wir hatten dadurch enorm viel miteinander zu besprechen“", erzählt Bettina, Mutter von Lara. "So erfuhr ich, dass Lara eine Vorstellung von dem hat, was eine Lampe alles sein kann. Sie verstand diesen Begriff also sehr gut und wendete ihn an, obwohl sie in dieser Zeit noch kein einziges Wort sprach. Jetzt, mit 14 Monaten, interessiert sie sich für sehr viele Dinge und erzählt gern mit ihren Händen, zum Beispiel von der "Grossmutter", welche uns gestern mit dem "Zug" besuchte. Ich erlebe dadurch ihre Welt und staune, was sie schon alles weiss, was sie sich merkt und was für sie wichtig ist. Die Welt wieder einmal mit Kinderaugen zu sehen ist ein Geschenk für mich."

Karin, Mutter von Elijah, erzählt: "ich habe schon verstanden, dass Elijah (damals 10 Monate alt) beim Spaziergang einen Baumstrunk sehr spannend fand. Dank Babyzeichen weiss ich aber, warum er ihn spannend fand; Weil er nämlich wie ein Krokodil aussah. Essen, Trinken, Schlafen, Volle Windel, all das lernt man als Mutter schnell mal "verstehen" aber es gibt so viel mehr, was ein Baby mitteilen und kommentieren möchte. Dank den Babyzeichen habe ich einen viel genaueren Einblick in die Erlebniswelt meines Kindes erhalten."

Das Anwenden ist sehr einfach
Wenn man sein Baby fragt ob es noch mehr essen möchte, zeigt man in dem Moment "mehr", in welchem man das Wort ausspricht. Genauso kann man am Ende eines Liedes fragen, ob es noch "mehr" singen möchte, es gibt gerade für das Mehr-Zeichen unzählige Einsatzmöglichkeiten. Als Reaktion reicht anfangs ein Lächeln, doch in der Regel folgt das Babyzeichen recht schnell.  Es dauert etwa sechs bis acht Wochen bis ein Baby selber Babyzeichen zeigt. In dieser Zeit lernt es, Worte mit Handzeichen zu verbinden und zu verstehen wozu die Zeichen nützlich sind.

Wann beginnt man am besten?
Wenn das Baby nach den ersten Monaten immer aktiver an unserer Welt teilnimmt, erwacht in ihm auch das Verlangen nach Kommunikation. Ab ungefähr sechs Monaten möchte es ausdrücken können, dass es Hunger hat, den Nuggi sucht oder das Telefon sehr interessant findet. Sobald das Baby zwischen sechs und neun Monaten alt ist, kann man starten.

Unterstützung im Sprachlernprozess
Wir hören also keineswegs auf zu sprechen, wenn wir unsere Sprache mit Handzeichen unterlegen. Wir bieten dem Kind zusätzlich zur  gesprochenen Sprache eine visuelle Unterstützung in Form eines Babyzeichens, wodurch sich das Baby ein neues Wort einfacher merkt und sich später auch besser dran erinnert. Es lernt auf verschiedenen Lernkanälen - Hören, Sehen, Motorik - aktiv Neues zu verarbeiten und abzuspeichern. Und die Eltern begleiten es so optimal und mit viel Spass beim Lernen.  Es gibt einige Studien, welche belegen, dass der Einsatz von Gesten in der Kommunikation den Wortschatz eines Kindes vergrössern kann.

www.babyzeichensprache.ch

Angebot:
Babykurse (Eltern-Kind-Kurse ab 6-13Monate), Fortgeschrittenenkurse (Eltern-Kind-Kurse ab 13Monaten), Workshops für Eltern und Betreuer, Weiterbildungen für Hebammen, Tagesmütter, Krippenbetreuer/-innen, Logopädinnen, Heilpädagoginnen, etc.

Literatur:
"Das grosse Buch der Babyzeichen" und "Kleines Wörterbuch der Babyzeichen" von Vivian König, Verlag Karin Kestner. Neu: "Plakat der wichtigsten Starterzeichen" und CD mit Liedern und Reimen zur Babyzeichensprache