Vielseitig essen von klein auf

Im ersten Lebensjahr lernt ein Säugling enorm viel – Krabbeln, Sitzen, Aufstehen sind nur ein Teil davon. Besonders wichtig ist aber die Konditionierung auf die Ernährung, die das Kind für das gesamte weitere Leben prägt.

Milch im Baby-Brei schmeckt und ist gesund.

Das erste Lebensmittel, mit dem ein Säugling in Berührung kommt, ist meist die Muttermilch. Sie ist ideal auf die Bedürfnisse des Babys zugeschnitten, verändert sich mit fortschreitender Stillzeit und passt so ganz selbstverständlich ihr Nährstoffverhältnis auf die Bedürfnisse des Babys an. Mit dem Einführen des Breis erlebt der Säugling nach und nach verschiedene neue Geschmäcker; ab dem 5. bis 7. Monat kann damit begonnen werden. Das Baby lernt so neue Lebensmittel kennen, an die es sich vielleicht noch aus dem Mutterleib erinnern kann, wo es bereits mit Geschmacks- und Geruchsstoffen im Fruchtwasser konfrontiert war.

Milch bleibt ein wichtiges Lebensmittel für den Säugling, einerseits weiterhin als Muttermilch, anderseits als Bestandteil des Breis. So zum Beispiel im Milch-Getreide-Brei oder als Jogurt im Getreide-Obst-Brei. Etwa mit einem halben Jahr kann die Ernährung eines Baby folgendermassen aussehen: Muttermilch zum Zmorge, Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei zum Zmittag, Getreide-Obst-Brei (mit Jogurt) am Nachmittag, Milch-Getreide-Brei zum Znacht.

Warum Milch?
Milch liefert ein breites Nährstoffangebot, besonders ist sie eine gute Quelle für Kalzium. Nach dem vierten Lebensmonat steigt der Kalziumbedarf um die Hälfte an. Kuhmilch – in den Brei gemischt – trägt zur Bedarfsdeckung bei, denn sie enthält deutlich mehr Kalzium als Muttermilch. Aber auch die Vitamine A, D und E sind reichlich in Milch enthalten, ebenso lebenswichtige Fettsäuren und hochwertiges Eiweiss, wenngleich im ersten Lebensjahr die Eiweissverdauung noch nicht ausgereift ist und Milch deshalb nur als Bestandteil des Breis gegeben wird.

Milch im ersten Lebensjahr
Kuhmilch gehört schon im ersten Lebensjahr in die Ernährung. Am Anfang wegen des hohen Protein- und Mineralstoffgehalts nur als Bestandteil des Breis, z.B. im Milch-Getreide-Brei oder Getreide-Obst-Brei mit Jogurt. Ab dem vollendeten ersten Jahr dürfen Kleinkinder die Milch auch pur geniessen. Die Angst, Milch könnte allergiefördernd wirken, ist unbegründet.

Allergieprävention im ersten Lebensjahr
Säuglinge sollten möglichst früh mit potenziellen Allergenen wie Gluten, Ei oder Milch in Kontakt kommen, allerdings nicht vor dem vollendeten vierten Monat. Das stärkt das Immunsystem und fördert die Toleranzentwicklung. Eine ausgewogene und vielseitige Kost, die häufige Allergene wie Milch, (gemahlene) Nüsse und Fisch enthält, wirkt hemmend auf die Entstehung von Allergien. Wird die Einführung dieser Lebensmittel zu lange herausgezögert, kann sich, im Gegensatz zu früheren Annahmen, eine Allergie daraus entwickeln.

Umfassende Informationen zur Ernährung von Mutter und Kind finden Sie unter www.swissmilk.ch/family

erstellt von pd