Tipps für ein gutes Raumklima im Kinderzimmer

Raumklima ist ein essenzieller Faktor für guten Wohnkomfort. Auch Kinder, die häufig noch anfälliger für die Folgen schlechter Luft sind, profitieren von einer optimalen Luftfeuchtigkeit. Doch macht ein Luftbefeuchter im Kinderzimmer Sinn? Dieser Frage gehen wir auf den Grund.

Vorweg: Luftbefeuchter im Kinderzimmer können tatsächlich insbesondere im Herbst und Winter nützlich sein. Die meistens relativ trockene Heizungsluft steigert ansonsten das Risiko von Infektionen, wobei Kinder noch etwas gefährdeter sind als Erwachsene. Ein Grundsatz, den Sie sich unbedingt merken sollten, lautet: Befeuchter für Kinder sind nicht für Babys und Kleinkinder. Letztere kombinieren bisweilen die Befeuchtungsfunktion mit weiteren Features. Sie sind beispielsweise zugleich Nachtlicht oder vernebeln zusätzlich ätherische Öle. Generell sollte für die Allerkleinsten die Regulierung des Raumklimas eher auf natürlichem Wege erfolgen. Für grössere Sprösslinge kommen dagegen durchaus auch jene Geräte infrage, die für Erwachsene angeboten werden. Allerdings sind nicht alle im selben Masse für den Einsatz in Kinderzimmern geeignet

Befeuchter erhöhen die relative Luftfeuchtigkeit
Luftbefeuchter steigern die relative Luftfeuchtigkeit. Diese bezeichnet den Sättigungsgrad der Luft mit Feuchtigkeit und wird in Prozent gemessen. Das bedeutet: Sie gibt den Anteil der Feuchtigkeit in der Luft im Verhältnis zur Feuchtigkeit an, die die Luft maximal aufnehmen könnte. Bei 100 Prozent relativer Luftfeuchtigkeit kondensiert die Feuchtigkeit. Abhängig ist diese Sättigung unter anderem von der Lufttemperatur, weil wärmere Luft mehr Feuchtigkeit speichern kann als kältere. Entsprechend sollte eine zielgerichtete Klimatisierung im Kinderzimmer vorgenommen werden. Zu warm darf es aber auch nicht sein. Einfaches Lüften kann bereits frischen Wind in das Zimmer bringen, ein Luftbefeuchter senkt die Feuchtigkeit jedoch, ohne dass in kalten Jahreszeiten die Gefahr des Auskühlens besteht. Als gesunde Luftfeuchte im Kinderzimmer und in anderen Räumlichkeiten gilt ein Wert zwischen 40 bis 60 Prozent. Hygrometer und weitere Messgeräte helfen dabei, sich stets darüber im Klaren zu sein, ob der aktuelle Feuchtigkeitsgrad zu hoch oder niedrig ist.

Warum ist die optimale Luftfeuchtigkeit im Kinderzimmer so wichtig?
Ist sie zu niedrig, kann es zu gesundheitlichen Problemen führen. Die Haut und Schleimhäute können austrocknen, sodass Keime ein leichteres Spiel haben. Gerade in jungen Jahren ist ein Mensch noch anfälliger für potenzielle Infektionen. Das Immunsystem ist dann noch nicht so ausgeprägt wie bei Erwachsenen. Möglicherweise werden die Augen trocken, was eventuell zu Rötungen, Schwellungen und/oder stetigem Tränenfluss führt. Weitere Folgen sind auftretende Müdigkeit in Begleitung von mangelnder Konzentrationsfähigkeit.

Sicherheit ist wichtig
Luftbefeuchtungsgeräte im Kinderzimmer sind nicht der einzige Weg, um die Luftfeuchtigkeit im Raum zu erhöhen, aber in der Regel der effektivste. Bisweilen reicht eine aufgestellte Schale Wasser aus oder ein Aquarium im Kinderzimmer bringt etwas Hilfe. Liegt das Raumklima aber häufig unter den Optimalwerten, sollte man das Befeuchtungsgerät vorziehen. Sicherheitsaspekte sind bei der Geräteauswahl für das Kinderzimmer noch wichtiger als bei der für andere Räume. So sollte man sich beispielsweise für Geräte entscheiden, die mit dem Prinzip der Kaltverdunstung arbeiten. Hier verdunstet Wasser und wird an die Raumluft abgegeben, ohne dass das Wasser dafür aufgeheizt wird. Das schützt vor Verbrühungen. Darüber hinaus sollte man die empfohlenen Intervalle zum Auswechseln der Filter einhalten. Nur dann entfaltet das Gerät seine maximal positive Wirkung zur Regulierung der Luftfeuchtigkeit und zum Schutz der Gesundheit des Nachwuchses. Des Weiteren sollte der Luftbefeuchter im Kinderzimmer so platziert werden, dass er nicht zur Stolperfalle wird. Und man sollte sich bewusst sein, dass es sich um ein elektrisches Gerät handelt, das insbesondere bei kleineren Kindern ausserhalb ihrer Reichweite platziert wird. Entsprechend eignen sich sehr kompakte Modelle, die ideal auf erhöhten Positionen platziert werden können – etwa auf Schränken, wo die Kleinen nicht rankommen. Durch das Verdunstungsprinzip werden zudem Kalkablagerungen auf Kindermöbeln, dem Boden oder Teppich strikt vermieden. Ein weiteres Auswahlkriterium ist die Lautstärke. Diese sollte bestmöglich sehr gering sein, insbesondere dann, wenn ein Gerät bisweilen zur Schlafenszeit läuft. Immerhin soll der wohlverdiente Schlaf des Nachwuchses nicht gestört werden.

Luftentfeuchter oder Luftreiniger?
Sinnvoll können im Kinderzimmer aber nicht nur Luftbefeuchtungsgeräte sein. Herrscht häufiger eine zu hohe Luftfeuchtigkeit im Raum, sollte man ebenfalls Abhilfe schaffen. Unter ihr kann die Gesundheit eines Kindes nämlich ebenso leiden. Keime fühlen sich im feuchten Raumklima wohl und auch Schimmelpilze gedeihen bei Feuchtigkeit oft gut. Für den Fall von häufiger zu hoher Feuchtigkeit erweist sich ein Luftentfeuchter als überaus sinnvoll. Prüfen sollte man aber auch, ob man das Zimmer richtig lüftet. Stosslüften (mehrfach am Tag für 10 bis 15 Minuten) ist die beste Variante. Für manche Kinderräume ist nicht zuletzt ein Luftreinigungsgerät sinnvoll, weil es die Luft von Staub, Pollen und anderen Fremdpartikeln befreit. Die Luftreinigung kann Kindern mit Allergien das Leben erleichtern. Auf dem Markt gibt es zudem Kombigeräte zur Luftreinigung und Befeuchtung. Sie können ebenfalls die richtige Wahl sein, um Kindern einen angenehmen und der Gesundheit förderlichen Aufenthalt in ihren Zimmern zu ermöglichen.

Fazit
Luftbefeuchter können problemlos und auf einfache Weise in das Kinderzimmer integriert werden. Für Babyräume sollte jedoch eher auf natürliche Massnahmen zur Feuchtigkeitsregulierung zurückgegriffen werden. Wichtig ist in jedem Fall, dass Sie stets auf gute Luft im Zimmer achten, da zu hohe oder niedrige Luftfeuchtigkeit sich schnell negativ auf die Gesundheit auswirken kann.

erstellt von www.brune.info