Mobbing unter Kindern und Jugendlichen: Mögliche Wege aus der Hilflosigkeit

Eine Gruppe von Kindern lässt ein Kind, das dazukommt, nicht mitspielen: Ist das schon Mobbing oder einfach ein einmaliger Vorfall aus einer Laune oder der Gruppendynamik heraus? Löst sich die Situation auf? Gerade für Eltern ist es sehr schwierig zu erkennen, ob ihr Kind tatsächlich gemobbt wird, da sie die Vorfälle in der Regel nicht direkt mitbekommen. Und doch gibt es klare Anzeichen, wann es eben mehr ist als einfach nur eine Hänselei. Im Interview mit FamilienSPICK erklärt die Psychotherapeutin Brigit Baumberger König, wie Mobbing entsteht, was die Ursachen sind und wie sich die betroffenen Kinder und Jugendlichen, Eltern und Schulen am besten verhalten sollen.

Brigit Baumberger König, Mobbing ist heute leider ein immer häufigeres Wort, nicht nur bei Erwachsenen, sondern auch bei Kindern. Wenn Kinder ein anderes Kind beim Spielen nicht mitspielen lassen, ist das bereits Mobbing?
Wenn es sich um einen individuellen Konflikt zwischen zwei Kindern handelt, nicht. Auch Ablehnung alleine bedeutet noch nicht Mobbing. Schliesst jedoch eine Gruppe von Kindern ein bestimmtes Kind immer wieder und systematisch aus, schon.

Wie würden Sie Mobbing definieren?
Mobbing ist der Missbrauch von sozialer Macht durch wiederholte Attacken gegen Schwächere.

Welches sind dabei typische Merkmale?
Einzelne Vorfälle sehen oft harmlos aus. Die Schädlichkeit liegt jedoch im Muster, nämlich der systematischen und wiederholten Erniedrigung eines einzelnen Kindes. Die Täterkinder handeln entweder direkt oder indirekt aggressiv, indem sie andere zum Plagen anstiften. Die verschiedenen Schikanen reichen von Ausgrenzen, Auslachen, Verleumden, Sachschaden bis zu physischer oder sexueller Gewalt. Ein neues, gravierendes Phänomen ist Cybermobbing auf sozialen Plattformen im Internet. Es kommt zu Verschiebungen von sozialen Normen, mit welchen die aggressiven Handlungen gerechtfertigt werden, im Extremfall: «Kim ist ein Stück Dreck, die darf man treten.»

Können Sie ein mögliches Szenario schildern, das eine Mobbingsituation unter Kindern darstellt?
Beispielsweise betreute ich ein Mädchen, das von der 2. bis 7. Klasse systematisch gehänselt und ausgeschlossen wurde. Niemand wollte sich neben sie setzen oder mit ihr in der gleichen Gruppe arbeiten. In der Pause war sie meist alleine. Sie ist betroffen von einer Aufmerksamkeitsdefizit- / Hyperaktivitätsstörung (ADHS). Durch die Schwierigkeit beim Kontrollieren ihrer Impulse war sie ein leichtes Opfer. Trotz intensiver Zusammenarbeit mit Lehrpersonen und Heilpädagogin sowie Psychotherapie zur Unterstützung des Mädchens und der Eltern änderte sich im Wesentlichen nichts an der Situation.

Weshalb gelang es so nicht, die Mobbingsituation aufzulösen?
Die Schule führte die Ausgrenzung auf die Verhaltensauffälligkeiten des Mädchens zurück, und die Interventionen zielten vor allem darauf ab, ihre sozialen Kompetenzen zu stärken. Dies war zwar notwendig, aber nicht ausreichend. Einmal wurde zwar eine Klassenintervention in Form von Gesprächen und Rollenspielen durchgeführt. Die nun wohlwollendere Haltung der Klasse dem Mädchen gegenüber flaute nach Beenden der Intervention jedoch rasch wieder ab und das Mädchen fühlte sich nun erst recht auch von den Lehrpersonen im Stich gelassen. Es wurde versäumt, die Klasse nachhaltig in die Pflicht zu nehmen.

Konnte dem Mädchen später geholfen werden?
Nach einem Schulwechsel in die nächstgelegene Stadt, bei welchem Schulinspektor, neue Schulleitung, neuer Heilpädagoge, neue Lehrperson und die Eltern von Anfang an präventiv zusammenarbeiteten, wurde das Mädchen im Klassenverband akzeptiert und fühlte sich wohl. Entscheidend für die Verbesserung waren die konsequente Haltung des Schulleiters und aller beteiligten Lehrpersonen; wöchentliche Gespräche zwischen dem Heilpädagogen und dem Mädchen, in welchen sie über erneute Anzeichen von Mobbing berichten konnte; das sofortige und entschiedene Eingreifen der Klassenlehrerin bei Anzeichen von Ausschliessen oder Hänseln.

Sind gewisse Kinder gefährdeter, Zielscheibe von Mobbing zu werden als andere? Was stellen Sie hier fest?
Mobbing kann alle treffen. Es ist sehr wichtig, die Ursache nicht beim betroffenen Kind zu suchen. Völlig unauffällige Kinder können das Pech haben, zur falschen Zeit am falschen Ort zu wohnen und in die Schule zu gehen, wo aggressive Kinder das Sagen haben und sich ein Opfer, welches grad gelegen kommt, aussuchen. In einer mir bekannten Klasse zum Beispiel war ein sozial normal kompetenter Junge jahrelang Opfer von Kollegen, welche den gleichen Schulweg wie er hatten.

Ist das tatsächlich immer so?
Kinder, welche in der Gruppe ein geringeres Ansehen geniessen und weniger stark in Beziehungen eingebunden sind, sind tendenziell gefährdeter. Denn aggressive Kinder probieren aus, was sie mit ihren Grenzüberschreitungen bewirken. Beim Plagen von angesehenen Kindern drohen eher Sanktionen durch die Gruppe und damit Prestigeverlust. Beim Plagen von sozial schwächer eingebetteten Kindern sind andere Kinder eher bereit, dies ebenfalls lustig zu finden. Stellt ein Kind sich sozial ungeschickt an, können Täterkinder mit dem auffälligen Verhalten ihre Schikanen rechtfertigen.
Genauso gefährdet können jedoch auch sozial starke Kinder sein, welche von einem aggressiven Kind als Konkurrenz angesehen werden.

Können Sie hierzu ein Beispiel nennen?
Eine sozial sehr kompetente Jugendliche, welche ausser ihrer überdurchschnittlichen Attraktivität völlig unauffällig war, berichtete mir, dass sie von ihrer ehemaligen Klassenfreundin aufs Übelste verleumdet wurde, nachdem sie versucht hatte, sich etwas von ihr zu distanzieren. Aus anzüglichen Bemerkungen von verschiedenen Mitschülern und Mitschülerinnen konnte sie erschliessen, dass über sie das Image einer «Schlampe» verbreitet wurde. Gespräche zwischen ihr und der ehemaligen Freundin nützten nichts. Erst ein Gespräch zwischen der Klassenlehrerin und der ehemaligen Freundin bewegte diese, ihre Gerüchte wieder rückgängig zu machen.


Wieso mobben Kinder überhaupt – was kann hier dahinterstecken?
Kinder mobben, weil es sich lohnt. Die frühere Annahme, dass Kinder andere vor allem wegen eigener Frustrationen oder wegen selbst erlebter Gewalt plagen, konnte widerlegt werden. Oft sind Mobber und Mobberinnen sogar überdurchschnittlich sozial kompetent, können sich sehr gut in andere hineindenken und hineinfühlen. Dies nutzen sie, um Gruppendynamiken für sich und zu ungunsten des Opfers zu beeinflussen. Sie merken, dass es für sie gewinnbringend ist, wenn sie sich auf Kosten anderer amüsieren, weil sie dadurch an Macht und Einfluss im Kindergarten oder in der Klasse gewinnen. Mitschüler und Mitschülerinnen haben Angst, als Nächstes selber «dran» zu sein, was sie daran hindert, dem Opfer zu helfen.

Was gibt es für Möglichkeiten, dies zu verhindern?
Klassen, in denen erfolgreich gemobbt wird, funktionieren eher nach Prinzipien der Dominanz- oder Angsthierarchie. Die aggressiven Kinder nehmen Führungspositionen ein. In Klassen, welche eher nach Prinzipien der Anerkennungshierarchie funktionieren, ist die Wahrscheinlichkeit von Mobbing viel geringer. Welche Art von Hierarchie vorherrscht hängt einerseits von der Klassenzusammensetzung, andererseits aber vor allem auch vom Führungsstil der Lehrperson ab. Wegschauen und Laisser-faire beim Plagen öffnen Mobbern Tür und Tor. Konsequentes Hinschauen und vor allem auch Hinhören, was die weniger glücklich wirkenden Kinder unter vier Augen berichten sowie konsequentes und deutliches Eingreifen beim Plagen verringert die Wahrscheinlichkeit, dass sich eine Mobbingdynamik bildet, deutlich.

Was passiert, wenn nichts gegen Mobbing unternommen wird?
Mobbing funktioniert deshalb so gut, weil es dem Machterhalt der Täterkinder innerhalb der Gruppe dient. Ignorieren von Mobbing führt zu Verschlimmerung: «Wenn der Lehrer nichts sagt, ist es wohl o.k., von Julia zu sagen, sie stinkt.» Auch wenn das gemobbte Kind die Schikanen passiv erduldet, wird es nicht besser: «Es ist lustig! Warum sollen wir aufhören, wenn Ali sich nicht wehrt?»

Können sich die Kinder denn nicht selber wehren?
Das Problem ist, dass es bei einer etablierten Mobbingdynamik gar kein «richtiges» Verhalten mehr gibt, durch das sich das Opfer erfolgreich wehren könnte. Das Kind kann sich entweder zurückziehen und die Peinigungen erdulden oder es entscheidet sich, sich zu wehren und wird selbst aggressiv. Dabei verstehen es die Täterkinder häufig, die Dynamik so zu drehen, dass das Opfer und nicht die Täter bestraft werden. Aufgrund der Gruppendynamik wirken Verteidigungsversuche häufig wie eine Überreaktion: «Klar, dass niemand Tim mag, wenn er bei einem Papierkügelchen gleich wütend wird.» Auch gerät das gemobbte Kind aufgrund der Schikanen in eine Dynamik, in der es sich immer merkwürdiger verhält.

Was für Auswirkungen hat Mobbing auf ein Kind?
Es entsteht die Dynamik von erlernter Hilflosigkeit mit Folgen wie anhaltender Ängstlichkeit, Traurigkeit, Schlafstörungen, gestörtem Selbstwert, abfallenden Schulleistungen, in Extremfällen sogar Suizid.

Welche Rolle spielt die Dauer des Mobbings?
Je schneller es gestoppt wird, desto besser. Kinder, welche «nur» in der Unter- oder Mittelstufe gemobbt werden, bei denen das Mobbing aber in der Oberstufe aufhört, können sich eher von den psychischen Folgen befreien. Es scheint, dass alternative Erfahrungen von Zuneigung und Dazugehörigkeit das Selbstwertgefühl wieder verbessern können. Kinder hingegen, welche bis zum Ende der Oberstufe gemobbt werden, leiden eher längerfristig an den Stresssymptomen. Häufig neigen sie auch als Erwachsene dazu, neutrale Situationen als Ablehnung zu interpretieren. Auch fehlen ihnen wertvolle Erfahrungen im Umgang mit Gleichaltrigen und sie bleiben sozial unsicher.

Nicht alle Kinder erzählen zu Hause gleich viel. Die Eltern merken aber trotzdem oft, wenn etwas nicht stimmt. Was für Anzeichen kann es geben bei einem Kind, dass es gemobbt werden könnte?
Wenn das Kind wenig oder nichts von der Schule erzählt, ungern zur Schule geht, mit beschädigtem Schulmaterial oder Verletzungen nach Hause kommt, sich ausserhalb der Schulzeit nicht mit Klassenkameraden oder -kameradinnen trifft, nie eingeladen wird, bedrückt und unglücklich wirkt, evtl. psychosomatische Beschwerden wie Kopf- oder Bauchweh hat oder schlecht schläft. Hier hilft vorsichtiges Nachfragen.

Für ein Kind ist es schlimm, wenn es das Gefühl hat, die anderen Kinder mögen es nicht, wenn es zum Beispiel in der Schulklasse ausgegrenzt wird oder auf dem Pausenhof oder auf dem Heimweg von anderen Kindern «geplagt» wird. Oft fühlt es sich hilflos und der Situation ausgeliefert. Wie soll es sich am besten verhalten?
Bei «normalen» Konflikten zwischen Kindern nützen Strategien wie das Gespräch suchen und die Situation klären, die Situation mit einem guten gleichaltrigen Freund besprechen, schlagfertige Antworten geben, «Stopp» sagen oder den Schulweg nicht alleine gehen etc.
Handelt es sich jedoch um eine eingeschliffene Mobbingdynamik, ist die einzige hilfreiche Strategie, sich an die verantwortlichen Autoritäten zu wenden. Die ersten Vertrauenspersonen sind meist die Eltern. Diese können das Kind unterstützen, sich der Klassenlehrperson anzuvertrauen, und zwar durch Schilderung von möglichst vielen konkreten Beispielen, am besten mit Datum. Hilfreich dabei ist das Führen eines Mobbingtagebuchs.

Auch für die Eltern ist das eine sehr schwierige Situation, sie fühlen sich oft hilflos, da sie ja die Mobbingsituation in der Regel nicht direkt miterleben, ihrem Kind aber helfen möchten. Was raten Sie hier?
Die Eltern tragen zwar die volle Verantwortung für ihr Kind, können aber selber wenig an der Situation ändern. Sie können dem Kind gut zuhören, es ermutigen, alles zu erzählen, und seine Gefühle ernst zu nehmen. Sie sollen nichts unternehmen, mit dem das Kind nicht einverstanden ist. Vorschnelles Eingreifen bewirkt oft, dass das Kind noch mehr geplagt wird. Da die Schule Aufsichtspflicht hat, trägt sie die Verantwortung für eine sozial verträgliche Situation für alle Kinder. Deshalb kann dem Kind am effektivsten durch beherztes Eingreifen von Schulseite geholfen werden.

Was würden Sie von der Schule erwarten?
Eine Schulleitung, welche behauptet, bei ihnen gebe es kein Mobbing, ist unglaubwürdig. Im Normalfall finden Ansätze von Mobbing in allen Schulen statt. Rasch beendet wird es jedoch nur in den Schulen, welche das Problem anerkennen und wirkungsvoll einschreiten. Ein gutes Beispiel ist der «Whole School Approach» von Dan Olweus. Die Massnahmen setzen auf drei Ebenen an:
Schule: Schülerfragebogen, Handlungsplan der Lehrerschaft, vermehrte Schulaufsicht, Konferenz mit den Eltern;
Klassenregeln mit verbindlichen Konsequenzen, Klassengespräche;
Persönliche Gespräche mit den gewalttätigen Kindern und den Opfern je separat.

Das Selbstvertrauen des Kindes wird durch Mobbing stark erschüttert. Was können die Eltern tun, um das Kind zu stärken?
Am wichtigsten ist, dem Kind zuzuhören und seine Gefühle von Wut und Traurigkeit als passend zu bestätigen. Eine Schwierigkeit dabei ist, sogenanntem sekundärem Krankheitsgewinn keinen Raum zu lassen, also abzuschätzen, ob das Kind wirklich leidet oder ob es (vielleicht unbewusst) versucht, unangenehme Aufgaben zu vermeiden. Es sollte alles unternommen werden, was möglich ist, um in Zusammenarbeit mit der Schule das Mobbing zu stoppen. Ist dies nicht möglich, bleibt den Eltern nichts anderes übrig, als das Kind zu unterstützen, in ausserschulischen Gleichaltrigengruppen Anschluss und Freunde zu finden, z. B. Pfadi, Fussballverein, Nachbarskinder ... Allerdings sollte dann mittelfristig ein Schulwechsel, mit entsprechender professioneller Unterstützung, stattfinden.

Wie können Eltern verhindern, dass ihr Kind bei Mobbing mitmacht?
Wenn Eltern entsprechende Anzeichen wahrnehmen, müssen sie diese unbedingt ernst nehmen und nicht bagatellisieren. Ist das Kind in der Rolle der Aussenstehenden oder der Mitläufer, können die Eltern es ermutigen, stattdessen dem geplagten Kind beizustehen und die Vorfälle der Lehrperson zu melden. Ist das Kind selbst in der Täterrolle oder unterstützt es die Täter, können die Eltern versuchen ihm klarzumachen, was das für das geplagte Kind bedeutet und von ihrem Kind verlangen, damit aufzuhören. Sie können mit den Eltern des geplagten Kindes Kontakt aufnehmen und nachfragen, ob das Plagen aufgehört hat, dies mehrmals über längere Zeit.

Ist Mobbing heute häufiger als früher: Wie sehen Sie das?
Mobbing gibt es, seit es hierarchisch strukturierte Gruppen mit Abhängigkeitsverhältnissen gibt. Dass heute mehr über Mobbing gesprochen wird als früher, heisst nicht, dass es häufiger ist. Im Gegenteil: Hinschauen und das Problem beim Namen nennen bilden erst die Grundlage für eine wirksame Intervention.
Heute geht man davon aus, das ca. drei bis fünf Prozent der Schulkinder ein- oder mehrmals pro Woche von ihren Mitschülern und Mitschülerinnen schikaniert werden. Bei Studien in der Unterstufe wurde herausgefunden, dass von 16 Kindern, welche von ihren Mitschülern und Mitschülerinnen eindeutig als Opfer identifiziert wurden, nur eines auch von den Lehrpersonen als solches erkannt wurde. Es gibt also noch Handlungsbedarf.

Was kann einem Kind helfen, damit es weniger in Mobbingsituationen gerät?
Wählen Sie einen Wohnort in einem Schulkreis, dessen Schule ein sozial verträgliches Miteinander unter den Schülern und Schülerinnen aktiv fördert und die auch über ein wirkungsvolles Konzept zur Bekämpfung von Mobbing verfügt.
Präventiv wirkt auch, wenn das Kind mehrere stabile Freundschaften innerhalb des Klassenverbandes hat. Unterstützen Sie daher Ihr Kind beim Pflegen und Aufrechterhalten von Freundschaften mit Klassenkameraden, auch ausserhalb der Schulzeit.
Nehmen Sie Ihr Kind ernst, wenn es von Konflikten in der Schule erzählt. Besprechen Sie mit ihm Lösungsmöglichkeiten und unterstützen Sie es, diese zunächst selber umzusetzen. Im Anfangsstadium sind Konflikte am einfachsten zu lösen. Nehmen Sie nur dann Kontakt mit den Eltern des andern Kindes auf, wenn Sie sicher sind, dass ein konstruktives Gespräch möglich ist. Sprechen Sie auf keinen Fall selbst mit dem Täterkind. Dies würde die Position Ihres eigenen Kindes schwächen.

Was ist Ihr wichtigster Rat an Eltern?
Nehmen Sie das Leiden Ihres Kindes ernst. Stehen Sie zu ihm und suchen Sie die Fehler nicht primär bei ihm: Mobbing wird nicht durch das Verhalten des Kindes, sondern durch die geschickte Auswahl und durch die persönlichen Interessen der Täterkinder ausgelöst.


Buchempfehlungen

  • Alsaker, F.D. (2004). Quälgeister und ihre Opfer. Mobbing unter Kindern – und wie man damit umgeht.
  • Schäfer, M., Herpell, G. (2010). Du Opfer! Wenn Kinder Kinder fertigmachen.
  • Schallenberg, F. (2004). Ernstfall Mobbing. Das können Eltern und Schule tun.

erstellt von Tanja Millius