Keine Tränchen beim ersten Zähnchen!

Ob beim Zahnen, Husten, Schnupfen oder anderen Erkältungs-krankheiten - Babys und Kleinkinder leiden unter diesen Beschwerden. In solchen Fällen können homöopathische Kügelchen den Kleinen das Leben erheblich erleichtern, erklärt Frau Dr. Tamara Huber, medizinisch-wissenschaftliche Leiterin bei der Iromedica AG im Interview.

Frau Dr. Tamara Huber, warum kann Zahnen schmerzen?
Beim Zahnen schieben die Zahnwurzeln die Zahnkronen an die Oberfläche. Dabei müssen die Milchzähne den Knochen und das Zahnfleisch durchstossen. Die Zähne erzeugen dabei einen hohen Druck auf Knochen und Zahnfleisch, was bei den Babys und Kleinkindern zu Schmerzen führen kann. Das Zahnen beginntin der Regel ab dem 3. Lebensmonat und läuft schubweise ab. Plötzlich spannt und juckt es in ihrem Mund, vor allem dort, wo der erste Zahn im Kommen ist. Instinktiv fangen die Babys an, an allem herum zu kauen, um den Zahndruck durch Gegendruck zu lindern. Dies führt in der Folge zu stark vermehrtem Speichelfluss, oft auch zu entzündetem, geschwollenem Zahnfleisch und geröteten Wangen. Aber nicht jedes Kind leidet gleich unter dem Milchzahndurchbruch, bei den einen läuft dieser natürliche Vorgang unproblematisch ab, die anderen plagt die erschwerte Zahnung.

Wann arbeitet sich welcher Zahn durch?
Das variiert von Kind zu Kind. Meist kommen ab dem 2-3 Monat kurz nacheinander die beiden mittleren Schneidezähne im Unterkiefer. Danach folgen in Abständen von einigen Wochen und Monaten die übrigen Schneidezähne sowie Backen- und Eckzähne, bis mit durchschnittlich 30 Monaten das Milchzahngebiss vollständig ist. Es kann aber auch ganz anders laufen. Auf jeden Fall ist das Zahnen ein enormer Wachstumsprozess, der Energie kostet und den Körper strapaziert.

Wie können sich die Beschwerden äussern?
Oft sind die Kleinen in dieser Zeit vermehrt reizbar, haben Atemwegsinfekte, Appetitmangel, Schlaflosigkeit, Verstopfung, Durchfall, Hautausschläge und sogar Fieber. Dabei bedingt häufig ein Symptom das andere.

Durch das Kauen an Gegenständen gelangen laufend Bakterien und andere Keime in den Mund, Hals, die Bronchien und den Magen-Darm-Trakt, wo sie Atemwegsinfekte und Durchfall auslösen können. Auch Sabbern und Hautausschläge hängen damit zusammen. Der mit Keimen angereicherte Urin und Speichel ist aggressiv und führt zu entzündeten Pobacken und Bäckchen. Die typischen, hochroten Zahnungsbäckchen haben allerdings noch eine andere Ursache: die verstärkte Durchblutung beim Zahnen. Viele Kinder haben auch eine Art «Zahnungs-Neurodermitis», die roten, trockenen Hautflecken, die sich bei einigen kleinen Zahnern in den Gelenkbeugen finden. Zahnende Kinder fiebern auch öfters. Das Fieber ist nicht sehr hoch und dauert auch nicht lange. Temperaturen über 39 Grad haben jedoch meist andere Ursachen, daher sollten die Kinder dann zum Arzt.

All diese Beschwerden führen in der Folge auch zu Unwohlsein, Schlaflosigkeit, Appetitmangel und Quengelikeit.

Wie können Eltern helfen?
Den ersten Vorschlag macht das Baby selbst, wenn es sein Fäustchen in den Mund steckt; es braucht etwas zum Beissen. Entweder den Zeigefinger der Eltern, die ihm gleichzeitig das Zahnfleisch etwas massieren können. Oder etwas Kühles zum Draufbeissen. Kälte mindert die Durchblutung, lindert Schmerzen und hemmt Entzündungen. Bleibt das Kind jedoch trotz aller Beissübungen und Massagen unruhig, kann man es zum Beispiel mit homöopathischen Mischpräparaten wie Osanit Zahnen behandeln. Die klassische Medizin bietet entzündungslindernde Gele wie das Osa Pflanzen-Zahngel an, das zusätzlich eine kühlende Wirkung hat, oder das schmerzstillende Osa Zahngel, das den akuten Druckschmerz lindert. Von stärkeren Medikamenten gegen Zahnungsbeschwerden, raten die meisten Zahn- und Kinderärzte ab, damit sich die Eltern den schnellen Griff nach chemischen Mitteln gar nicht erst angewöhnen.

Auch bei Husten oder Schnupfen gibt es nun wirksame homöopathische Arzneimittel.
Die Iromedica AG hat die Osanit-Familie erweitert und speziell für die Bedürfnisse von Kleinkindern und Säuglingen weitere Präparate entwickelt. Osanit Husten kann bei Reizhusten, bei bellendem Husten oder bei nachts auftretenden Hustenanfällen angewendet werden. Osanit Schnupfen hilft bei zähflüssigem, glasigen Schupfen, bei dem das Kind nur sehr schlecht durch die Nase atmen kann. Beides sind homöopathische Globuli, bei denen keine Nebenwirkungen bekannt sind.

erstellt von Christina Bösiger