Hausmittel gegen Verstopfung

Bei gestillten Säuglingen kann Verstopfung durch zu wenig Muttermilch ausgelöst werden. Bestätigt sich dies, muss zugefüttert werden.

Bei Flaschenkindern wird die Zuckermenge am besten mit Suconat, ein an Vitaminen und Mineralien reiches und sehr gut verträgliches Rohzuckerprodukt, erhöht oder ein Teelöffel Zucker durch einen Teelöffel Milchzucker ersetzt. Größeren Kindern gibt man vor den drei Hauptmahlzeiten Früchte zu essen: Geeignet sind vor allem Birnen, aber auch Pflaumen und Feigen.

Ursachen einer Verstopfung sind meist ballaststoffarme Ernährung, zu viele Süßigkeiten, Stress, seelische Probleme und Bewegungsmangel. Neben der vorübergehenden Unfähigkeit des Darms, sich täglich zu entleeren, kann es auch zu Völlegefühl, Blähungen und leichter Übelkeit kommen. Hält dieser Zustand einige Zeit an, können auch Bauchschmerzen sowie Rücken- und Kopfschmerzen auftreten.

Trockenfrüchte wie Feigen oder Pflaumen beseitigen Verstopfungen auf gesunde Weise. Wenn Ihr Kind starke Bauchschmerzen hat, erbricht oder apathisch wirkt, sollten Sie Ihren Kinderarzt aufsuchen.

Bei einer chronischen Verstopfung sollte die Ernährung unbedingt dauerhaft auf ballaststoffreiche Vollwertkost umgestellt werden.

Grossmutters Tipp

Leinsamen und Weizenkleie gelten als sehr verdauungsfördernd. Der Erfolg stellt sich allerdings erst nach einigen Tagen ein. 3 Esslöffel Leinsamen oder Weizenkleie, in Joghurt, Milch, Säften oder Salaten täglich verzehrt, fördern dauerhaft eine gesunde Verdauung.

Leinsamen

Leinsamen sind ein nebenwirkungsfreies, verträgliches und gut wirksames Abführmittel und zur Anwendung bei Darmträgheit und Verstopfung geeignet. Leinsamen wirken als Volumenabführmittel, das heißt, sie nehmen große Mengen an Flüssigkeit auf und vergrößern ihr Volumen um ein Vielfaches. Daher ist es wichtig, auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu achten. Leinsamen eignen sich zur Anwendung bei Kindern, die unter vorübergehender Verstopfung leiden.

Symptome

Erst wenn der Stuhlgang hart und trocken ist und nur einmal pro Woche entleert wird, handelt es sich um eine Verstopfung. Meist ist der Stuhlgang dann auch ziemlich schmerzhaft. Das Kind hat Angst, auf die Toilette zu gehen und hält den Stuhl noch länger zurück. Ein Teufelskreis, denn dadurch kann der natürliche Entleerungsreflex verloren gehen und sich die Verstopfung noch verschlimmern.

Ursachen

Eine der häufigsten Ursachen ist falsche Ernährung. Die Kinder essen zu wenig Gemüse, Obst und Vollkornprodukte und nehmen dadurch zu wenig Ballaststoffe auf. Auch eine zu geringe Flüssigkeitsaufnahme kann Verstopfung verursachen. Bei Säuglingen ist nicht selten die Umstellung von Muttermilch auf Breimahlzeiten bzw. Breikost für die Verstopfung verantwortlich.

FAM TIPP: HAFERFLOCKEN UND REIS

Haferflocken sind gut bei Verstopfung und bei verdorbenem Magen, Reis wirkt hingegen bei Durchfall.

FAM TIPP: GERIEBENER APFEL

Besonders bei Kindern ist ein frisch geriebener Apfel ein sehr wirksames Mittel gegen Durchfall. Reiben Sie einen Apfel mit der Schale und lassen Sie den Brei so lange stehen, bis er bräunlich geworden ist. Wirkt auch bei Verstopfung.

Quelle: www.famhotels.ch