Hausmittel gegen Verbrennungen

Verbrennungen und besonders Verbrühungen gehören zu den häufigsten Unfällen im Kindesalter. Ähnlich wie bei Vergiftungen sind Kinder im ersten Entdeckungsalter zwischen 2 und 4 Jahren vorrangig gefährdet.

Medizinisch gesehen sind Verbrennungen Hautentzündungen, die durch offene Flammen, heißes Wasser oder Sonne verursacht worden sind. Neben Rötungen und Schwellungen entwickeln sich oft auch Brandblasen, aus denen helle Gewebeflüssigkeit austritt. Großflächige Verbrennungen von mehr als 5 % der Körperoberfläche müssen umgehend von einem Arzt behandelt werden. Bei schweren Verbrennungen besteht Schock- und damit Lebensgefahr!

Das Ausmaß der Verletzung ist abhängig von der Art des heißen Stoffes, seiner Temperatur und Einwirkungsdauer. Siedendes Wasser hat z. B. eine Temperatur von ca. 100 °C, Öl in einer Friteuse ca. 200 °C und eine offene Flamme ca. 1200 °C. Schon 52 °C heißes Wasser schädigt die Haut. Eltern und Erzieher haben hier eine hohe Verantwortung, nicht nur Gefahrenquellen vor dem Kind aus dem Weg zu räumen, sondern ihr Kind auch in der Einschätzung von Gefahrensituationen altersgerecht zu unterweisen.

Sofortmassnahmen

  • Ruhe bewahren und nicht in Panik ausbrechen!
  • Sofort die Wunde kühlen (mit Wasser oder feuchten Tüchern).
  • Wund- und Brandessenz oder Combudoron-Essenz (im Verhältnis 1:10 mit Wasser verdünnt) als feuchte Umschläge auflegen und den Notruf verständigen (bei schwerwiegenden Verletzungen).
  • Brandblasen nicht öffnen! Infektionsgefahr!
  • Bei Säuglingen und Kleinkindern grundsätzlich ein Krankenhaus aufsuchen.

Kalter Milchwickel

Ein Tuch in kalte Milch tauchen, leicht auswringen und auf die verbrühte oder verbrannte Hautstelle legen. Darauf ein kaltes Kirschkernsäckchen legen. Sobald das Tuch trocknet, wird es erneuert.

Kartoffelauflage

Rohe Kartoffeln zu einem Brei zerdrücken und direkt auf die betroffene Körperregion geben. Ein kühles Tuch darüber legen. Darauf ein kaltes Kirschkernsäckchen legen.

Honig

Ist die Erste Hilfe bei einer Verbrennung geleistet, ist zur Nachbehandlung Honig empfehlenswert. Er beschleunigt die Heilung und verhindert die Blasenbildung. Dazu einfach etwas Honig auf die Hautstelle streichen.

Lavendel

Zur Nachbehandlung einer Verbrennung eignet sich auch Lavendel. Das ätherische Öl kann pur auf die zuvor behandelte Stelle aufgetragen werden.

Ringelblume

Ringelblumenblüten hemmen Entzündungen, fördern die Wundheilung und töten Viren und Bakterien ab. Eine klinische Studie zeigte gute Erfolge bei Verbrennungen und Verbrühungen. Setzen Sie 1 Teelöffel Blüten mit ½ Liter Wasser kalt an. Kochen Sie es auf und verwenden es abgekühlt für Umschläge.

Quelle: www.famhotels.ch