Hausmittel gegen Blähungen

Wenn Ihr Säugling unter Blähungen leidet, dann versuchen Sie zunächst, die Nahrungsaufnahme in den richtigen Rhythmus zu bringen, d. h. regelmäßig alle 4 Stunden bieten Sie Brust oder Flasche an.

Säuglinge, die nicht im richtigen Rhythmus ernährt werden, sind besonders anfällig für Verdauungsstörungen. Zur erst halb angedauten Nahrung im Magen kommt die frische Milch, was zu Irritationen führen kann, vor allem zu Blähungen. „Stillen“ Sie die Schreiphase nicht mit Stillen, sondern durch beruhigendes Wiegen oder ungesüßten Fencheltee.

Ungesüßter Fencheltee

½ Teelöffel zerdrückte Fenchelfrüchte mit ¼ Liter kochendem Wasser übergießen. 10 Minuten ziehen lassen, danach abseihen. ¼ Tasse (30 Milliliter) entweder der Flaschennahrung zusetzen oder vor der Mahlzeit geben. Blähungen kommen bei 25-50 % aller Säuglinge vor, die ansonsten üblicherweise gesund sind. Die Situation kann sehr belastend für die Eltern sein, dieser Stress überträgt sich wiederum auf Ihr Baby.

Symptome

Bei Blähungen bildet sich zu viel Luft im Darm. Ein Großteil dieser Luft wird durch die Darmwände ins Blut aufgenommen und über die Lunge ausgeatmet. Aber bei Blähungen bleibt immer noch genug Luft im Darm zurück, um Beschwerden zu verursachen. Blähungen sind entweder mit einem aufgetriebenen Bauch und Schmerzen verbunden oder mit dem Abgehen von Flatulenzen.

Die Schmerzen, die mit den Blähungen verbunden sind, können sehr stark und stechend sein. Vor allem Kinder leiden darunter oft ausgesprochen stark, so dass sie kaum laufen können. Manchmal werden Kinder wegen Blähungen sogar mit Verdacht auf Blindarmentzündung ins Krankenhaus gebracht, weil die Schmerzen so stark sind.

Behandlung

Gegen unangenehme Blähungen werden vor allem verschiedene Hausmittel empfohlen, es gibt jedoch auch Arzneimittel.

  • Verzicht auf Nahrungsmittel, die besonders blähend wirken.
  • Wärme, wie z. B. das Auflegen einer Wärmeflasche.
  • Heilpflanzen als Tee getrunken, wie Kamille, Anis, Gänsekraut, Fenchel oder Kümmel.
  • Ihre Nähe tröstet Ihr Baby und wirkt beruhigend.
  • Lassen Sie Ihr Baby nicht jede halbe Stunde an der Brust oder Milchflasche trinken.

Melisse

Melissenblätter wirken beruhigend auf die Nerven und damit auch auf den Magen-Darm-Trakt. Übergießen Sie 2 Teelöffel Melissenblätter mit 150 Milliliter kochendem Wasser und lassen es 10 bis 15 Minuten ziehen. Bieten Sie den Tee drei- bis viermal täglich oder abends an.

„Vier-Winde-Tee“

Der Tee hilft gegen Blähungen und schmeckt süßlich.

Zutaten:

25 Gramm Anissamen
25 Gramm Fenchelsamen
25 Gramm Koriandersamen
25 Gramm Kümmelsamen

Zerstoßen Sie 1 Teelöffel von der Mischung und überbrühen es mit 150 Milliliter kochendem Wasser. Lassen Sie den Tee 10 Minuten zugedeckt ziehen und trinken Sie drei - bis viermal täglich davon.

FAM TIPP: HEILUNG DURCH BERÜHRUNG

Bei Babys besonders hilfreich ist die Bauchmassage, bei der der Bauch auf das Baby schauend im Uhrzeigersinn kreisend sanft massiert wird. Dabei lösen sich eventuell festsitzende Gasblasen, die schmerzhaft drücken können.

FAM TIPP: FLIEGERGRIFF

Der Fliegergriff lässt die gestaute Luft leichter abgehen. Legen Sie Ihr Baby in Bauchlage auf einen Ihrer Unterarme. Seinen Kopf stützen Sie mit Ihrer Hand.

Quelle: www.famhotels.ch