Gut geschützt in den Sommer!

Sonnenschutz ist nicht schwierig, schon einfache Massnahmen zeigen grosse Wirkung: Ein schönes Schattenplätzchen lädt zum Spielen, Faulenzen und Geniessen ein. Zusätzlich schützen Kleider, Hut und Sonnenbrille vor den UV-Strahlen. Und schon steht einem unbeschwerten Sommertag nichts mehr im Wege.

Nachdem Familie Berger die Mittagszeit auf der schattigen Terrasse ihres Ferienhauses in der Toskana genossen hat, macht sie sich mit Sack und Pack wieder auf zum Strand. Nick, der dreijährige Sohn, freut sich auf das Sandburgenbauen. Der Sand ist am späteren Nachmittag nicht mehr glühend heiss, so macht das Spielen und Planschen richtig Spass.


Kinder sind immer in Bewegung

Plötzlich rupft und zupft der Kleine an seinem T-Shirt und reisst sich den Sonnenhut von seinem Blondschopf. «Ich will kein Leibchen tragen, ich will keinen Hut aufsetzen, ich will nicht...", jammert er. «Stopp!», unterbricht ihn sein Vater lachend, «hör auf zu jammern, als ob du der ärmste Bub der Welt wärst! Schau, du hast so eine empfi ndliche Haut, die müssen wir gut vor der Sonne schützen, sonst bekommst du einen Sonnenbrand und das tut dir überhaupt nicht gut. Mama und ich schützen uns auch!» Kommt Ihnen diese Situation bekannt vor? Oder ist Ihr Kind immer stolz darauf, wenn es seine Sonnenbrille und den bunten Hut anziehen darf? Kinder sind immer in Bewegung, wollen sich frei und ungebunden fühlen. Sie dazu zu bringen, unter einem Sonnenschirm oder im Schatten eines Baumes zu spielen, ist gar nicht so einfach. Umso wichtiger ist es deshalb, den Sonnenschutz für die ganze Familie den Freizeit-Aktivitäten anzupassen.

Passen Sie den Sonnenschutz Ihren Aktivitäten an
Der optimale Sonnenschutz für Gross und Klein hängt von verschiedenen Faktoren ab: Massgebend sind die Intensität der UV-Strahlen, die Art der Aktivität, die Dauer des Aufenthalts an der Sonne und die Sonnenempfindlichkeit der Haut.

Verreisen Sie in den Süden?
In südlichen Ländern ist die UV-Strahlung stärker als bei uns. Lockere Kleider, ein Hut, eine Sonnenbrille und Sonnenschutzmittel gehören deshalb unbedingt mit ins Reisegepäck. Und machen Sie es wie die einheimische Bevölkerung: Verbringen Sie die Mittagszeit von 11 bis 15 Uhr im Haus oder draussen im Schatten.

Erfrischen Sie sich an sonnigen Tagen an einem See?

Auch im Wasser gelangen die UV-Strahlen auf unsere Haut. Verwenden Sie deshalb ein wasserfestes Sonnenschutzmittel und vergessen Sie nicht, sich nach dem Baden erneut einzucremen. Durch die Reflexion der UV-Strahlen an der Oberfläche sind Sie auch auf dem Wasser einer stärkeren Belastung ausgesetzt. Schützen Sie Ihre Haut mit Kleidern, Hut und Sonnenschutzmittel und tragen Sie eine Sonnenbrille.

Freuen Sie sich auf eine Wanderung in den Bergen?
In den Bergen sind Sie einer stärkeren UV-Strahlung ausgesetzt als im Mittelland und Sie halten sich oft lange an der Sonne auf. Schützen Sie insbesondere Ihre Schultern und Arme mit Kleidung und tragen Sie einen Hut. Vergessen Sie nicht, die unbedeckten Hautstellen wie Gesicht, Hände und Nacken mit Sonnenschutzmittel zu schützen und verbringen Sie die Pausen wenn immer möglich im Schatten.

Geniessen Sie die sonnigen Tage in Ihrer Umgebung?

Die UV-Strahlen sind in der Schweiz in den Sommermonaten, von Mai bis August, am intensivsten. Es ist wichtig, dass Sie vor allem die intensive Mittagssonne von 11 bis 15 Uhr meiden und diese Zeit unter einem Baum, in einem schattigen Café oder an einem lauschigen Plätzchen im Park verbringen. Machen Sie zudem Hut, Sonnenbrille und Sonnenschutzmittel für sich und Ihre Kinder zu Ihren ständigen Begleitern, zum Beispiel mit einer Sonnenschutz- Tasche im Kinderwagen. Und denken Sie daran: Dichtes Haar kann die Kopfhaut vor UV-Strahlen schützen. Sobald dieses fehlt (Scheitel, Glatze, Rasur), ist die Haut komplett ungeschützt. Menschen mit einer Glatze oder ganz kurzen Haaren sollten also unbedingt eine Kopfbedeckung tragen. Mit einem Hut mit Nackenschutz oder breiter Krempe schützen Sie zudem nicht nur Ihre Kopfhaut und Ihren Nacken, sondern auch Ihre Haare vor den UVStrahlen.

Kinderhaut braucht einen umfassenden Sonnenschutz
Alle Menschen reagieren auf die Sonnenstrahlung, aber nicht alle reagieren gleich stark. Deshalb sollte sich jede und jeder - ob dunkel- oder hellhäutig - vor der Sonne schützen. Kinderhaut muss besonders gut geschützt werden, denn sie ist empfi ndlicher als jene von Erwachsenen. Die natürlichen Eigenschutzmechanismen der Haut sind vor allem in den ersten Lebensjahren noch nicht vollständig entwickelt. Babys dürfen deswegen nie direkter Sonnenstrahlung ausgesetzt sein und auch bei älteren Kindern sollte besonders gut auf einen optimalen Sonnenschutz geachtet werden.

 

  • Kleinkinder bis zum ersten Lebensjahr nicht der direkten Sonnenstrahlung aussetzen
  • Schatten der Sonne vorziehen
  • Vermeiden der stärksten Sonneneinstrahlung (von 11 Uhr bis 15 Uhr)
  • Hut mit Nackenschutz oder breitem Rand, T-Shirt, Hose und Sonnenbrille tragen
  • Nicht bedeckte Körperstellen mit einem Sonnenschutzmittel eincremen, das vor UVA- und UVB-Strahlen schützt und einen hohen Lichtschutzfaktor aufweist. Kindergerechte Produkte verwenden, die keine oder möglichst wenig Zusatzstoffe wie beispielsweise Parfum enthalten
  • Auch wasserfeste Sonnenschutzmittel nach dem Baden erneut auftragen
  • Lippen, Ohren, Nase und Fussrücken schützen


Die Sonne ist lebenswichtig, birgt aber auch Gefahren
UV-Strahlen sind eine der Hauptursachen für die Entstehung von Hautkrebs. In unseren Zellen befindet sich die Erbsubstanz, die sogenannte DNA. Sie speichert jene Informationen, die für die Entwicklung und den Stoffwechsel der Zellen notwendig sind. UV-Strahlen schädigen die DNA. Bis zu einem gewissen Grad kann der Körper die Schäden «reparieren», einzelne Zellen können jedoch beschädigt zurückbleiben und sich zu Krebszellen entwickeln. Zudem schädigen die UVA-Strahlen das Bindegewebe, was zu einer frühzeitigen Hautalterung führen kann. Die Bräunung ist eine natürliche Reaktion der Haut, um sich vor UVStrahlen zu schützen. Eine gesunde Sonnenbräune gibt es also nicht.

Die Angebote der Krebsliga

  • Online-Informationen: www.krebsliga.ch/sonnenschutz und www.krebsliga.ch/hautkrebs
  • Broschüre «Sonnenschutz» und Booklet «Sonnenschutz - Das Wichtigste in Kürze» kostenlos erhältlich bei der Krebsliga Schweiz im Internet unter www.krebsliga.ch/broschueren oder unter Telefon 0844 85 00 00 sowie per E-Mail unter shopkrebsliga.REMOVE-THIS.ch
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  • «Parcours Prävention»: Erfahren Sie auf einer virtuellen Wanderung unter www.krebsliga.ch/parcours, wie Sie Ihr Krebsrisiko senken können

erstellt von Aline Binggeli