Familienerlebnisse wie aus dem Bilderbuch

Die Ferienregion Heidiland liegt gut erreichbar im Osten der Schweiz. Hier liess sich vor über 130 Jahren Autorin Johanna Spyri zu ihrem Weltbestseller «Heidi» inspirieren. Heute warten in Heidis Heimat neben Begegnungen mit der Romanfigur zahlreiche Abenteuer für die ganze Familie.

«Vom freundlichen Dorfe Maienfeld führt ein Fussweg durch grüne, baumreiche Fluren bis zum Fusse der Höhen, die von dieser Seite gross und ernst auf das Tal herniederschauen». Seit Johanna Spyri im Jahr 1880 ihr weltberühmtes Buch «Heidis Lehr- und Wanderjahre» mit diesem Satz begann, wird das Weindörfchen Maienfeld in der Ferienregion Heidiland mit Heidi in Verbindung gebracht. Wenn man mit einheimischen Maienfeldern älteren Semesters spricht, erinnert sich so mancher noch mit glänzenden Augen an die Aufnahmen einer Filmsequenz, die im Städtchen Maienfeld für die berühmten Heidifilme gemacht wurden. Viele von ihnen waren selbst als Statisten mit dabei. Heidi als Kindheitserinnerung – nicht alle haben dieses Privileg. Doch der Mythos Heidi ist heute für jedermann erlebbar. Im Heididorf in Maienfeld kann man bei der Begehung des Heidihauses hautnah miterleben, wie man zu Heidis Zeiten gelebt hat. Und wer schon einmal den Ausblick von der darüberliegenden Heidialp ins Tal genossen hat, kann gut nachvollziehen, weshalb Johanna Spyri hier zu ihren Heidi-Romanen inspiriert wurde.

Zu Besuch bei Heidi in Maienfeld

Bereits die Anreise durch das historische Stadtzentrum von Maienfeld ist ein Erlebnis. Oberhalb von Maienfeld liegt das Heididorf. Das authentische Erlebnis beginnt im Heidihaus. Hier ist zu sehen, wie die Menschen zu Heidis Zeiten gelebt haben. Im Heididorf findet sich an leicht erhöhter Lage Alpöhis Hütte. Vom Haus auf die Alp ist es so ein Katzensprung. Wer mit seiner Familie echte Alpluft riechen möchte, für den lohnt sich die Wanderung auf dem Heidi Erlebnisweg. Dieser führt ab dem Heididorf in gut 1,5 Stunden Wanderzeit auf die Heidialp «Ochsenberg». An 12 Stationen erfahren Klein und Gross unterwegs mehr zur Heidi-Geschichte.

Apropos Heidi Geschichte: Der Kinderbuch-Klassiker gehört mittlerweile zu den weltweit meist übersetzten Büchern. In insgesamt 52 verschiedene Sprachen ist der Roman bereits erschienen. Ein Grossteil davon ist im Johanna-Spyri-Museum im Haupthaus des Heididorfs ausgestellt. Spannend ist auch, dass die Romanfigur Heidi in diversen Länder unterschiedlich dargestellt oder gezeichnet wurde, ein Grossteil dieser Sammlung ist im Museum ebenfalls zu sehen. Im unteren Stock finden Heidi-Fans einen grossen Souvenirshop und die kleinste Poststelle der Schweiz. Hier erhalten alle Briefmarkenliebhaber und Heidifans einen Sonderstempel. Draussen vor dem Haus trifft man auf lebendige Freunde von «Bärli» und «Schwänli». Im kleinen Streichelzoo kommen kleine Besucher Peters Geissen ganz nah. Und wenn nach all diesen Erlebnissen der Magen knurrt, lohnt sich auf dem Rückweg zum Parkplatz ein Halt beim Restaurant Heidihof. Von hier hat man eine herrliche Sicht nach Bad Ragaz und ins Bündner Rheintal.

Mit der Heidi-Gondel zum Heidipfad

Auf der gegenüberliegenden Talseite auf dem Ausflugsberg Pizol lädt ein ganz spezieller Heidi- Erlebnisweg dazu ein, die Heidigeschichte interaktiv zu erleben. So verstehen die Kleinen spätestens nach einem Fussbad in der ersten Kinder- Kneippanlage der Schweiz auf dem Heidipfad am Pizol, was natürliche Frische heisst. Bereits an der Talstation in Bad Ragaz werden Kinder und ihre Eltern mit kleinen Geissenställe auf die Heidi-Erlebniswelt eingestimmt. Hoch auf den Berg geht es dann mit den buntbemalten und dekorierten Heidi-Gondeln. Am Berg angekommen wartet Heidi mit verschieden Aufgaben und Spielen auf grosse und kleine Kinder. Der Heidipfad hält spannende Aktivitäten wie der Alpruf oder der Geissensprung bereit. Unterwegs haben sich verschiedene Holz- Geissen versteckt. Wer die Tiere gefunden hat, darf an einem Wettbewerb teilnehmen. Eine Pause gefällig? Der Hängematten-Wald lädt zum Entspannen ein. Auf einer Wanderung darf das Picknicken selbstverständlich nicht zu kurz kommen. Die Feuerstelle vor der Alp Schwarzbüel bietet die Möglichkeit eine feine Wurst zu bräteln, so kann die zweite Etappe der Rundwanderung gestärkt in Angriff genommen werden. Alternativ bieten sich für Familien diverse Restaurants rund um die Bergstation Pardiel an.

Familienspass am See und auf dem Berg

Szenenwechsel. Rund 20 Fahrminuten von Maienfeld entfernt liegt der Walensee. Die Szenerie mit dem fjordartigen See und der imposanten Kulisse der sieben Churfirsten ist wie aus dem Bilderbuch. In dieser Idylle wartet ab Juli 2018 ein besonderes Erlebnis auf die ganze Familie. Das «Spielerlebnis Walensee» verbindet sechs neue thematische Spielplätze rund um den See mit einer einzigartigen Geschichte, bei dem sich Gross und Klein auf eine spannende Entdecker-Reise rund um den See begeben. Von A nach B respektive von Spielplatz zu Spielplatz gelangt man standesgemäss mit dem Schiff. Wer mehr Zeit mitbringt, entdeckt hier mit den Seerenbachfällen bei Betlis eine der höchsten Wasserfälle der Schweiz oder das autofreie Weindörfchen Quinten, das nur zu Fuss ober per Schiff erreichbar ist. Gerade im Herbst ist der Kastanienweg in Murg ein Geheimtipp für Familien. Er führt durch den grössten Kastanienwald nördlich der Alpen und an einem idyllischen Waldspielplatz und einem versteckten Wasserfall vorbei.

Von Unterterzen bringt eine Gondelbahn die Besucher vom See hoch auf den Flumserberg. Bereits die Fahrt mit Blick auf den Walensee ist ein Highlight. Zwölf Minuten dauert das Spektakel, bevor man an der Bergstation auf der Alp Tannenboden ankommt. Der Tannenboden ist der ideale Ausgangspunkt, um die Alpen- und Bergwelt hoch über dem Walensee zu erkunden. Wer hoch hinaus möchte, gelangt mit der nächsten Gondelbahn auf den Maschgenkamm auf 2020 m ü. M. Hier wartet mit dem Zigerrundweg ein gut ausgebauter Panoramarundweg in alpiner Landschaft, der gar mit dem Kinderwagen befahren werden kann. Auf der gegenüberliegenden Bergspitze, dem Prodkamm, startet der Sagenerlebnisweg. Hier werden Familien an verschiedenen Stationen aufgefordert, dem «Wilden Manndli» zu helfen. Die unbestrittenen Sommerstars bei Familien am Flumserberg heissen Floomzer und Cliimber. Der Floomzer ist eine Sommerrodelbahn, die auf insgesamt 250 Höhenmetern mit drei Kreiseln, zwei Tunnels und zahlreichen Kurven, Brücken und Wellen aufwartet. Wetten, dass hier nicht nur die Kleinen ihren Spass haben? Dasselbe gilt für den Cliimber, ein innovativer Kletterturm, der auf der Prodalp an prominenter Lage steht mit bester Aussicht auf die gegenüberliegenden Churfirsten. Der Cliimber ist ein kristallförmiger Turm mit über 100 Kletterstationen auf drei Etagen. Ein ausgeklügeltes Sicherheitssystem sorgt dafür, dass sich die Gäste ganz individuell und unlimitiert an den einzelnen Stationen versuchen können, solange es Lust und Kondition zulassen. Auch die kleinsten Steinböcke sind aufgefordert ihr Können auf dem miniCLiiMBER unter Beweis zu stellen. Zahlreiche Gastronomiebetriebe am Berg sorgen dafür, dass die Naturidylle nicht durch knurrende Mägen gestört wird. Besonders beliebt bei Familien sind die beiden Restaurants Kabinenbahn und Prodalp. Von beiden Sonnenterassen aus haben Eltern Blick auf die kostenlosen Riesenhüpfkissen, auf denen sich die Kinder austoben können.

Mehr zu den Familien-Erlebnissen in der Ferienregion Heidiland auf www.heidiland.com/familien