Ein Ort der Begegnung und des Austauschs

Am 29. und 30. November 2019 findet in Luzern die Swiss Handicap statt. Die einzige nationale Messe für Menschen mit und ohne Behinderung spricht dabei ganz unterschiedliche Themen an, dient auch als Brückenbauer und schafft Transparenz. René Plaschko, Initiant und Verwaltungsratspräsident der Swiss Handicap, spricht im Interview über die Herausforderungen, eine solche Messe auf die Beine zu stellen und wie man es schafft, individuelle Ansprüche unter einen Hut zu bringen.

Bereits zum fünften Mal wird im November die Swiss Handicap durchgeführt. Was war damals der Stein des Anstosses?
Für mich war immer klar: Die Schweiz braucht eine Plattform für Menschen mit Behinderung, deren Angehörige sowie im Sozial- und Gesundheitswesen tätige Fachpersonen. Immerhin reden wir hier von etwa 1,6 Millionen Menschen mit Behinderung.

Mittlerweile hat sich die Messe zur nationalen Plattform gemausert.
Wir haben in der Tat von Anfang an ein grosses Interesse an unserer Idee gespürt. Die Swiss Handicap ist aus einem Bedürfnis entstanden. Wir Initianten konnten auch etwas von unseren langjährigen Netzwerken in der Branche profitieren.

Welches sind die weiteren Ziele der Swiss Handicap?
Als einzige nationale Messe für Menschen mit und ohne Behinderung greift die Swiss Handicap Themen rund um das Leben mit einer geistigen, körperlichen, psychischen oder sensorischen Beeinträchtigung auf. Und dies, so  denke ich, mit viel Feingefühl.
Sie soll ein Ort der Begegnungen, des Austauschs und der Erlebnisse sein. Die Swiss Handicap hat sich als nationale Plattform etabliert, die massgeblich das selbstbestimmte Leben von Menschen mit Behinderung fördert. Mit  Leidenschaft und Engagement wollen wir uns für die  Anliegen von Menschen mit Behinderung einsetzen. Auch wichtig ist es, Transparenz zu schaffen, aktuelle Themen auf den Tisch zu bringen und Menschen mit einer Behinderung bessere Lebensbedingungen zu ermöglichen.

Dies alles unter einen Hut zu bringen, dürfte auch eine  Herausforderung sein.
Die verschiedenen Arten von Behinderungen optimal zu berücksichtigen und für alle ein passendes Angebot zu schaffen, ist tatsächlich eine Gratwanderung. Wir wollen stets aktuell sein und die brennendsten Fragen thematisieren. Für dieses Jahr legen wir beispielsweise einen Fokus auf das Thema Arbeit.

Bleiben wir bei der Zukunft. Sind absehbare Änderungen geplant?
Das Konzept wird laufend im Team angepasst. Jedoch scheint die allgemeine Richtung für unsere Partner zu stimmen. Dieses Jahr konzentrieren wir uns wie gesagt stark auf das Thema Arbeit und die Arbeitsintegration. Ansonsten dürfen wir auf unsere langjährigen und  bewährten Partner setzen und freuen uns auf weitere gute Zusammenarbeit.

Hilfsmittelberatung an der Swiss Handicap
Die Schweizerische Arbeitsgemeinschaft Hilfsmittelberatung für Behinderte und Betagte (SAHB) ist eine unabhängige Fachstelle für hindernisfreies und selbstständiges Leben. Die Fachleute der SHAB  beraten behinderte und betagte Menschen und ihre Bezugspersonen und unterstützen sie dabei, die  richtigen Hilfsmittel zu beschaffen. An einem Stand an der Swiss Handicap können sich Betroffene unverbindlich über das Angebot informieren.

Die Swiss Handicap findet vom Freitag, 29. bis  Samstag, 30. November 2019, in Luzern statt. Die Messe zieht Jahr für Jahr rund 9800 Besuchende an. 150 Aussteller sorgen dabei für ein umfangreiches Angebot: So sind ein Vortragstudio, eine Eventbühne, ein Weihnachtsmarkt sowie ein Besuch des  Samichlaus geplant.

erstellt von Manuela Bruhin