Ein Klassiker mit vielen Neuerungen

1996 kam der Skoda Octavia auf den Markt. Damit startet der beliebte Tscheche nun in sein drittes Jahrzehnt. Rechtzeitig auf diesen Termin wurde der Octavia neu aufgelegt: Vom Design über den Innenraum bis zur Technologie gibt es eine Reihe von Neuerungen, die auch bei Familien für zusätzlichen Komfort, Sicherheit und Spass sorgen.

Unser Testteam mit Nina (8) und Lynn (6) hatte beim Test für diese Ausgabe ein wahres Heimspiel: Wir fahren auch privat einen Skoda Octavia. Damit entfiel schon einmal die sonst übliche Aufwärmzeit vor Testfahrten. Wir mussten nicht zuerst erkunden, wie die Gangschaltung aufgebaut ist und wo sich der Blinkerhebel befindet. Allerdings durften wir bald feststellen, dass im neuen Modell doch einiges drinsteckt, was wir von unserem vierjährigen Wagen nicht kennen. Direkt nebeneinander sehen die beiden zwar aus wie Brüder, doch auch schon beim Design hat der tschechische Hersteller einiges getan, was sich beim genaueren Hinschauen in zahlreichen Details zeigt. Der Octavia kommt ausdrucksstärker und prägnanter daher als bei früheren Modellen. Das liegt unter anderem an der Front mit dem breiten Kühlergrill und den zusätzlichen Scheinwerfern.

Sicherheitssysteme
Das «Innenleben» hält aber noch einiges mehr bereit. Damit ist vor allem all das gemeint, was an Einstellungen möglich ist oder unter «Fahrerassistenzsystem» läuft. Denn zugegeben: Was da alles unter der Motorhaube passiert, das ist für uns drei unbekanntes Terrain. Nicht nur meine Mädchen sind diesbezüglich ahnungslos, auch ich habe keinen blassen Schimmer von verschiedenen Antriebstechnologien und irgendwelchen Leistungsdaten. Was wir aber natürlich ausprobiert haben, sind diverse Neuerungen, die beispielsweise das Ausparken und Rangieren erleichtern. Radarsensoren sorgen für zusätzliche Sicherheit, sie reagieren nun auch auf Fussgänger, die über die Strasse gehen. Die Gefahr des toten Winkels wird mit dem «Blind Spot Detect» gebannt, weitere Sensoren warnen, wenn sich von hinten etwas schnell nähert. Gedacht wurde auch an Leute, die gern mit einem Anhänger wie einem Wohnwagen unterwegs sind. Ein optional erhältlicher Assistent hilft beim Rangieren.

Praktische Spielereien
Das Interesse der Kinder weckt jeweils alles, was sich im – sichtbar grosszügigeren – Display abspielt. Dazu gehört das Musiksystem wie auch Konnektivitäts-Lösungen, mit denen sich beispielsweise das Smartphone verbinden lässt. SMS können abgehört oder auch direkt im Display geschrieben werden. Als Option gibt es auch eine Sprachbedienung. Das Ganze lässt sich in Verbindung mit einer eigenen App von Skoda nutzen. Gemäss Beschreibung des Herstellers kann man damit beispielsweise überprüfen, ob Fenster und Türen geschlossen sind und wie es mit dem Treibstoffvorrat aussieht.

Vieles im neuen Skoda Octavia Kombi läuft unter «nicht zwingend nötig, aber doch sehr praktisch, wenn man es hat». Zum Beispiel der neue Flaschenhalter mit einem speziell geformten Unterboden. Er ermöglicht es, eine Flasche mit einer Hand zu öffnen. Bei langen Fahrten ist man durchaus froh um solche kleinen Innovationen. Die herausnehmbare Taschenlampe im Gepäckraum, die während der Fahrt aufgeladen wird, gehört auch dazu. Wie immer nach Testfahren ist unser Team danach mit ein bisschen Wehmut in den eigenen Wagen umgestiegen, der solche Extras vermissen lässt …

erstellt von Stefan Millius