Autotest Suzuki Swift – Ein kleiner trumpft gross auf

Für einmal hatten wir keine Platzprobleme beim Parkieren im Rahmen unserer Reihe «Autos im Familientest». Der Suzuki Swift ist kompakt und «handlich». Spass hatten wir aber nicht weniger als in den diversen Wagen für Grossfamilien, die wir auch schon ausführen durften. Und im Swift steckt trotzdem alles, was ein Auto haben muss.

Für einmal hatten wir keine Platzprobleme beim Parkieren im Rahmen unserer Reihe «Autos im Familientest». Der Suzuki Swift ist kompakt und «handlich». Spass hatten wir aber nicht weniger als in den diversen Wagen für Grossfamilien, die wir auch schon ausführen durften. Und im Swift steckt trotzdem alles, was ein Auto haben muss.

Viel Platz und Stauraum

Aber natürlich ist der Komfort auch für die Entscheider wichtig. Nachdem wir früher in typischen «Familienkarossen » für Tests unterwegs gewesen waren – darunter auch mal solche für sieben Leute –, war die Fahrt mit dem Suzuki Swift in seiner aktualisierten Ausgabe eine Abwechslung. Und es zeigte sich: Platz ist relativ. Zwar ist der Swift natürlich nicht für eine Grossfamilie angelegt, aber bei der normalen Viererbesetzung ist er richtig geräumig. Jedenfalls kann man sich angesichts des Sitzkomforts gut vorstellen, auch weite Strecken damit zurückzulegen. Und er hat darüber hinaus sogar im Kofferraum noch
ordentlich Stauraum für ein Auto dieser Klasse. Gegenüber dem Vorgängermodell stieg die Kapazität um über 50 Liter.
Es steckt auch erstaunlich viel Intelligenz in dem Kleinen. Das Touch-Display hält ein ganzes Multimediasystem bereit. Auf eine anwenderfreundliche Navigation oder die Kopplung mit dem Handy muss man hier also nicht verzichten. Unser Modell war ein 4x4, den wir zwar nicht austesteten, der aber gemäss Instruktion automatisch funktioniert und nicht manuell zugeschaltet werden muss.
Nina und ihr Mitpassagier Lynn (7) waren einmal mehr vor allem an den diversen Anzeigen interessiert. Der Japaner wirkt im Armaturenbereich alles andere als billig, die Instrumente
kommen wertig daher und sind benutzerfreundlich angelegt.

Gut im Stadtverkehr

Auf der Autobahn, die auf unserer Teststrecke ein gewisses Höhenniveau bewältigt, hätte ich mir persönlich die eine oder andere PS gewünscht, aber so wurde es dann eine eher gemütliche Fahrt mit Verzicht auf Überholmanöver. Umso angenehmer war es im Stadtverkehr. Hier zeigt der Suzuki Swift seine Wendigkeit, er fährt sich angenehm und durchaus sportlich. In Sachen Sicherheit wird auch einiges geboten: Notbremssystem mit Kollisionswarner oder die Rückfahrkamera sind hier zu nennen. Erschwerend kam bei unserer Testfahrt dazu, dass ich mich zuerst wieder an eine Gangschaltung gewöhnen musste, nachdem ich vor einem Jahr auf Automatik gewechselt habe. Die beruhigende Nachricht: Man verlernt es nie. Nur auf den ersten paar Hundert Metern zeigte sich, dass das Anschnallobligatorium auch auf den hinteren Sitzen durchaus Sinn macht, ansonsten wären wir vermutlich zu viert vorne gesessen ...

Gelungene Erneuerung

Alles in allem ist der Suzuki Swift ein Kleinwagen, der gut aussieht, Spass macht und für eine kleinere Familie oder als Zweitwagen eine sehr vernünftige Option darstellt – auch preislich. Vor allem Autofahrer, die noch das alte Swift-Modell besitzen und allenfalls umsteigen wollen, dürften aufhorchen, wenn sie die zahlreichen Verbesserungen addieren. Es hat sich gelohnt, den früher schon sehr beliebten Suzuki Swift mit einer «Generalüberholung» zwar nicht zu einem völlig neuen, aber weitgehend erneuerten
Modell zu machen.

erstellt von Stefan Millius