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Das Schweizer Immunstimulans gegen häufige Atemwegsinfektionen.

Seit über eineinhalb Jahren tragen wir häufig Masken und halten uns an die Corona-Vorschriften. Dadurch wird nicht nur das Coronavirus im Schach gehalten, sondern auch die herkömmlichen Erkältungs- und Grippeviren. Fallen die Hygienevorschriften, gibt es jedoch auch wieder mehr Schnupfnasen. Auch bei Kindern, wie Apothekerin Catherine a Marca Martinet von der Apotheke Dr a Marca erklärt.

Bild:©Pixel-Shot/shutterstock.com

Man hört in den vergangenen Wochen viel über eine vermehrte Häufung von Atemwegsinfektionen. Was ist der Grund einer solchen Befürchtung?
Catherine a Marca Martinet: Über 18 Monate lang haben wir an vielen Orten Masken getragen, Abstand gehalten und die Kapazitäten eingeschränkt. Dadurch wurden die Ansteckungen mit dem Coronavirus im Zaum gehalten. Aber auch andere Infektionskrankheiten sind gesunken: Weniger Menschen waren erkältet, haben gehustet oder litten an der herkömmlichen Grippe. Wenn nun diese Hygienemassnahmen wegfallen, dann treten die bekannten Viren natürlich verstärkt auf. Unser Immunsystem muss nun also wieder arbeiten. Ein Stück weit erhalten wir unser normales Leben zurück. Und dazu gehören eben auch die «alten» Viren.

Wie sieht es aus bei Kindern? Sind Kinder aktuell generell anfälliger für Atemwegsinfekte?
Catherine a Marca Martinet: Ja, das kommt nicht überraschend. Ihr Immunsystem ist noch nicht so stark ausgebildet wie das eines Erwachsenen. Durch die Hygienemassnahmen wurde diese Entwicklung noch weiter verzögert.

Was kann man denn tun, um das Immunsystem zu stärken?
Catherine a Marca Martinet: Ich empfehle, sich regelmässig an der frischen Luft zu bewegen. Eine gesunde Ernährung und ausreichend Schlaf helfen dabei, gesund zu bleiben. Wer aber häufig an Erkältungen oder grippalen Infekten leidet, kann seinem Immunsystem mithilfe von speziellen Medikamenten «unter die Arme greifen».

Welche Optionen gibt es insbesondere für ganz kleine Kinder, damit diese nicht die ganze Zeit über krank sind und Eltern nicht zur Arbeit gehen können?
Catherine a Marca Martinet: Es ist immer wichtig, den Allgemeinzustand der Kinder zu beobachten. Mit ganz kleinen Babys unter drei Monaten sollten die Eltern schneller einen Arzt aufsuchen, wenn sie an Fieber leiden. Je grösser sie werden, desto robuster sind sie meistens. Ist ein Kind aber übermässig viel erkältet oder hat Fieber, kann eine präventive Medizin zur Stärkung des Immunsystems helfen.

Wie sieht es mit Ansteckungen innerhalb der Familie aus, besonders im Hinblick auf die bevorstehenden Festtage? Häufig sind dann ja auch die Grosseltern dabei …
Catherine a Marca Martinet: Handelt es sich um einen normalen Schnupfen, sollten die Räume regelmässig gelüftet werden. Das hilft, die Ansteckungsgefahr zu senken. Auch auf das Umarmen und Händeschütteln sollte verzichtet werden. Natürlich muss man auch hier zwischen einem normalen Schnupfen oder Covid-19 unterscheiden.

Wie unterscheiden sich die Symptome einer klassischen Grippe von Covid-19?
Catherine a Marca Martinet: Das ist tatsächlich nicht immer so einfach. Ein sehr häufiges Symptom von Covid-19 ist der Geruchs- und Geschmacksverlust. Bemerkt man dies, sollte man sich sofort testen lassen. Die normale Erkältung macht sich häufig mit Halsschmerzen und Schnupfen bemerkbar. Corona hingegen ist häufig mit Gliederschmerzen und einem trockenen Husten verbunden. Wir empfehlen den Leuten, sich unverzüglich testen zu lassen. Gerade auch vor den Feiertagen, um die Personengruppen zu schützen.

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