Schweizer Familien fühlen sich glücklich - wirklich?
96 Prozent der Eltern fühlen sich mit ihrer Familie "glücklich" oder sogar "sehr glücklich": Das ist das überraschende Ergebnis des ersten "Familienbarometers" des Elternmagazins Fritz+Fränzi.
Als schön und heil wird das Familienland Schweiz aber nicht wahrgenommen: Über die Hälfte aller befragten Eltern zweifeln an der Familienfreundlichkeit der Schweiz. Ohne die Unterstützungder Grosseltern geht nichts; fast die Hälfte glaubt, dass Familienväter, die weniger als 80 Prozent arbeiten, in unserer Gesellschaft nicht ernst genommen werden und kaum jemand legt Wert auf Familienfeste - das sind weitere interessante Fakten aus der neuen Studie.Das subjektive Glücksempfinden der in der Deutschschweiz lebenden Eltern ist sehr ausgeprägt: Insgesamt geben 50 Prozent an, "glücklich" zu sein in ihren Familien - 47 Prozent der Paarhaushalte und 40 Prozent der Einelternhaushalte fühlen sich gar "sehr glücklich". Als "stark" (45%) oder "sehr stark" (52%) bezeichnen die Befragten zudem den Zusammenhalt in ihren Familien. Die Schweiz also ein Land der glückseligen Familien? "Das ist zu kurz gegriffen", weiss Dr. Eveline von Arx, Redaktionsleiterin des Elternmagazins Fritz+Fränzi, die das erste Familienbarometer bei der Firma onemarketing in Auftrag gegeben hat, "denn dieses Glücksempfinden steht im Kontrast zur Erfahrung, dass die Schweiz nicht als familienfreundliches Land wahrgenommen wird."
Ansehen der Familienarbeit ist tief
So gibt mehr als die Hälfte der Befragten an, dass für Familien hierzulande mehr gemacht werden könnte. Verbesserungsmöglichkeiten sehen die Eltern vor allem in den Betreuungsangeboten (38%) oder in Steuervorteilen (29%), und fast ein Fünftel findet, dass die Kinderzulagen erhöht werden sollten. Dieser Wunsch nimmt mitzunehmendem Alter der Kinder noch zu. Geht es um das Ansehen, welches die Familienarbeit heute in der Gesellschaft geniesst, zeigt sich auch da ein eher ernüchterndes Bild: Mehr als die Hälfte der Befragten geht davon aus, dass die Familienarbeit einen tiefen Stellenwert hat. Mies steht es um das Image der Teilzeitarbeitenden Väter: Fast jeder zweite meint, dass ein Vater, der weniger als eine 80 Prozent-Stelle hat, in der Gesellschaft nicht wirklich ernst genommen wird.
Streit um den Medienkonsum der Kinder
Konflikte finden in Schweizer Familien mehrheitlich zwischen Eltern und Kindern statt: Es geht dabei vor allem um alltägliche Reibereien wie das "Benehmen" oder wann die Kinder im Bett oder vom Ausgang wieder zu Hause sein sollten. Aber auch der Medienkonsum der Kinder (TV, Internet und Games) gibt in beinahe jedem dritten Haushalt Anlass zu Konflikten. Fast ebenso oft wird um die Mithilfe im Haushalt gestritten, also um das Erledigen der so genannten "Ämtli". In Einelternhaushalten (39%) ist dies noch öfter der Fall als in Paarhaushalten (29%).
Gemeinsam Essen - aber nicht an Weihnachten
Wenn Eltern Hilfe brauchen, wenden sie sich am häufigsten an die Verwandtschaft. Es erstaunt also nicht, wenn 57 Prozent der Familien auch heute noch angeben, dass sie von den Grosseltern der Kinder am meisten unterstützt werden. "Das?Familienbarometer 2011 ist ein Abbild dessen, was Familien heute bewegt", sagt Dr. Eveline von Arx. Und so bietet die Studie verschiedene andere interessante Ergebnisse- etwa, dass im Familienalltag auf "gemeinsamen Mahlzeiten" (bei 61 Prozent der Befragten) Wert gelegt wird, nicht aber auf Familienfeste wie Weihnachten oder Geburtstage, welche nur von vier Prozent geschätzt werden.
Quelle/Text: Fritz+Fränzi
Verwandte Adressen
- Hunde und Katzentreff Malters
- Verein Tiere in Not / Tierheim Staffweid6044 Udligenwil
- Katzehuus GKB4133 Pratteln
- Tierschutzverein Uri6460 Altdorf
- Tierschutzverein Bern / Tierheim Oberbottigen3019 Bern-Oberbottigen
6105 Schachen
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