Alarmierende Zahlen zum Hautkrebsvorkommen

Das Bundesamt für Gesundheit veröffentlichte heute alarmierende Zahlen zum Hautkrebsvorkommen. Im Vergleich von 40 europäischen Ländern belegt die Schweiz den ersten Platz. Nebst der Sonnenstrahlung spielt gemäss wissenschaftlichen Erkenntnissen die künstliche Bestrahlung im Solarium eine wichtige Rolle.
Das Gesundheitsrisiko für Solariumnutzer wird durch die natürliche Sonneneinstrahlung noch erhöht. (Bild: holbox)
Weltweit betrachtet besetzt die Schweiz hinter Australien und Neuseeland den zweiten Platz. Mit jährlich 22 neuen Fällen pro 100 000 Einwohner belegt man bei den Hautmelanomen den ungewollten Spitzenplatz in Europa. Die meist nicht tödlich verlaufenden Hautveränderungen, so genannte Nicht-Melanome, treten mit jährlich rund 160 neuen Fällen pro 100 000 Einwohner deutlich häufiger auf als Melanome, das aber zu den häufigsten Krebsarten bei jungen Erwachsenen gehört.

Solarium - ein unterschätztes Risiko

Ultraviolette (UV-) Strahlung gilt als die Hauptursache für Hautkrebs. Nicht nur die Sonne, sondern auch Solarien mit ihrer künstlich erzeugten UV-Strahlung gelten als wichtigste Quellen der krebserzeugenden Strahlung. Der genetische Effekt für die Entstehung von Hautkrebs wird auf etwa zehn Prozent geschätzt.

Grundsätzlich ist die Nutzung eines Solariums ein potenzielles Gesundheitsrisiko. Die BAG-Studie zeigt, dass 38% aller Schweizer Einwohnerinnen und Einwohner ab 16 Jahren in ihrem Leben schon einmal ein Solarium benutzt haben. Fast ein Zehntel der Bevölkerung lässt sich regelmässig unter der künstlichen Sonne bräunen. Die wissenschaftliche Literatur weist unabhängig von Nutzungsart und Nutzungsdauer auf ein signifikant höheres Hautkrebsrisiko hin. Doch die Häufigkeit der Nutzung erhöht zwar das Risiko, laut BAG lässt sich aber keine fixe Risikoschwelle definieren, da das Risiko nicht zuletzt auch vom Gerätetyp und Hauttyp abhängt.

Aufgrund des kumulierenden Gefährdungspotenzials von UV-Strahlung erhöhe sich zudem das Gesundheitsrisiko für Solariumnutzer durch die natürliche Sonneneinstrahlung.

Die aktuellen, fast sommerlichen Witterungsverhältnisse erfordern aber mit oder ohne Solariumsnutzung, dieses Jahr schon früh Sonnenschutzmassnahmen. Informationen über die UV-Strahlenbelastung werden täglich als UV-Index aktualisiert.

Quelle/Text: Nadine Rydzyk / BAG


Hautkrebs frühzeitig erkennen

Auf dem Präventionsportal www.myskincheck.ch wird demnächst erneut ein kostenloser Check von verdächtigen Muttermalen durch die Facharztgruppe Dermatologie FMH / Leitung Prof. Dr. Reinhard Dummer durchgeführt. Die Aktion findet vom  statt.

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