Acht Sachen, die Erziehung stark machen
Der Schweizerische Bund für Elternbildung SBE beschreibt die Basistätigkeiten in seiner Kampagne «Stark durch Erziehung» mit einfachen Aussagen. Eltern, Lehrpersonen und Fachleute in allen Landesteilen werden angeregt, über gemeinsame Werte und gute Erziehung zu sprechen.
Meine Mutter musste mir die Geschichte von Capucine unzählige Male vorlesen. Noch heute erinnere ich mich an die gemeinsame Zeit, sobald ich Kapuzinerblüten sehe. Gemeinsam verbrachte Zeit fördert die Bindung der Kinder zu erwachsenen Bezugspersonen, seien es Mutter, Vater, Grosseltern oder ausserfamiliäre Betreuungspersonen. Solche stabilen Bindungen stellen eine bedeutende Basis für die lebenswichtigen Lernprozesse dar.
Erziehung soll Kinder stark machen, sodass sie ihr Leben selbst bestimmen, Herausforderungen meistern, Beziehungen eingehen, Rückschläge verkraften und andere Meinungen annehmen können.
Alle anderen Kinder erhalten mehr Taschengeld, haben einen eigenen Fernseher, dürfen länger an der Party teilnehmen und, und, und. Die Liste liesse sich beliebig erweitern, die Argumente sind den meisten Eltern bekannt. Sie können verunsichern und die Eltern auch unter Druck setzen.
Mit ihrem Erziehungsstil beeinflussen die Eltern das Lernen und die Gesundheit ihrer Kinder. Es lohnt sich also, sich Gedanken über den eigenen Erziehungsstil zu machen und es kann enorm bereichernd sein, sich mit anderen Eltern auszutauschen und gemeinsame Abmachungen zu treffen. Solche Gespräche regen an, Neues auszuprobieren und machen Mut, einmal mehr unbequem zu sein. Sie können Teil einer privaten Einladung sein. Es gibt zahlreiche Angebote, die von erfahrenen Elternbildner/innen geleitet werden. Aber auch an Elternabenden im Kindergarten oder der Schule können Erziehungsthemen aufgenommen werden.
Die Broschüre «Acht Sachen, die Erziehung stark machen» ist ein Teil der erfolgreichen Kampagne des Schweizerischen Bundes für Elternbildung SBE. Sie enthält die acht Kernaussagen zum Thema Erziehung und viele anregende Tipps für die Umsetzung im Alltag. Die Aussagen sind einfach und hübsch illustriert. Sie sprechen Eltern und Erziehungspersonen aus allen Schichten und Kulturen gleichermassen an und laden dazu ein, sich mit dem eigenen Erziehungsstil auseinanderzusetzen. Die Broschüre ist in 15 Sprachen erhältlich.
Für die Diskussion in Schulen wurde im Kanton Zürich eine Handreichung erarbeitet, welche es Lehrpersonen und Elterngremien erlaubt, die Themen anlässlich eines Elternabends aufzunehmen.
Weitere Informationen und Bestellungen: e-e-e.ch
Quelle/Text: Maja Mulle
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