Zappeln bringt Action!

Ganz ohne Controller gamen? Keine Frage, das ist ab sofort möglich. Mit Kinect für Xbox 360 ist jetzt eine neue Technologie auf den Markt gekommen, die genau das und noch einiges mehr bietet. Wir haben getestet, ob und wie das funktioniert.
Das Wichtigste gleich vorneweg: Gamen mit Kinect ist nichts für Schlafmützen! Hier ist voller Körpereinsatz gefragt, denn der Spielende ist selbst der Controller. Gesteuert und gewählt wird mit der Hand - mit einfachen Wisch- und Winkbewegungen. Controller, Buttons und Sticks, wie man sie von der Nintendo Wii oder der PS3 her kennt, sind unnötig, statt dessen hüpft man bei Sport- und Actionspielen vor dem Fernseher auf und ab, kickt virtuelle Bälle, streichelt oder dressiert virtuelle Tiere, springt über virtuelle Hindernisse und hält bei Autorennen ein virtuelles Lenkrad in den Händen. Das ist am Anfang etwas gewöhnungsbedürftig, doch entsprechende Tricks und Bewegungen hat man schnell raus.

So funktioniert`s
Es ist ganz einfach - jede Bewegung, die man selbst ausführt, macht auch die Spielerfigur auf dem Bildschirm. Möglich macht dies der Kinect-Sensor, ein cooles, schwarzes Teil, in dem unter anderem drei Kameras und Mikrofone in einem schwarzen Kunststoff-Balken verborgen sind. Dieses "Auge" ist auf einem Standfuss montiert und richtet sich automatisch selbst im Raum aus. Wer schon eine Xbox hat und dieses völlige neuartige Gamegefühl selbst ausprobieren möchte, braucht also zusätzlich diesen Kinect-Sensor.

Das Einrichten und Installieren von Kinect ist kinderleicht. Wichtig zu wissen: Je grösser der Fernseher, desto höher der Spielspass! Ausserdem: Das Wohnzimmer sollte genügend Platz bieten. Mindestens zwei bis drei Meter möbelfreie Fläche vor dem Fernseher sind empfehlenswert, denn die Bewegungen - vor allem wenn mehrere Personen zusammen spielen - brauchen viel Raum.

Jetzt geht`s los
Wir stellen uns also vor den Sensor und schon geht es los. Auf der Homescreen - dem Kinect Hub - erscheinen Icons. Von hier aus können verschiedene Dienste wie beispielsweise der Video-Chat, Filme on-demand in High-Definition-Qualität, Musik, Newsplattformen oder die Games angewählt werden . Die Optionen lassen sich mit entsprechenden Handbewegungen starten - einfach wischen, tippen oder winken. Wer hier einen Film sehen will, kann ebenfalls mit Wischbewegungen vor- oder zurückspulen, stoppen oder pausieren: ein völlig neues Feeling! Wir sind beeindruckt, wie schnell und reibungslos das funktioniert.

Spiele für Sportfans
Bis jetzt stehen 15 Games zur Verfügung - dazu sind laufend Neue und auch altbekannte geplant oder werden für Kinect erweitert. Wir haben einen Blick auf Kinect Adventures, Kinectimals, Kinect Sports, Kinect Joy Ride und Dance Party geworfen. Allen Games ist gemeinsam: Sie bringen einen echt ins Schwitzen! Das ist gut für alle Sportfans, für Bewegungsmuffel hingegen ist das nichts. Am Coolsten finden wir Kinect Sports. Hier versuchen wir uns in verschiedenen Sportarten wie Fussball, Bowling, Leichtathletik, Boxen, Beach-Volleyball und Tischtennis. Statt wild auf den Knöpfchen rumzudrücken, kicken wir  - ganz wie im richtigen Leben - die Bälle mit den Füssen, spielen Tischtennis mit den Händen und springen beim Hürdenlauf über die virtuellen Hindernisse. Das macht echt Spass! Bei Kinect Adventures kämpfen wir uns durch einen Dschungel von zahlreichen Mini-Games, die allesamt vollen Körpereinsatz verlangen. Auch Joy Ride ist witzig: Gesteuert wird hier mit dem "Luft-Lenkrad" in den Händen - das klappt wunderbar, sogar auf der Stunt-Strecke.

Bei Kinectimals kommt ein richtiges Streichelzoo-Feeling auf! Hier gibt es 20 süsse, exotische Wildkatzen, die man dressieren, streicheln und pflegen kann. Man kann sie sogar beim Namen rufen, ihnen Kunststücke beibringen und natürlich mit ihnen spielen. Beim Tanzspiel Dance Central wird das Wohnzimmer zur Disco! Gesteuert wir auch hier mit Körperbewegungen. Tolle Idee: Das Spiel informiert über die Kalorien, die beim Tanzen verbrannt werden. Zudem sorgen unterschiedliche Showbühnen, drei Schwierigkeitsgrade und ein lehrreicher Trainingsmodus dafür, dass auch ungeübte Tänzer auf ihre Kosten kommen. Songs von Künstlern wie Rihanna, Nelly Furtado oder Pitbull heizen dabei richtig ein.

Fazit
Wer sich gerne bewegt, wird mit der Microsoft Xbox 360 Kinect viel Spass haben!

Was uns gefällt
  • keine Controller, Buttons, Sticks usw. nötig
  • erkennt die Körperbewegungen
  • sorgt für Action
  • ist witzig und neu
  • bietet abwechslungsreiche Unterhaltung für die ganze Familie
  • tolle Grafik

Zu bedenken:
  • braucht viel Platz zum Spielen
  • bei der jetzigen Spiele-Auswahl MUSS man sich bewegen

Produkte und Preise

Wer schon eine Xbox 360 hat, braucht nur einen Kinect Sensor. Dieser ist für Fr. 219.- im Handel erhältlich und wird mit dem Spiel "Kinect Adventures" ausgeliefert. Die neue Xbox 360 250 GB Konsole ist für Fr. 369.- erhältlich. Die kleinere Variante mit 4GB Speicherplatz wird inklusive Kinect Sensor und dem Spiel "Kinect Adventures" für Fr. 449.- in den Regalen stehen.

Quelle/Text: Christina Bösiger


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