Mammografie-Screening-Programme für alle Frauen

Anlässlich des Internationalen Tags der Mammografie verlangt die Krebsliga, dass schweizweit alle Frauen zwischen 50 und 70 Jahren Zugang zu systematischen Mammografie-Screening-Programmen erhalten.
Eine Brustkrebserkrankung kann zwar nicht verhindert, jedoch meist im Anfangsstadium diagnostiziert werden. Die Krebsliga setzt sich für ein qualitätsgesichertes systematisches Brustkrebs-Screening ein, das unter die Leistungspflicht der Krankenversicherung fällt. Wird eine Brustkrebserkrankung frühzeitig erkannt, bestehen gute Heilungschancen. 

Einige Kantone haben dies erkannt und für alle Frauen zwischen 50 und 70 Jahren systematische Brustkrebs-Früherkennungsprogramme eingeführt. Es sind dies die Westschweizer Kantone, der Berner Jura und St. Gallen, ab nächstem Jahr auch Graubünden und Thurgau. Das Vorgehen ist eidgenössisch geregelt und ermöglicht gemäss der im Oktober 2009 revidierten Krankenpflege-Leistungsverordnung für die systematischen Mammografie-Screenings eine Kostenübernahme durch die Grundversicherung der Krankenkasse.

Trotz dieser Fortschritte im Hinblick auf die Chancengleichheit für alle Frauen in der ganzen Schweiz bietet die Mehrheit der Deutschschweizer Kantone immer noch keine Mammografie-Screening-Programme an. Somit haben gerade benachteiligte Frauen das Nachsehen und müssen auf eine öffentliche Gesundheitsleistung verzichten, die Leiden verringern, medizinische Behandlungen vereinfachen und zum Teil Leben retten hilft.

Die Krebsliga verlangt, dass alle in der Schweiz wohnhaften Frauen die Möglichkeit erhalten, sich alle zwei Jahre einer qualitätsgeprüften und vom Krankenversicherer übernommenen Mammografie-Untersuchung zu unterziehen. Sie ruft die Kantone ohne systematische Brustkrebs-Früherkennungsprogramme dazu auf, diese möglichst rasch einzuführen.

Die Krebsliga Schweiz ist eine privatrechtlich geführte nationale Organisation und dem Gemeinwohl verpflichtet. Sie ist als Verband organisiert und vereinigt 20 kantonale und regionale Ligen. Sie wird vorwiegend durch Spenden finanziert und arbeitet in der Forschungsförderung, in der Krebsprävention und für die Unterstützung von Menschen mit Krebs und ihren Angehörigen. Sie feiert 2010 ihr 100-jähriges Bestehen.

Hintergrundinformation über Brustkrebsfrüherkennung finden Sie hier >
 

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