Schwanger mit 40: Last Minute Baby?

Gehören auch Sie zur Fraktion der "Spätberufenen"? Dann befinden Sie sich in guter Gesellschaft: 17 Prozent aller Erstschwangeren sind älter als 35 Jahre - Tendenz steigend. Auch wenn Sie auf dem Papier eine "Risikoschwangere" sind: geniessen Sie Ihre Schwangerschaft!
Risiken: Frühgeburt und Down-Syndrom
"Sie sind schwanger!" - nach dieser frohen Nachricht schwankt die werdende Mutter ständig zwischen Angst und Ausgelassenheit. Zum einen bedeutet es für Frauen über 40 die letzte Chance auf ein Kind, bevor die Fruchtbarkeit ausbleibt, zum anderen birgt eine Schwangerschaft im fortgeschrittenen Alter gewisse Gefahren. Das Risiko eines genetischen Chromosomenschadens (z. B. dem Down-Syndrom, auch als Mongolismus bekannt) steigt bei Frauen ab 35 stark an.

Erst nach dem dritten Schwangerschaftsmonat kann endgültig grünes Licht gegeben werden, denn etwa die Hälfte aller Schwangerschaften enden bei älteren Müttern mit einer Fehlgeburt, oft schon im Anfangsstadium, bevor die Mutter ihren Zustand überhaupt registriert. Durchschnittlich endet etwa jede 5. Schwangerschaft mit einer Fehlgeburt.

Erstgebärende über 35 und werdende Mütter über 40 erhalten in ihrem Mutterpass automatisch den Vermerk "Risikoschwangerschaft". Keine Sorge, dies hört sich zwar zunächst dramatisch an, ist für die Mutter aber durchaus von Vorteil. Es bedeutet, dass der Arzt noch genauer und öfter Vorsorgeuntersuchungen durchführen wird, um mögliche Beschwerden frühzeitig auszuschliessen oder behandeln zu können. Die üblichen 12 Vorsorgeuntersuchungen können in so einem Falle problemlos erweitert werden, bei der Geburt steht mehr Personal für die Betreuung zur Verfügung (durchschnittlich zählen fast die Hälfte aller Schwangeren zur Risikogruppe, z. B. bei Übergewicht oder chronischen Krankheiten).

Fast 40 Prozent bringen Ihr Kind per Kaiserschnitt auf die Welt. Dieser Eingriff ist in vielen Fällen unnötig, da Vierzigjährige - ob Erstgebärende oder nicht - sowohl von der Gewebedehnfähigkeit, als auch vom Geburtsablauf nicht gehandicapt sind. Es steckt eher die Angst des Arztes vor Komplikationen dahinter.

Ernährungstipps: Das Plus an Powerstoffen
Dinner for two - jetzt essen Sie für zwei. Nicht was die Menge anbelangt, sondern in punkto Vitalstoffe. Schwangere haben einen erhöhten Bedarf an Vitaminen und Mineralstoffen. Deshalb: bewusster essen! Achten Sie vor allem auf ausreichend Eisen, Jod und Folsäure! Während der Schwangerschaft wird der Nährstoffgehalt Ihres Blutes kontrolliert und der Arzt verschreibt gegebenenfalls entsprechende Präparate. Milchprodukte (Kalzium) stärken die Knochen, Magnesium (z. B. in Nüssen, Körnern und grünem Blattgemüse) hilft gegen Muskelkrämpfe und schwere Beine. Die Antioxidantien A, C, E und Zink stärken das Immunsystem, schützen vor freien Radikalen und beugen Krankheiten vor. Essen Sie viel Obst, Gemüse und Vollkornprodukte - die darin enthaltenen Ballaststoffe regulieren die Verdauung sowie die Blutzucker- und Cholesterinwerte.

Leider ist es heute im Zeitalter von BSE, MKS und anderen Lebensmittelskandalen nicht mehr so einfach, sich sicher zu ernähren. Greifen Sie deshalb vor allem während der Schwangerschaft auf hochwertige Qualitätsprodukte zurück - mit Lebensmitteln aus ökologischem Anbau tun Sie sich und dem Ungeborenen von Anfang an etwas Gutes.

Quelle/Text: babyclub.de


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