Kinder und Sucht
Wenn die Kinder älter werden, tauchen im Familienalltag neue Themen auf: Suchtmittel und Suchtmittelkonsum.
Gespräche der SFA mit Elternberatungsstellen haben gezeigt: Elternbriefe, die Erzie-hungssituationen im Zusammenhang mit Suchtmitteln und Suchtmittelkonsum erläutern, entsprechen einem Bedürfnis vieler Eltern. Wenn ein Kind sich verändert, neue Freunde hat und zu Hause nur noch wenig von sich erzählt, dann machen sich Eltern oft Sorgen und fragen sich sogar, ob die Tochter, der Sohn Drogen nimmt. Eltern fühlen sich bei diesen Themen oft unsicher und wissen nicht recht, wie sie mit ihren Jugendlichen darüber sprechen sollen, sagt Cornelia Waser. Die SFA-Elternbriefe sollen dazu beitragen, dass Väter und Mütter mit ihren Kindern ins Gespräch kommen.
Alltägliche Erziehungssituationen
Wir möchten mit den Elternbriefen die Erziehungskompetenzen von Müttern und Vätern stärken und sie in ihrer Aufgabe unterstützen, sagt Cornelia Waser. Deshalb finden Eltern im ersten SFA-Elternbrief grundlegende Hinweise, wie sie ihre heranwachsenden Kinder begleiten können. Unter anderem erhalten sie Tipps, wie sie Kinder lehren können, mit Grenzen umzugehen. So heisst es im Brief etwa: Haben Sie keine Angst davor, manche Bitten abzuschlagen, und akzeptieren Sie, dass Ihre Vorschläge auch abgelehnt werden können. Mit Beispielen wird ferner gezeigt, wie Eltern mit Jugendlichen reden können, damit diese sich ernst genommen fühlen. Vertreten Sie offen Ihre Meinung und ermutigen Sie Ihr Kind, seine Gedanken zu äussern. Auch werden die Eltern ermuntert, ihren Kindern altersentsprechend Verantwortung zu übergeben: Leh-ren Sie Ihr Kind, für seine Ernährung und Körperhygiene, seinen Schlaf, seine Entspan-nungsmomente und für eine ausgewogene Freizeitgestaltung verantwortlich zu sein. In jedem weiteren SFA-Elternbrief geht das Beratungsteam auf die Entwicklungsschritte von Kindern und Jugendlichen in der Pubertät ein und erläutert die Ratschläge anhand alltäglicher Beispiele.
Abonnierte SFA-Elternbriefe auf Papier und elektronisch
Die SFA-Elternbriefe sind vier bis sechs Seiten lang. Sie enthalten immer ein Haupt-thema im September-Brief geht?s um die Haltung der Eltern und um ihre Rolle als Vor-bild, im nächsten Brief wird der Einfluss von Freundinnen und Freunden auf Jugendli-che besprochen. Es folgen eine Elternfrage mit der Antwort des SFA-Beratungsteams sowie Tipps und weiterführende Informationen. Verteilt über zwei Schuljahre werden acht SFA-Elternbriefe verschickt. Sie können bei der SFA kostenlos abonniert werden; erhältlich sind sie in einer Papierausgabe oder als elektronische Version.
Elternorganisationen, Erziehungsberatungsstellen, Vormundschaftsbehörden, Schulen, Gemeinden etc. können Flyer bestellen, um bei ihrem Zielpublikum über die SFA-Elternbriefe zu informieren.
Quelle/Text: Schweizerische Fachstelle für Alkohol- und andere Drogenprobleme (SFA)
Verwandte Adressen
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