Wohin mit Fido in den Ferien

Ferienplanung für Heimtiere sollte schon Monate vor den Ferien beginnen, denn dann sind Ferienplätze in Tierheimen oder Tierpensionen noch nicht hoffnungslos ausgebucht.
Jede Tierart, ja jedes Individuum hat unterschiedliche Anforderungen an seine Ferienbetreuung. Die ortstreuen Katzen bleiben am besten in ihrer angestammten Umgebung zuhause und werden dort von einer ihnen bekannten Person gefüttert und gestreichelt. Das kann jemand aus der Nachbarschaft sein, Verwandte oder ein professioneller Tiersitterdienst, der auch gleich noch das Giessen der Pflanzen, das Leeren des Briefkastens und generell das Haushüten übernimmt. Je nach Katze kann aber auch ein Tierheimaufenthalt eine Lösung sein. Sicherheitshalber sollte man das aber mal an 1-2 Tagen vor den Ferien ausprobieren: wie gut erträgt die Katze ihren «Ferienaufenthalt»? Steht sie nicht zu stark unter Stress? Sollte sie besser allein oder mit Artgenossen gehalten werden? Auf jeden Fall sollte ein Tierheimaufenthalt von langer Hand geplant werden, denn kurz vor den Ferien sind die meisten Pensionen und professionellen Catsitter ausgebucht. Wer sich früh umschaut, kann auch noch mehrere Angebote vergleichen. Ein Ferientag für eine Katze kostet zwischen 20 und 40 Franken. Kleintiere wie Meerschweinchen, Kaninchen, Hamster, Ratten oder Rennmäuse lässt man am besten in ihrem angestammten Gehege, und sie werden vor Ort versorgt. Man kann sie natürlich auch mitsamt ihrem Gehege in einem Tierheim als Ferientiere unterbringen. Ist das Gehege jedoch gross und tiergerecht, kann es in den seltensten Fällen einfach so zum Tierheim transportiert werden. In der Regel kostet die Betreuung von Kleintieren im Tierheim zwischen 5 und 15 Franken pro Tag, je nach Tierart.

Hund mit im Boot?
Hunde können selbstverständlich auch ihre Ferien im Tierheim oder in der Tierpension verbringen. Auch hier lohnen sich 1-2 Probetage vor den Ferien. Tierpension oder Hundesitter kosten zwischen 30 und 70 Franken pro Tag. Da Hunde soziale Tiere sind, behagen ihnen wohl Ferien mit Familienanschluss am besten. Wer kann, sollte den Hund daher am besten mitnehmen - wann hat man viel Zeit für das vierbeinige Familienmitglied, wenn nicht in den Ferien? Bedingung ist aber, dass das Reiseziel in nützlicher Frist per Auto oder Zug zu erreichen ist. Flugreisen sind erstens aufwändig in der Planung, teuer und ziemlich belastend auch für Vierbeiner, daher sollte wenn möglich darauf verzichtet werden. In der heissen Jahreszeit fährt man am besten nachts in die Ferien, oder macht zumindest alle 1-2 Stunden eine Pause in der der Hund trinken, sich versäubern und die Beine vertreten kann. Am Ferienort sollten Hunde willkommen sein - unbedingt vorher das Hotel oder die Vermieter der Ferienwohnung anfragen, ob Hunde erlaubt sind.

Papierkrieg
Wer ins Ausland fährt, braucht innerhalb der EU einen gültigen Heimtierpass. Der Hund muss gechipt und korrekt gegen Tollwut geimpft sein (mind. 30 Tage, höchstens 1 Jahr vor dem Grenzübertritt). Coupierte Hunde brauchen einen speziellen Eintrag durch das kantonale Veterinäramt im Heimtierpass, damit sie am Schluss der Ferien überhaupt wieder in die Schweiz einreisen dürfen. Weitere Bestimmungen über Impfungen und allenfalls einzuholende Bewilligungen findet der Hundehalter auf der Website des Bundesamtes für Veterinärwesen (bvet.admin.ch) und in der handlichen Broschüre «Ich reise mit Hund oder Katze».

Broschüre «Ich reise mit Hund oder Katze» hier download.

Quelle/Text: Dr. Eva Waiblinger