Hyperaktivität (ADHD + ADD)
Neurofeedback, eine wirksame Alternative zu Ritalin. Hyperaktivität (ADHD) und Aufmerksamkeitsstörungen (ADD) sind heute mehr denn je ein Problem.
Neurofeedback ist eine computerunterstützte Verhaltenstherapie für das Gehirn. Mit hilfe eines EEG?s (Elektroencephalogramm) werden die Hirnzellen des Kindes am Computer sichtbar gemacht. Durch breit angelegte Studien entdeckte man, dass Kinder mit ADD- und ADHD-Verhalten zu viele langsame Hirnwellen produzieren. Das Gehirn hat nicht gelernt, genügend schnellere Hirnwellen (im Bereich von 12-15 Hz und 15-18 Hz) zu produzieren, welche für Fokussierung und Aufmerksamkeit charakteristisch sind. Durch Neurofeedback können diese Hirnwellen gezielt gefördert und trainiert werden, in dem das Gehirn des Kindes, sobald es diese Wellen produziert und vermehrt produziert, mit Tönen und sich bewegenden Bildern am Bildschirm belohnt wird. Neurofeedback ist absolut schmerzfrei, im Gegenteil, es macht sogar Spass, verschiedene Bilder durch die eigenen Hirnwellen in Bewegung zu bringen. Bereits nach 10 Sitzungen kann sich das Kind viel besser konzentrieren und ist zu grösserer Aufmerksamkeit fähig.
Die Wirkung von Neurofeedback wurde in den letzten 20 Jahren nach wissenschaftlichen Kritieren vielfältig überprüft und bestätigt. Es konnte auch gezeigt werden, dass das Training eine nachhaltige Wirkung hat und der Effekt zusätzlich verbessert werden kann, wenn die Eltern auch in das Training und den Veränderungsprozess einbezogen werden. Ein Neurofeedback-Training eignet sich auch für Kinder, die bereits mit Ritalin oder anderen Medikamenten behandelt werden. Durch das Training können die Medikamente nach und nach reduziert und dann abgesetzt werden.
Das Institut für systemisches Konfliktmanagement /Sykom) bietet sowohl Hirntrainings für die Kinder als auch Begleitseminare für die Eltern an.
Zielgruppe:
Das Trainingsprogramm richtet sich an Kinder mit ADD und ADHD und deren Eltern. Die Kinder sollten mindestens vier Jahre alt sein. Sind die Kinder jünger, ist eine andere Kombination der unten beschriebenen Module geeigneter.
Ziel:
Die dauerhafte und nachhaltige Verbesserung der Aufmerksamkeits- und Konzentrationsfähigkeit der Kinder.
Methoden:
Neurofeedback (Hirntraining für Kinder)
Familienaufstellungen (für Eltern)
Holding (für Eltern und Kinder)
Diese spezielle Methodenkombination trägt sowohl den neurologischen Veränderungen des kindlichen Gehirns bei hyperaktivem Verhalten und Aufmerksamkeitsschwierigkeiten als auch deren Auswirkungen auf das soziale Umfeld Rechnung. Zusätzlich werden die Eltern in einem einführenden Seminar darauf vorbereitet, ihr Kind unterstützend durch den ganzen Prozess zu begleiten.
Einleitung:
Konzentrationsschwierigkeiten?
Reizoffenheit?
Flüchtigkeit im Denken und Fühlen?
Neigung zu Stereotypen?
Ungehemmter Bewegungsdrang?
Wie kann es dazu kommen? Nur in wenigen Fällen lassen sich hyperaktives Verhalten und Aufmerksamkeitsschwierigkeiten auf Hirnschäden zurückführen, die ihren Ursprung in genetischen Dysfunktionen haben. In der Regel handelt es sich um eine Interaktion zwischen Umwelteinflüssen und genetischen Prädispositonen, die diagnostisch sehr schwierig auseinander zu halten sind. Die Unterscheidung ist eigentlich auch nur dann von Bedeutung, wenn sie dazu führt, dass ein problematisches Verhalten als behandelbar oder als nicht behandelbar klassiert wird. Wir gehen deshalb nicht näher auf die genetischen Prädispositionen ein und wenden uns den neurologischen Entwicklungen und Umweltfaktoren zu, die veränderbar sind.
Ein Kind kann sich normal entwickeln, wenn es während der Schwangerschaft und auch nach der Geburt in den vorgegebenen Rhythmus und die koordinierenden Bewegungen der Mutter und später auch des Vaters eingebunden ist. Dies ist solange wichtig, bis sich sein Gehirn soweit entwickelt hat, dass das Kind seine noch unkoordinierten Bewegungen zugunsten zielgerichteter Handlungen kontrollieren und hemmen kann. Durch die Steuerung seiner Handlungen kann es die Welt erkunden und mit der zeit lernen, wichtige Reize von unwichtigen zu unterscheiden und zu filtern. Diese Filterung ermöglicht es ihm, seine Aufmerksamkeits- und Konzentrationsfähigkeit stetig auszubauen. Hyperaktives Verhalten bildet sich in der Regel bereits während der Schwangerschaft und bis zum 18. Lebensmonat aus. Es ist die Zeit, während der sich das kindliche Gehirn unglaublich schnell vergrössert und verändert.
Im Gegensatz zu dieser normalen Entwicklung des Kindes können Störungen und Unterbrechungen dann auftreten, wenn es den vorgegebenen Rhythmus und die koordinierenden Bewegungen der Eltern nicht mehr wahrnehmen kann. Sei es, weil die Mutter während der Schwangerschaft aus gesundheitlichen Gründen still liegen muss, das Kind zu früh geboren wird, nach der Geburt von der Mutter vorübergehend getrennt ist oder dass ihm die Eltern zu früh zu viel Freiheit geben. Dadurch kann es die Grenzen nicht spüren und verliert den Halt, wodurch es zu Bindungsverlusten zu den Eltern kommen kann und die Loslösung an diese bereits vor der Bindung geschieht. Das Kind empfindet eine Leere, kann sich an nichts orientieren und bekommt Angst. Das Kleinkind leitet seinen Schmerz und Stress leiblich ab, indem es sich stetig mit vertrauten wiederholenden Bewegungen betäubt. Da das Gehirn während dieser Zeit sehr plastisch ist, prägen sich diese Bewegungsabläufe direkt in die Struktur des Gehirns ein und geben dadurch den nachfolgenden Entwicklungsschritten eine andere Richtung oder verzögern sie.
Wenn das Kind nicht durch die Hilfe der Eltern lernen kann, welche Reize es beachten und welche es ausblenden soll, wird es sich in einer Reizüberflutung verlieren. Es kann noch nicht entscheiden, was wichtig und was unwichtig ist. Seine Wahrnehmung wird somit ungefiltert und ungenau, wodurch auch die Bewegungsführung, der Output ungenau, hektisch und sprunghaft wird. Dieses Ungleichgewicht zwischen Input und Output ist einer der Hauptcharakteristiken hyperaktiven Verhaltens sowie von Aufmerksamkeitsschwierigkeiten.
Obwohl das stetige in Bewegung-Sein für das Kind zu diesem Zeitpunkt die bestmögliche Art ist, mit Stresssituationen fertig zu werden, kann es nicht mehr in sich ruhen. Sobald das Kind ähnliche Situationen erlebt, fällt es wieder in diese nun automatisierten Bewegungen zurück. Diese Unruhe führt dann oft zu einer zunehmenden Verunsicherung der Eltern gegenüber dem Kind und seinen Bedürfnissen, was das Kind wiederum noch mehr verunsichert. Daraus entwickelt sich dann um das hyperaktive Verhalten mit der Zeit ein ganzes Problemsystem, das sich mit dem Eintritt in den Kindergarten und in die Schule noch weiter ausweitet. Da die Kinder sich nicht konzentrieren können, können sie auch nicht gleichviel aufnehmen wie die anderen, haben dadurch schlechtere Noten und im Endeffekt auch schlechtere Berufsaussichten. Zudem stören sie durch ihr unruhiges Verhalten ihre Klassenkameraden und sind deswegen oft auch unbeliebt. Man weiss heute, dass 50 bis 70 Prozent dieser Kinder auch als Erwachsene noch mit den Auswirkungen von Aufmerksamkeitsschwierigkeiten und hyperaktivem Verhalten zu kämpfen haben.
Um dieses komplexe Problemmuster auflösen zu können, braucht es eine ganzheitliche Vorgehensweise, die einerseits die neurologischen Veränderungen Gehirns des Kindes berücksichtigt, andererseits aber auch sein soziales System in den Veränderungsprozess mit einbezieht.
Trainingsprogramm:
Modul A: Begleitseminar für Eltern (4 Tage)
Modul B: : Hirntraining (Neurofeedback) für Kinder (2 Wochen, pro Tag ½ Stunde)
Modul C: : Familienaufstellung für die Eltern (2 ½ Tage)
Modul D: : Holding (ca. 3 Stunden)
Kurzbeschreibung der einzelnen Module
Modul A: Begleitseminar
Im Seminar werden nach einer genauen Analyse der Schwangerschaft, Geburt und den ersten drei Jahren jeden Kindes die Grundkenntnisse und Wirkungsweisen vermittelt, wie das Hirntraining Neurofeedback Konzentration und Aufmerksamkeit direkt fördert und innerhalb kurzer Zeit verbessert. Damit die Wirkung von Neurofeedback auch nachhaltig ist, braucht das Kind einen lösungsorientierten Rahmen, der durch eine Familienaufstellung und Holding geschaffen werden kann. Diese Methoden unterstützen die Erziehungsbestrebungen der Eltern und machen ihnen Mut, neue haltgebenden Erziehungsmethoden dazu zu lernen.
Als Voraussetzung für eine Familienaufstellung (s. Erklärung weiter unten) wird in einem zweiten Teil mittels Informationen aus dem Familienstammbaum das eigene Genogramm ausgearbeitet. Die Familienaufstellung schafft dann die Grundlage für das Gelingen des Holding des eigenen Kindes, so dass das Kind frühe Bindungsverluste verarbeiten, seine Ruhe und sein Urvertrauen wieder zurückgewinnen kann.
Modul B: Neurofeedback
Neurofeedback ist eine computerunterstützende Verhaltenstherapie für das Gehirn. Mit Hilfe eines EEGs (Elektroencephalogramm) werden die Hirnwellen des Kindes am Computer sichtbar gemacht. Durch breit angelegte Studien entdeckte man, dass Kinder mit ADD- und ADHD-Verhalten zu viele langsame Hirnwellen produzieren. Das Gehirn hat nicht gelernt, genügend schnellere Hirnwellen (im Bereich von 12-15 Hz und 15-18 Hz) zu produzieren, welche für Fokussierung und Aufmerksamkeit charakteristisch sind. Durch Neurofeedback können diese Hirnwellen gezielt gefördert und trainiert werden, indem das Gehirn des Kindes, sobald es diese Wellen produziert und vermehrt produziert, mit Tönen und sich bewegenden Bildern am Bildschirm belohnt wird.
Neurofeedback ist absolut schmerzfrei und hat keine Nebenwirkungen. Im Gegenteil, es macht sogar Spass, verschiedene Bilder durch die eigenen Hirnwellen in Bewegung zu bringen. Bereits nach 10 Sitzungen kann sich das Kind viel besser konzentrieren und ist zu grösserer Aufmerksamkeit fähig. Die Wirkung von Neurofeedback wurde in den letzten 20 Jahren nach wissenschaftlichen Kriterien vielfältig überprüft und bestätigt. Es konnte auch gezeigt werden, dass das Training eine nachhaltige Wirkung hat. Das Gehirn verlernt nicht mehr, was es einmal gelernt hat.
Ein Neurofeedback-Training eignet sich auch für Kinder, die bereits mit Tialin oder anderen Medikamenten behandelt werden. Durch das Training können die Medikamente nach und nach reduziert und dann abgesetzt werden.
Modul C: Familienaufstellung
Die genaue Betrachtung der Eltern-Kind-Konstellation un dderen zusammenwirken, genannt Familienaufstellungen, schafft den systemischen Rahmen, damit die Aufmerksamkeits- und Konzentrationsfähigkeit der Kinder dauerhaft verbessert werden kann. Die Klärung des Platzes der Mutter und des Vaters im Familiensystem durch eine Familienaufstellung gibt den Eltern Sicherheit und Kraft im Umgang mit ihren Kindern. Das Elternpaar stellt seine Gegenwartsfamilie auf. Im Unterschied zum Begleitseminar (Modul A), das nur von einem Elternteil besucht werden kann, ist es für die Familienaufstellung von Vorteil für das Kind, wenn Mutter und Vater anwesend sein können. Die Methode bezieht sich unter anderem auf die empirisch gestützten Arbeiten von Bert Hellinger und deren Weiterentwicklungen.
Modul D: Holding
Durch das Holding oder Festhalten können unterbrochene Primärbeziehungen der Eltern und Kinder in enger Umarmung wieder hergestellt werden. Die innige Umarmung bietet die Chance einer lösenden Aussöhung zwischen Eltern und Kind. Das Kind lernt dadurch mit Stresssituationen besser fertig zu werden und sich nicht automatisch in seine stereotypen Bewegungen zu flüchten.
Die Methode stützt sich auf den Therapieansatz von Dr. Jirina Prekop.
Programm und nähere Information erhalten Sie unter:
SYKOM, Culmannstrasse 43, 8006 Zürich
Verwandte Adressen
- Schwanen-Apotheke
- Wyna Apotheke5726 Unterkulm
- Dr. Alex Bubenhofer9000 St. Gallen
- Kinderspitex Tessin6600 Locarno
- Ernährungsberatung SRK, Brigitt Gächter8225 Siblingen
3011 Bern
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